Treibhausgasemissionen

Trockenheit half der CO2-Bilanz

Laut Bericht wurden 2018 im baden-württembergischen Agrarbereich 2,2 % weniger Treibhausgase freigesetzt als 2017

In Baden-Württemberg sind die nicht energiebedingten Treibhausgasemissionen 2018 gegenüber dem Vorjahr um fast 2 % auf 8,5 Mio t CO2-Äquivalente zurückgegangen. Das geht aus dem Kurzbericht zum Klimaschutz hervor, den das Umweltministerium in der vergangenen Woche in Stuttgart vorgelegt hat.

Demnach war der Rückgang dieser Emissionen vor allem auf eine Verringerung in der Landwirtschaft zurückzuführen. Laut Bericht wurden im Agrarbereich im Berichtsjahr 2,2 % weniger Treibhausgase freigesetzt als 2017; insgesamt waren es 4,4 Mio t CO2-Äquivalente aus nicht energiebedingten Quellen. Ursache sei die seit Juni 2017 geltende novellierte Düngeverordnung in Verbindung mit der anhaltenden Trockenheit gewesen, die zu einer verringerten Stickstoffdüngung und damit einhergehend zu deutlich geringeren Lachgasemissionen geführt habe.

Nur geringfügig abgenommen hätten indes die Methanemissionen aus der Tierhaltung. 2018 hatte die Landwirtschaft in Baden-Württemberg dem Bericht zufolge einen Anteil von 6 % an den gesamten Treibhausgasemissionen. Bedeutendste Quellen waren mit 31 % der Verkehr sowie die Stromerzeugung, die ein Fünftel der betreffenden Emissionen verursachte. Freigesetzt wurden in dem Bundesland im vorvergangenen Jahr insgesamt 76,5 Mio t CO2-Äquivalente; gegenüber dem Referenzjahr 1990 entsprach das einem Minus von 12,6 Mio t CO2-Äquivalenten oder 14,2 %.

Im Klimaschutzgesetz von 2013 hat der Landtag Baden-Württemberg das Ziel verankert, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um ein Viertel und bis 2050 um 90 % zu verringern.

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