Untersteller schlägt Wolfsentnahme in FFH-Gebieten vor Premium

In die Debatte um den Wolf in Süddeutschland bringt Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller jetzt eine neue Idee, die sowohl der Weidetierhaltung als auch dem Artenschutz gerecht werden soll.

In die Debatte um den Wolf in Süddeutschland bringt Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller jetzt eine neue Idee ein, die sowohl der Weidetierhaltung und der Landschaftspflege als auch dem Artenschutz gerecht werden soll.

In einem Brief an die EU-Kommission, der Südplus vorliegt, plädiert der Minister dafür, einzelne Wölfe entnehmen zu dürfen, wenn der Erhalt eines natürlichen Lebensraumes gefährdet sei. Wenn z.B. die Beweidung in FFH-Gebieten, die erst durch diese Nutzungsform entstanden seien, wegen des Wolfes aufgegeben würden, könne das Land diese natürlichen Lebensräume und die damit vergesellschafteten Arten nicht mehr erhalten, heißt es wörtlich im besagten Brief. Ein Sprecher des Ministeriums betont gegenüber Südplus ausdrücklich, dass damit nicht nur FFH-Gebiete gemeint seien, sondern generell naturschutzfachlich hochwertige und für die Biodiversität relevante Flächen.

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Artikel geschrieben von

Silvia Lehnert

Redakteurin SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Verzogene Wohlstandsfratzen und rückgradlose Politiker -

daran krankt mittlerweile unser Land. Die verzogenen Wohlstandsfratzen wären schnell leise, müßten sie für die Schäden des Wolfes selber aufkommen. Um aber dies zu verwirklichen bräuchte es Politiker mit Arsch in der Hose, die die entsprechenden Gesetze auf den Weg bringen. Stattdessen versteckt man sich dann immer lieber hinter der mehr oder weniger "gesichtslosen" EU. Die EU-Gesetze wären es, heißt es doch dann immer. Doch was soll das, billiger geht's nimmer oder? Wenn diese EU-Gesetze nicht zum Wohle des Landes und Volkes sind, dann hat, so meine ich, jeder Politiker unseres Landes die Pflicht für sein Land und sein Volk dementsprechend entgegenzutreten. Schließlich hat er ja seinen Amtseid, Schaden vom Volk abzuwenden und zum Nutzen dessen zu handeln, geleistet. Oder trifft hier Adenauer's Halbsatz: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern" ins Schwarze? Dann brauchen sie sich aber nicht wundern wenn sie über kurz oder lang die Rechnung entsprechend serviert bekommen. Deutschland will und braucht Volksvertreter mit Rückgrad und keine ignoranten, feigen aber abgehobene Volkstreter!

von Willy Toft

Deutschland kann einen Antrag bei der EU stellen, dass die Wolfsentnahme überall ermöglicht!

Warum zieren wir uns so? Haben uns die NGO`s schon so gut im Griff, dass nur noch deren ideologische Welt als Maßstab gilt? Hier wird an der Realität vorbei regiert, mit all dem Not und Elend, die der Weidetierhaltung noch drohen!

von Gerd Uken

Das gleiche

Dürfte dann ja für LSG u. Naturschutzgebiet auch gelten?!

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