Volksbegehren Artenvielfalt

Volksbegehren: „20 bis 30 % der Fläche würden aus der Produktion fallen“ Premium

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in Baden-Württemberg hätte auch für Biohöfe drastische Folgen.

In Bayern wurde der Berufsstand mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ vor vollendete Tatsachen gestellt. Haben die Initiatoren das in Baden-Württemberg besser gemacht und die Landwirte im Vorfeld einbezogen?

Padraig Elsner: Nein, auch wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Vom ersten Gesetzentwurf haben wir aus der Presse erfahren und mussten ihn selbst von der Homepage der Initiative herunterladen. Erst Wochen später hat man uns kontaktiert. Da war an dem Entwurf schon nichts mehr zu machen.

Ihre Hauptkritik zielt auf das Verbot von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden ab, das künftig auch in Natura-2000-Gebieten und in Landschaftsschutzgebieten mit Lebensraumschutz gelten soll. Wieviel Fläche wäre davon ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Die Redaktion empfiehlt

Der Bauernpräsident ist besorgt, dass das Volksbegehren Familienbetriebe und die Lebensmittelversorgung gefährdet. Die Ökoverbände äußern ebenfalls Bedenken.

Südplus / News

Blühwettbewerb in Baden-Württemberg

vor von Claus Mayer

Agrarminister Hauk will das Engagement der Bürger für den Artenschutz wecken. Nicht per Volksbegehren, sondern mit einem Wettbewerb.

50% Ökolandbau und weniger Pflanzenschutz sind nur einige der Forderungen des Vereins proBiene, der heute die ersten Unterschriften für das Volksbegehren Artenschutz sammelt.

Benzin, Diesel, Heizöl oder Gas werden teurer

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Silvia Lehnert

Redakteurin SÜDPLUS

Schreiben Sie Silvia Lehnert eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Reiner Matthes

mehr Bio in Deutschland

bedeutet noch mehr abgeholzte Urwälder am Amazonas und in Indonesien.

von Erwin Schmidbauer

Da war mal was...

Max Schaffroth hat auf seiner "Fastenpredigt" auf dem Nockerberg 2019 sinngemäß gesagt: Politiker sollten sich überlegen, welche Auswirkungen ihre Forderungen haben, wenn sie selbst davon betroffen wären. //Offensichtlich ist dieser Gedanke bei vielen Initiatoren vollkommen unbekannt.

von Rudolf Rößle

Läuft

zeitgleich ein Volksbegehren in Vorbereitung, das die ganze EU betreffen soll. Wie weit die ist ?

von Rudolf Rößle

Gegenentwurf

sollte parat liegen, da die Unterschriften das kleinste Problem für Pro Biene ist. Nur die Landesregierung müsste sich jetzt mit der Initiative zusammensetzen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist und die Bauern auf die Straße gehen. Vielleicht mit gelben Westen.

von Andreas Gerner

@ Hr. Grimm

Absolut richtig! So gut wie niemand wird den Text vollständig lesen, geschweige denn verstehen und die teils kontraproduktiven Folgen (Raps verschwindet, Kleinbauern geben auf, Produktion verlagert sich ins Ausland mit erheblich mehr Umweltfrevel...) überblicken. Wie in Bayern auch werden die empfänglichen Laien nur ein Plakat mit reißerischer Überschrift lesen oder ein clever gemachtes verstörendes Handyvideo (Maschine, die vorne alles zerfetzt und hinten etwas dampfendes verspritzt und daraufhin fallen die Bienen tot zu Boden) anschauen und brav ins nächste Rathaus laufen (oder eher mit dem SUV hinfahren) mit dem festen Entschluss, dort zu unterschreiben. Selbst wenn dann jemand aus Neugier mal alles durchliest, revidiert doch niemand mehr seine Entscheidung.

von Wilhelm Grimm

"Wenn sich die Bevölkerung die Mühe macht, den Text genau zu lesen ______"

Das werden die nicht, denn die wissen von bauernfeindlichen Nachrichten in den Medien und dann sind da noch die "Relotiusse", eben der übliche Bildungsnotstand der "Gebildeten". Alles klaro ?

von Willy Toft

Damit wird die Hauptaufgabe der Landwirtschaft, für die Ernährung da zu sein, wird Ad Acta ...

gelegt! Die Ernährung DE übernehmen andere Länder, und die Landwirtschaft wir hier outsourcst! Tolle Aussichten, denn sie wissen nicht was sie tun!

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen