Agrarpolitik

Volksbegehren Baden-Württemberg: Fehler aus Bayern vermeiden Premium

Der Runde Tisch zu "Rettet die Bienen" ist gestartet. Ein Appell von Redakteurin Silvia Lehnert.

Mit ihrem Eckpunktepapier zum Artenschutz hat die Landesregierung in Baden-Württemberg einen Überraschungscoup gelandet. Denn fast fünf Monate lang positionierte sie sich nicht zum Volksbegehren „Rettet die Bienen.“ Das Papier entschärft die größten Knackpunkte für die Landwirtschaft:

  • Das von ProBiene geplante Verbot von Pflanzenschutzmitteln in allen Schutzgebieten soll durch eine Bewirtschaftung nach den Regeln des integrierten Pflanzenschutzes ersetzt werden. Damit wäre dort weiterhin Landwirtschaft möglich
  • Eine deutliche Reduktion der eingesetzten Menge an Pflanzenschutzmittel wird als gemeinschaftliches Ziel im Land angestrebt und nicht auf Basis des Einzelbetriebes (siehe Interview ab Seite 14). Damit bliebe die nötige Flexibilität bei ertragsrelevanten Krankheiten erhalten.
  • Bei den Ausbauzielen des Ökolandbaus soll der...

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Heute startet der Runde Tisch zum Volksbegehren "Rettet die Bienen" in Baden-Württemberg. Der Agrarminister kontert Kritik von Bauern am Kompromissvorschlag der Regierung.

Artikel geschrieben von

Silvia Lehnert

Redakteurin SÜDPLUS

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Carolin Betz

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Grimm

Rettet die Bienen

ist eine Lüge ! Und Lügen diskutieren wir nicht !

von Albert Maier

CDU hat sich austricksen lassen!!!!

Das Volksbegehren drohte ein Flop zu werden, die Zahl der Unterschriften pro VBG waren für die Initiatoren erschreckend gering. Da kamen ihnen die Grünen zu Hilfe, indem sie mit der CDU ein Eckpunktepapier vereinbarten, worin ca 80% der Forderungen des VBG enthalten waren. Die CDU glaubte 20% des VBG verhindert zu haben und lies sich dafür feiern, jetzt zeigt sich allerding immer deutlicher, dass die leider etwas einfältige CDU einen Phyrrussieg davon getragen hat-auf Kosten der Bauern.

von Klaus Fiederling

Gesetzte Maßstäbe am runden Tisch prallen auf entblößende Faktizitäten in der Praxis...

...In obigen Augen wird unser Wald ökologisch bewirtschaftet, das trifft jedoch nicht zu; wir können allenfalls von einer Flächenverwaltung im Auftrag der Eigentümer sprechen. // Die Bauern ihrerseits sind heute lediglich Bewirtschafter vieler Flächen. Inwiefern stehen also diese Flächeneigentümer in Mehrzahl für die Folgen des Klimawandels in einer unbestreitbaren Mitverantwortung? O-Ton eines Wissenschaftlers am gestrigen Tage: „Die Bauern sind die größten Subventionsempfänger und müssen deshalb auch etwas aushalten können!“ Das ist so nicht ganz korrekt, der Richtigkeit halber ist anderslautend zu formulieren: Die Bauern sind die größten SUBVENTIONSVERWALTER. Vorstehender administrativer Forderungskatalog unterstreicht letztere Feststellung mehr als eindrucksvoll, wobei sich dieser ohnedies aberwitzigerweise noch immer ausschließlich an der Lebensmittelproduktion orientiert. Insofern müssen in einer gedanklich schlüssigen Fortentwicklung der Maßnahmen grundlegende Schwachstellen zunächst einmal ehrlich enttarnt werden. - Ob das gelingen wird!? // Jedenfalls widerspiegeln sich die Auswirkungen gegenwärtig mehr als penetrant in den Produktpreisen der bäuerlichen Roherzeugnisse. Deren Verwaltung kostet mittlerweile ein Vielfaches, was die jeweiligen Erzeugnisse selbst an Wert überhaupt abzubilden vermögen. Was läuft da nicht gehörigst aus dem Ruder? - Das grotesteste Beispiel schlechthin: Ein Kuhkalb z.B. kostet aktuell allenfalls noch 8,49 €, ein solcher „Wert“ stellt für mich die absolute Krönung in der in einem Paralleluniversum „leidenschaftlich geführten Diskussion“ dar. Sämtliche Tierwohllabel zeigen doch mehr als eindeutig, wohin die Reise geht. Ist das nicht irrwitzig!? ABER..., an allem sind DIE BAUERN SCHULD!(?)

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