Volksbegehren Artenvielfalt

Volksbegehren: Rukwied fordert Kooperation statt Verbote

Der baden-württembergische Bauernpräsident sieht den Gesetzentwurf nicht mit der Landwirtschaft vereinbar. Er hat eine bessere Idee.

Die Initiatoren des Volksbegehrens proBiene sammeln ab heute Unterschriften für ihren Gesetzentwurf. Die Vorschläge verschärfen das Naturschutz- und Landwirtschaftsgesetz.

Auch der Landesbauernverband in Baden-Württemberg (LBV) sieht die Notwendigkeit, den Natur- und Artenschutz weiter voranzubringen. „Der vorgelegte Gesetzentwurf spielt jedoch Artenschutz und Landwirtschaft gegeneinander aus“, betont Joachim Rukwied, Präsident des LBV.

„Der Gesetzentwurf des Volksbegehrens Artenschutz – „Rettet die Bienen“ in Baden-Württemberg gefährdet die Existenz vieler Familienbetriebe“, ist sich Rukwied sicher. „Was wir brauchen, sind vernünftige, umsetzbare Lösungen, die den Artenschutz weiterbringen und gleichzeitig der Landwirtschaft Entwicklungsperspektiven bieten. Die radikalen Vorschläge des Volksbegehrens werden diesem Anspruch in keiner Weise gerecht“, kritisiert Rukwied.

Baden-Württemberg sei bereits mit einer Vielzahl von Förderprogrammen und Maßnahmen bundesweit Vorreiter für Naturschutz in der Agrarlandschaft. Die Produktion von regionalen Spezialitäten gehe mit dem Erhalt und der Pflege der Kulturlandschaft sowie dem Artenschutz einher.

„Wir können unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern nur empfehlen, die Vorschläge der proBiene-Initiatoren nicht zu unterschreiben. Die Politik und alle Beteiligten sind gefordert, bessere Lösungen zu entwickeln, die sowohl dem Artenschutz und dem Erhalt unserer Kulturlandschaft gerecht werden als auch unseren Familienbetrieben im Land eine Zukunft bieten“, appelliert Rukwied.

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Artikel geschrieben von

Helena Biefang

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Diskussionen zum Artikel

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von Heinrich Schrimpf

Schuss geht nach hinten los

Das Angebot zum Dialog und Konsens sehen die Volksbegehrler als Schuldeingeständnis von Seiten der Landwitschaft.

von Wilhelm Grimm

@Albert Maier.

Eine sachliche Argumentation wird es mit diesen gesteuerten Volksbegehrern nicht geben, niemals. Warum sind wir derart krankhaft naiv. Die Gerichte müssen entscheiden.

von Wilhelm Grimm

Die Forderung nach einem Dialog ist zwar richtig,

Aber ich gehe davon aus, dass die Iniatiatore des Volksbehren "Rettet die Bienen" und die Politiker sich einen Dreck um den Präsidenten Rukwied kümmern werden. Ernshaft werden die einen Dialog zumindest nicht betreiben. Bayern ist doch das beste Beispiel. Hier werden enteignungsgleiche Tatbestnde geschaffen. Da muss von uns mehr kommen, als der ehrliche Versuch eines Dialoges.

von Albert Maier

Selbst Schach matt gesetzt!

"Auch der Landesbauernverband in Baden-Württemberg (LBV) sieht die Notwendigkeit, den Natur- und Artenschutz weiter voranzubringen." Mit so einer Aussage setzt man sich selbst Schach matt. Denn damit erkennt man die ganz offensichtlich "gefakten", und damit falsche Ausagen der Initiatoren und ihrer wissenschaftlichen Zuarbeiter an, warum sollten die Bürger dann nicht unterschreiben?? Fakt ist, dass die Artvielfalt in Baden-Württemberg absolut in Ordnung ist und seit 20 Jahren eine gute Stabilität aufweist. Anders lautende Studien sind rein ideologischen Interessen geschuldet, nicht aber einer unabhängigen, sauberen Wissenschaft!!! Darauf müsste der DBV mit sachlicher Argumentation hinweisen!!!

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