Artenschutz

Vorläufiges Endergebnis des bayerischen Volksbegehrens zur Artenvielfalt

1.745.383 Wahlberechtigte in Bayern haben sich beim Volksbegehren Artenvielfalt eingetragen. Das vorläufige Ergebnis entspricht einer Beteiligung von 18,4 Prozent. Damit ist der Weg frei für einen Volksentscheid. Für einen Erfolg der Initiative, die unter dem Slogan "Rettet die Bienen" um Stimmen geworben hatte, wäre lediglich eine Beteiligung von 10 % nötig gewesen.

Das bayerische Volksbegehren "Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern“ (Kurzbezeichnung "Rettet die Bienen!") hat mit 18,4 % Bürgerbeteiligung die notwendige Marke von 10 % klar überschritten. Der Erfolg des Volksbegehrens erhöht nach Ansicht von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) den Druck auf mehr Artenschutz auch in den Städten und Gemeinden. Die Initiative zielt auf Änderungen im bayerischen Naturschutzgesetz: Biotope sollen besser vernetzt, Uferrandstreifen stärker geschützt und der ökologische Anbau gezielt ausgebaut werden.

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Der Dachverband der Ökoverbände in Bayern sieht die Politik in der Pflicht, nachdem bereits vor Ablauf des Volksbegehrens Artenvielfalt das erforderliche Quorum erreicht wurde.

In Bayern hat das Volksbegehren "Artenvielfalt - Rettet die Bienen" offenbar die Hürde von zehn Prozent der Stimmberechtigten vorzeitig überschritten. Das berichtet der Bayerische Rundfunk (BR) mit...


Diskussionen zum Artikel

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von Martin Hofmann

alle lachen über uns

Während in Bayern noch schärfere Umweltauflagern verfasst werden, verpflichtet sich die Bundesregierung aus den USA mehr Lebensmittel einzuführen, um den Exportüberschuss abzubauen. Hier spielt es keine Rolle auf welche Weise diese Lebensmittelproduziert werden.

von Fritz Ritterbusch

Rettet die Bienen

Wenn die Initiatoren dieses Volksbegerehrens wirklich etwas für den Erhalt der Artenvielfalt erreichen wollen, hätten sie die Menschen zu aktiven Leistungen annimieren sollen, denn nur mit einer Unterschrift und danach schönes Wochenende rettet man noch keine Biene. Geht doch aber eigentlich ganz einfach, jeder der Unterzeichner (vor allem die Initiatoren ) pachten oder mieten bei uns LW für 1€ pro qm und Jahr ( entspricht ca 1 Kugel Eis weniger essen ,sollte die Biene doch jedem Wert sein oder ??? ) Nutzfläche und ich bin überzeugt wir hätten in einem Jahr das was Helmut Kohl bei der Wende versprochen hat. BLÜHENDE LANDSCHAFT DEUTSCHLAND. Die Biene würde es obendrein auch mit reichlich Honigproduktion danken. doch auch ganz einfach, jeder der

von Gerhard Steffek

Wenn es dem Esel zu Wohl wird -

geht er auf's Eis. Erst heute noch im Radio gehört, daß die größte Zustimmung zu dem Volksbegehren im Landkreis Starnberg mit ca. 28 % war. Dem Landkreis mit der größten Dichte an Millionären in Deutschland. Man hat's ja, "La cost' the Welt". Mal kurz zu einer Shopping Tour nach London oder Mailand und zur Erholung auf die Malediven, was soll's. Man hat's ja und für den Umweltschutz hat man ja mit seiner Unterschrift auch etwas getan. Billiger geht es wohl nicht mehr, oder? Nun ja denn, diese in Starnberg hätten aber wahrscheinlich nicht das Kraut fett gemacht. Waren es ja doch erheblich mehr als gedacht. Sicherlich, das muß man zugeben, der Titel war ja eindeutig, wer konnte schon dagegen sein? Fein ausgedacht, aber was dahinter steht offenbart die Mogelpackung. Ich erlaube mir jetzt jedem der dieses Volksbegehren unterschrieben hat darauf hinzuweisen, daß, wenn er dies schon getan hat, er dann auch gefällligst Bio einzukaufen hat. Dann hat er aber auch nichts mehr in einer normalen Gaststätte verloren und schon gar nicht in einer Kantine, sofern die nicht Bioware einkauft. Ansonsten ist es eine Verlogenheit schlechthin. Aus diesem Grund möchte ich hiermit auch schon mal Herrn Söder dazu aufrufen das er dafür Sorge trägt das in den Kantinen aller öffentlichen Einrichtungen, wie z.B. Ministerien, Landesämter, Stadtverwaltung usw. in Zukunft nur noch Bioware angeboten wird. Sollen die Herrschaften schon mal was davon haben, daß sie diesem Volksbegehren auf den Leim gingen. Das muß es ihnen wert sein.

von Matthias Zahn

Ansichtssache

Ehrlich gesagt, macht mir die Düngeverordnung und das wiederholte Marktversagen und fehlende Kriseninstrumente bei der Milch mehr Kopf zerbrechen..... Jede Milchkrise und jedes "emissionsarme" Güllefass kostet uns mehr als alle "Rettet die Bienen" Forderungen zusammen!!!!

von Johann Rottenkolber

Minderheit!

Immerhin hat die Mehrheit von 81,6% nicht unterschrieben! Und wieviel Prozent von den Unterzeichnern, die den Entwurf weder gelesen noch verstanden haben, wird leider nirgends angesprochen!

von Anton Obermeier

Geschafft!

Die Diktatur der Dummheit hat gesiegt.

von Andreas Gerner

Rekord

Ist der Rekordwert von 18,4% ein Zeichen dafür, wie viel Zustimmung der Gesetzesvorschlag fand? Wohl eher Beleg dafür, dass es besser als je zuvor gelungen ist, den Wähler zu betrügen. Skandalös, dass ausgerechnet der griffige Slogan "rettet die Bienen" gewählt wurde, obwohl das Wort "Biene" in der Ausformulierung des Gesetzesvorschlags kein einziges mal vorkommt. Auch dass Ziele genannt werden, die der Artenvielfalt inklusive Bestäuberinsekten eher schaden als nützen (mehr Bio heißt weniger Nahrung für Bestäuber wegen weniger Raps, heißt mehr totgestriegelte Bodenbrüter...), lässt darauf schließen, dass sich so viele Wähler zu einer Unterschrift für ein Paket haben hinreißen lassen, welches sie eigentlich gar nicht wollen, als je zuvor in Bayern. Herzlichen Glückwunsch, liebe Initiatoren, Helfer und Unterstützer. Sie haben mit Ihren fragwürdigen(nett ausgedrückt) Methoden erfolgreich angestoßen, dass ausgerechnet die Minderheit niedergemacht wird, die mit weitem Abstand den größten Beitrag für Natur, Artenvielfalt, Umwelt, Klimaschutz, Landschaftsschutz, sichere Lebensmittel usw. leistet.

von Karlheinz Gruber

Anfrage an Topagrar

die Initiatoren des Begehrens haben immer auf die Verbindung zur AGrochemie unterstrichen. Könnt Ihr mal nachforschen, wer den kompletten Aufwand (Plakate, Banner usw.) alles gesponsert hat. Hier wurden große Summen umgesetzt und die Spender bisher nicht genau genannt. Wäre für uns mal Interessant wie hier die Geldströme gelaufen sind bei so einem Aufwand Danke Gruber Karlheinz

von Karlheinz Gruber

Und wenn die Umsetzung nicht klappt

und die Feldbrüter usw. noch weniger werden, weil die Nachteile der Biolandwirtschaft dann noch besser durchkommen, werden wir trotzdem Zwangsökologisiert. Denn schuld haben nur die Konv. Hoffe nur, daß das betretungsrecht auch endlich eingeschränkt wird und man jeden vermeintlichen Naturschützer aus dem Randstreifen rausklagen kann.... Und das die Streifen nachträglich auch in den Städten gefordert werden. Über die Hausgärten hinweg. UND vielleicht rafft sich der BBV dann auf und klagt die Gleichheit wieder ein. Alles was uns zumutbar ist, muß auch für Städte und Gemeinden und den Ottonormalgarten gelten. Grundgesetz §1 Vor dem Gesetz sind alle Gleich, § 2 Bis auf die wo gleicher sind (Städte, Gemeinden), noch gleicher sind Politiker und Industrie.....

von Matthias Zahn

Aber...

Abgesehen davon, dass nur die Bauern davon betroffen sind, geht aber die Diskussion allgemein in die Richtige Richtung.....

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