Düngeverordnung

"Was der Schleppschuh in der Praxis bringt, weiß keiner" Premium

Im Interview mit Südplus erklärt Rudolf Rauscher, wie er sich gegen die Auflage wehren möchte, Gülle ab 2025 nur noch bodennah auszubringen. Gemeinsam mit weiteren Allgäuer Bauern hat er eine spezielle Strategie entwickelt.

Was spricht gegen die streifenförmige Gülleausbringung?

Rauscher: Im Grünland gibt es bei der streifenförmigen Ausbringung immer wieder Probleme mit Güllewürstchen, die das Futter verschmutzen. Bei sonnigem Wetter verdunstet die Flüssigkeit der Gülle, die Feststoffe bleiben übrig. Diese wachsen mit der Pflanze hoch und landen so in der Futterernte.Wir sind nicht generell gegen die streifenförmige Gülleausbringung. Sie hat Vorteile, z.B. bei windigem Wetter mit genügend Regen. Es kann aber nicht sein, dass auf Grünland ab 2025 nur noch diese Technik erlaubt ist.

Die Vorschrift soll verhindern, dass Nitrat aus dem Boden auswäscht und dass Ammoniak in die Luft ausgast. Wie lässt sich das vermeiden, wenn nicht durch Technik?

Rauscher: Im gesamten Alpengürtel sind wir weit unter dem Nitrat-Sollwert. Da haben wir in den letzten 10 bis 15 Jahren mit der Gülleausbringtechnik in unserer Region nichts falsch gemacht, sonst wären die Werte nicht so gut.

Ein...

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Artikel geschrieben von

Berenike Kröck

Redaktion Südplus

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Diskussionen zum Artikel

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von Siegfried Mantel

H.Rauscher und Frau Berenkröcke-Mit Halbwissen sollte man nicht arbeiten sieht man an der Schreibweise Ihres Namens oder

In den Niederlanden wird Gülle seit 1992 eingeschlitzt, der Schleppschlauch wurde dort 1989 verboten und der Schleppfuss mit Ausnahme von ca. 3 % Moorstandorten auch, seit 3 Jahren ist der Schleppfuss nun dort auch auf diesen Flächen verboten, da es heute selbst für diese Standorte hervoragende Schlitzgeräte wie Duport All Track oder den Samson TE oder das System von Schuitemaker gibt, das bei solchen Geräten auch aufwendigere Fässer not wendig sind ist klar, des wegen werden 70 % der Gülle in Holland von LU`s gefahren, aber Mähdrescher hat ja auch nicht jeder Landwirt. Die holländischen Landwirte produzieren mehr Milch als jemals zu vor und was das das Gülle und Nährstoffmanagement anbelangt viel umweltfreundlicher als Deutschland, die Nitratgehalte im Grundwasser wurden in den Niederlanden seit 1992 um mehr als 80 % reduziert, deswegen werden die Niederlande auch nicht von der EU verklagt, obwohl ihr Nitratgehalt immer noch höher ist als der Deutsche, aber Sie haben in 30 Jahren eine gigantische Reduktion erreicht trotz Steigerung der Milchproduktion um 25%. Diese Technik läuft in Deutschland auf einigen Betrieben schon seit mitte der Neunziger, es sind erfolgreiche Wachstumsbetriebe eilweise in Extremlagen und in Ihrem Umfeld schlitzen mittlerweile fast alle ein, verkauft hat diese Geräte Michael Horsch mit Wolfgang Nürnberger ab 1992, mit seinen Gülletracs. Am Spitalhof in Kempten(Allgei, oder Allgäu für die Ausländer) hatte ich das große Glück 2008 H. Rainer Schröpel, damals bereits 24 Jahre Leiter des Spitalhofes, kennen zu lernen einen absoluten Grünlandprofi und Düngungs- und Güllespezialisten, für einen Unterfranken aus dem Norden von Bayern eher ungewöhnlich oder eine Ehre. Rainer Schröpel hatte bereits zwischen 1999 und 2004 Exactversuche zu Güllezusätzen durchgeführt, das Ergebniss war in der Effizienz ernüchternd( bericht bei LFL zu habne oder bei mir), Gesteinsmehle und der Gleichen haben dann /kg ausgebrachten Stickstoff schlechtere Erträge gebracht wie unbehandelte Gülle, das Ablaufverhalten von der Narbe war nicht besser sonder teilweise schlechter als bei unbehandelt, einzig mit ASL behandelte Gülle zeigte ein besseres Ablaufverhalten und vor allem je Kg ausgebrachten Stickstoff aus Gülle und ASL deutlich höhere TM Erträge(ca. 14%) als bei CATOMIN oder Bioaktiv oder unbehandelt, bitte berücksichtigen Exactversuche mit damals einzigartiger Versuchstechnik, die heute als Standard in Deutschland gilt, sehr interessant das Rauscher (Initiator der Petition)und seine Kollegen, nicht mal die Ergebnisse ihres eigenen Versuchsgutes kennen, das sind Landwirte, da fällt mir nichts mehr dazu ein, doch aufhören. Den z. B. in Isny auch Allgäu, aber nicht mehr Bayern fahren die Betriebe Klaus Halder und C.+G.Maier GbR in Extremlagen mit einem Veenhuis 1-Achser mit Schlitzgerät incl. Nachsaateinrichtung seit 9 Jahren mit Topergebnissen, in diesem Jahr werden die Maiers in Verbindung mit Cultandüngung(12m Bodeninjektion mit Geländeanpassung) die 25-27to TM/ ha knacken(im Grünland). Ich vermute mal die Maiers haben in 10 Jahren auch noch Kühe. In den Versuchen der TUM von 2004-2008(Mehrerträge in der Injektion im Vergleich zur flächigen Ausbringung und sofortigen Einarbeitung bis 15%, nur zur Info Exactversuche die nicht wegen dem Düngesystem gemacht wurden(sondern wegen der Piadin Wirkung) aber auch im in der letzten Diplomarbeit in Triesdorf mit Abschluss 2011 wurde nach gewiesen das selbst unter den Bedingungen das der Landwirt mit dem eigenen Fass abends fährt und es wie dort in einem Fall 2 mm nachts regnet, es mit dem Schlitzgerät am Nächsten Tag früh um 9.30uhr bei Sonnenschein und schlecht eingestellt trotzdem 9 % höhere Weizenerträge mit 14% höheren Rohproteinerträgen gab, die Versuche wurden mit einem Standard Güllefass und Selbstfahrer gemacht. Es war eine Anlage mit 36 Parzellen wo auch KAS, Cultan mit HAS-Lösung, Ahl mit Spritze und Entec als Volldünger dabei war. Wenn mit Halbwissen Politik gemacht wird ist das gefährlich

von Stefan Schloegl

bodennahe gülleausbringung

dann wird in kleinen ortschaften verstärkt am wochenende ausgebracht und nachts da gibt es den wenigsten wiederstand bei überbetrieblicher ausbringung

von Christoph Schlemmer

Geld regiert die Welt

Die Industrie hat die Technik entwickelt und gebaut, viel Geld investiert, das will sie jetzt mit Hilfe der Politik zurückhaben und noch mehr dabei. Nutzen und Sinn interessiert keinen.

von Matthias Everinghoff

Prallverteiler für kleine Fässer

Was spricht dagegen den Prallverteiler für Fässer bis 8 cbm zu erlauben? Die größte Güllemenge würde dann immer noch mit Streifenverteilern verteilt und man würde regionalen Besonderheiten und kleinen Betrieben entgegen kommen.

von Albert Maier

Hinter vorgehaltener Hand ...

.... geben auch Fachleute zu, dass die Düngeverordnung in ganz vielen Teilen total kontraproduktiv ist und der Umwelt schadet!

von Rudolf Rößle

Was

spricht für kleine Prallteller am Schlauchende? Was größere Probleme bereitet, ist das zu große Gewicht der Fässer. Bodenverdichtungen sind nicht zu vermeiden.

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