Pflanzenbau

Weidelgras: Sortenwahl mit Strategie Plus

Weil Deutsches Weidelgras meist langjährig genutzt wird, sollten Sie die Sorten für Ihre Mischungen sorgfältig aussuchen. Wir zeigen, wie Sie dabei vorgehen können.

Das Sortenbewusstsein für Futterpflanzen ist in der Praxis im Vergleich zu Getreide, Raps oder Mais oft nicht so stark ausgeprägt. Dies liegt auch daran, dass der Landwirt in aller Regel nicht eine einzelne Sorte selbst direkt erwirbt, sondern eine Mischung von Sorten und unterschiedlichen Arten.

Aber auch hier gilt: Die Kette bricht am schwächsten Glied. Gerade bei Ansaaten mit langjähriger Nutzungsperspektive lohnt sich die Beschäftigung mit den Eigenschaften der eingesetzten Komponenten, da die getroffene Saatgutwahl sich auf mehrere Nutzungsjahre auswirkt.

Bei der Saatgutwahl sollte man nicht nur auf den „Ertrag“ und die „Ausdauer“ achten, sondern auch die übrigen wertbestimmenden Merkmale für den betrieblichen Erfolg nutzen. Bedingt durch die vielfältigen Kombinationen von Klima, Boden und Nutzungsmöglichkeiten von Futterpflanzen erhalten die Merkmale einer Sorte dann ein unterschiedliches Gewicht.

Von Vorteil ist, dass die Landessortenversuche der süddeutschen Bundesländer bei Futterpflanzen gemeinsam angelegt und länderübergreifend nach Anbaugebieten ausgewertet werden. Ebenso gehen die Ergebnisse aller Wertprüfungen in diesen Gebieten in die Verrechnung ein.

Eine ausführliche Übersicht über die Sortenempfehlungen für Bayern finden Sie in der Südplus 9/2019.

Trockenmasseertrag

Die Trockenmasseerträge zeigen zum Teil sehr deutliche Wechselwirkungen zwischen den Anbaugebieten und Sorten. Das heißt, in einem Anbaugebiet ist eine bestimmte Sorte eine der „Topsorten“, unter den deutlich unterschiedlichen Bedingungen eines anderen Anbaugebietes liegt sie jedoch nur im Mittelfeld.

Weil Futterpflanzen beim „Ernteertrag“ im Vergleich zu anderen Arten einen geringen Zuchtfortschritt haben, ist es unverzichtbar, dieses Potenzial der Praxis verfügbar zu machen. Denn die Unterschiede zwischen den Sorten betragen 20 % und reichen damit fast an den Ertrag eines Schnittes heran.

Ausdauer ist wichtig für Grünland

Im komplexen Merkmal „Ausdauer“ sammeln sich letztlich die Sorteneigenschaften, die eine Lebensdauer unter den regionalen Bedingungen verlängern. Diese sind in Süd- und Norddeutschland unterschiedlich.

In den Dauergrünlandlagen hat das Merkmal...

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