Weiderind

Weiderinder aus dem Frankenwald

Im Frankenwald betreiben Mutterkuhhalter und Metzger ein rassenübergreifendes Markenfleischprogramm. Die Initiative kam von Naturschützern, um das artenreiche Grünland zu erhalten.

Dass Naturschützer und Landwirte miteinander ein Projekt auf die Beine stellen und beide Seiten davon profitieren, kommt selten vor. Beim Regionalvermarktungsprogramm Weidewelt Frankenwald e. V. ist es gelungen.

Vor gut zehn Jahren suchte die Kreisgruppe Hof des Bund Naturschutzes nach Wegen, wie sich die meist mageren und artenreichen Grünlandflächen auf den Höhenzügen des Frankenwaldes offenhalten ließen. Den Naturschützern war klar, dass dies nur möglich ist, wenn der Aufwuchs von Tieren genutzt wird und diese dann gewinnbringend vermarktet werden können.

Klares regionales Profil

Bei einer Bestandsaufnahme stellten sie fest, dass es in der Region viele Mutterkuhhalter mit Weidehaltung gab, aber mit sehr unterschiedlichen Rassen. Die befragten Landwirte und interessierte Metzger aus der Region entschieden sich deshalb für ein klares regionales Profil. Das war einfach möglich, weil der Naturpark Frankenwald die Mittelgebirgsregion weitgehend abbildet und den Landkreis Kronach sowie Teile der Landkreise Hof und Kulmbach umfasst.

In Absprache mit den Naturschützern entwickelten sie folgende weitere Kriterien für ein Markenfleischprogramm:

  • Die Mutterkuhhalter müssen ihre Tiere im Sommer auf der Weide halten.
  • Programmteilnehmer müssen auf
  • 50 % der Grünlandflächen des Betriebes...

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