Grünland

Wenn Engerlinge zur Plage werden

Die Schäden durch Engerlinge im Grünland nehmen durch den Klimawandel und die zunehmend pfluglose Bodenbearbeitung zu. Besonders betroffen sind in Bayern z.B. die Landkreise Landsberg am Lech, Aschaffenburg oder Passau. Wie kann man vorbeugen und lassen sich betroffene Flächen sanieren?

Die Schäden durch Engerlinge im Grünland nehmen durch den Klimawandel und die zunehmend pfluglose Bodenbearbeitung zu. Besonders betroffen sind in Bayern z.B. die Landkreise Landsberg am Lech, Aschaffenburg oder Passau. Wie kann man vorbeugen und wie lassen sich betroffene Flächen sanieren?

Der Feldmaikäfer war nie ganz weg, er fiel nur nicht so stark auf, weil seine Engerlinge unterirdisch leben, schreibt Dr. Ullrich Benker von der LfL Bayern in der neuen Februar-Ausgabe von top agrar-Südplus. Zudem würden die drei Engerlings-Stadien die meiste Zeit im Generationsintervall des Maikäfers einnehmen, die erwachsenen Käfer werden dagegen nur vier bis sechs Wochen alt.

Der Wissenschaftler rät zur Bekämpfung im Frühjahr zu einer mechanischen Bodenbearbeitung mit einer Fräse auf 6 bis 8 cm Tiefe. Darüber hinaus sei der Einsatz des Pilzes Beauveria brongniartii als Gegenspieler wirksam. Mehr Tipps zur Bekämpfung finden Sie jetzt in der neuen Ausgabe von top agrar-Südplus.

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

@Paul Siewecke

Natürliche Gegenspieler!! Da möchte ich an so manche alte Berichte verweisen, in denen die Kinder schulfrei erhielten, um der Maikäferplage her zu werden. Hierzu sei auch nur mal an Wilhelm Busch erinnert. Ja, es gab sogar Rezepte für eine Maikäfersuppe. Sie soll an Krebse erinnern und die Studenten hätten sie im 19. Jhd. sogar ganz einfach so "gesnackt", damals war aber auch Kuttelsuppe bei denen ein übliches Essen. Hunger ist der beste Koch!! Also Herr Siewecke, ihre Argumentation kann also nicht ganz stimmen. Denn diese Maikäferplagen waren in aller Regel vor der Zeit der chemischen PSM, also einer "heilen" Landwirtschaft und Umwelt. Wo es demzufolge genügend "natürliche Gegenspieler" hätte geben müßen. Wie paßt das dann zusammen?

von Paul Siewecke

ich lese das allerdings so:

Klimawandel, pfluglose Bodenbearbeizung und sicher noch einige andere Faktoren fördern das Massenauftreten einzelner Organismenarten, in diesem Fall Engerlinge, bis hin zu einer Besatzdichte, die diese Organismen zu ertragsrelevanten Schädlingen für die Kultur werden lässt. Wenn einzelne Arten in ihrer Häufigkeit vollkommen aus dem Ruder laufen, so ist die Ursache aber eher das Fehlen der natürlichen Gegenspieler, also eine massive Störung des natürlichen Gleichgewichtes. Und schlussendlich also läuft etwas grundlegend verkehrt!

von Gerhard Steffek

Pfluglose Bodenbearbeitung?

Lese ich da richtig? Die pfluglose Bodenbearbeitung fördert den Maikäfer, die Artenvielfalt? D.h. jetzt auf den Maikäfer bezogen (und wahrscheinlich nicht nur den, ich denke hier auch an den Laufkäfer "Körnerwarze") haben gerade die Landwirte die besonders Minimalbodenbearbeitung betrieben, wenngleich auch in Verbindung mit chemischen PSM wie Glyphosat, alles richtig gemacht? Oder bin ich da auf dem falschen Dampfer? D.h. diese Form der Landwirtschaft ist ja dann nicht nur umweltschonender Arbeiten, sondern auch noch nachhaltiger? Ich brauche weniger Treibstoff, schone den Boden, dessen Struktur, Humus, Bodenleben. Herr Prinz zu Löwenstein, Frau Agnes Becker, da würde ich gerne mal mit ihnen darüber diskutieren. Übrigens behandelt heute unter der Rubrik "Artikel des Tages" Wikepedia den Punkt "Massenaussterben". Es gab ja bekanntlich mehrere solcher Ereignisse. Komischerweise ging das Leben auf der Erde trotz allem immer wieder weiter. So sehr ich es hoffen würde, eines wird aber nie aussterben: "die Dummheit des Menschen". War sich ja Einstein schon sicher das diese unendlich sein kann, im Gegensatz zum Universum.

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