Landtechnik

Werde jetzt Agrarservicemeister!

Wer diese Fortbildung in Triesdorf absolviert, ist in der Landtechnikbranche auf alles vorbereitet.

Gerade für Personen in der Lohnunternehmerbranche oder mit großem Interesse an Technik bietet dieses Programm großes Potential. Die Absolventen können anschließend die Leitung eines Lohnunternehmens zu übernehmen oder in der 2. Führungsebene einsteigen. Dazu gehören Aufgaben wie das Kalkulieren und Organisieren landwirtschaftlicher oder kommunaler Dienstleistungen, die Kundenneugewinnung und -betreuung, die Betriebsorganisation und die Auswahl, Ausbildung und Förderung von Mitarbeitern und Auszubildenden.

2 x Winterkurs

In Wochenblöcken von November bis März über zwei Winter lernen die Teilnehmer neben ökonomischen und pflanzenbaulichen Grundlagen auch Mitarbeiterführung . Zudem legen sie ein Arbeitsprojekt für die praktische Meisterarbeit ab. Ein Thema dafür dürfen sie sich selbst suchen. Die Schüler berichten, dass sie so für ihren eigenen Betrieb Erkenntnisse gewonnen haben. Zumeist handelt es sich um einen Versuch mit anschließender Auswertung.

Ohne vorherigen Abschluss möglich

Zum AMS-Lehrgang führen verschiedene Wege: Entweder einen Abschluss als „Fachkraft Agrarservice“ sowie mindestens zwei Jahre Berufspraxis in einem entsprechenden Unternehmen oder einen Abschluss in einem anerkannten landwirtschaftlichen Ausbildungsberuf sowie mindestens drei Jahre Berufspraxis in Unternehmen des Agrarservice oder in Unternehmen des Pflanzenbaus mit Serviceangeboten. Wer noch keinen Abschluss hat, aber mindestens fünf Jahre Berufspraxis in einem entsprechenden Unternehmen, ist ebenfalls willkommen.

Bafög und Meisterbonus

Die Gebühren, die für den Kurs, die Prüfung sowie die Zulassung erhoben werden belaufen sich insgesamt auf 7350 €, jedoch können die Teilnehmer durch verschiedene Förderprogramme, wie beispielsweise durch das Meister-Bafög, unterstützt werden. Zudem erhalten die Meister in Bayern nach erfolgreichem Abschluss einen Bonus von 1500 €, der unabhängig von der Einkommenssteuer vergeben wird.

Schüler des Programms berichteten ausnahmslos von positiven Erfahrungen, die sie durch den Meister machen durften. Der ASM ermöglichte es einigen Teilnehmern ein zweites Standbein, wie beispielsweise einen Maschinenverkauf, aufzubauen. Oliver Düngers Ziel war es unter anderem ein Ausbildungsbetrieb zu werden. Er lernte im Kurs, richtig mit den Auszubildenden umzugehen, wie auch durch Kurse wie Marketing, die richtigen Auszubildenden anzuwerben. Zudem berichtet er, dass er innerhalb eines Jahres die Kosten der Fortbildung durch Optimierungen im Betrieb wieder eingespielt habe. Andere Schüler berichten vom Vorteil, mit Banken und Steuerberatern auf Augenhöhe zu sein oder beurteilten es positiv sich fortan nicht mehr ausschließlich auf ihr Bauchgefühl verlassen zu müssen, sondern durch richtiges Kalkulieren bessere Entscheidungen treffen zu können.

Nach Abschluss verfügen die Meister über die Ausbildereignung, die Hochschulzugangsberechtigung sowie um Wissen um ihr Unternehmen in Zukunft erfolgreich führen zu können.

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Artikel geschrieben von

Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

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