Interview

„Wir brauchen praxisnahe Lösungen für den Bau von Güllebehältern“ Plus

Viele Landwirte müssen Güllegruben bauen. Doch dem stehen neue Auflagen zur Leckageerkennung im Wege. Walter Nussel, Beauftragter für Bürokratieabbau der Bayerischen Staatsregierung, kritisiert die Regelung scharf und fordert Nachbesserungen.

Seitdem die Anlagenverordnung für wassergefährdende Stoffe (AwSV) in Kraft ist, ist es für Landwirte vielerorts fast unmöglich, einen Güllebehälter genehmigt zu bekommen. Warum?

Nussel: Im August 2018 wurde die Technische Regel wassergefährdende Stoffe 792 (TRwS 792) veröffentlicht, die wegen der AwSV erarbeitet wurde. In dieser TRwS ist ein Beispiel für eine Leckageerkennung skizziert, das unter praktischen Bedingungen in Bayern nicht umsetzbar ist. Anscheinend wollte man ein Rückhaltesystem schaffen. Dieses verursacht aber beim Bau und auch später nur Probleme und bürdet den Landwirten unnötige Zusatzkosten auf.

Zusammen mit der Praxis wurde jetzt eine umsetzbare und vom Umweltministerium anerkannte Alternative entwickelt. Diese ist auf der...

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Diskussionen zum Artikel

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von Thomas Schaffner

Komisch

Im Belebungsbecken einer Kläranlage sind die Ausscheidungen der Menschen. In den Güllegruben sind die Ausscheidungen unserer Tiere. Ein Belebungsbecken braucht weder Leckageerkennung, noch Sicherheitsfolie. Und vor dem Gesetz sind aber alle gleich?

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