Vorstellungsbericht Jan Ellenberger

Ghana Flagge von Ghana
Hallo,

ich bin Jan Ellenberger, 24 Jahre alt und komme aus Leverkusen. Im Anschluss an mein Abitur habe ich ein landwirtschaftliches Studium an der Bonner Universität begonnen. Mit dem Bachelor bin ich im vergangenen Jahr fertig geworden und habe inzwischen die ersten beiden Semester des Masterprogramms Crop Science (Nutzpflanzenwissenschaften) absolviert.

Ich wohne mit zwei Freunden in einer WG in der Bonner Weststadt. Neben dem Studium war ich im vergangenen Jahr Mitglied der Fachschaftsvertretung.

Durch das Studium habe ich ein besonderes Interesse für die Landwirtschaft in den Tropen entwickelt. Dort wird mit relativ einfachen Mitteln gewirtschaftet, Betriebsmittel sind oft nicht verfügbar und die Betriebe sind – zumindest in meinem Zielland Ghana – viel kleiner als hierzulande.

Nach meiner Ausreise am ersten September werde ich ein Jahr lang auf verschiedenen kleinbäuerlichen Farmen im Süden Ghanas wohnen und arbeiten. Mein Aufenthalt findet im Rahmen des weltwärts-Programms des Entwicklungsministeriums statt. Hauptfrucht der Betriebe ist Kakao, aber auch verschiedene Gemüsesorten werden angebaut – sowohl zur Selbstversorgung als auch für den Verkauf auf lokalen Märkten sowie für den Weltmarkt.

Ich erhoffe mir einen tiefen Einblick in die landwirtschaftliche Praxis vor Ort, vor allem aber auch in die Kultur und Lebensweise der Ghanaer. Die Menschen werden als gastfreundlich und lebensfroh beschrieben und ich freue mich sehr auf meinen Aufenthalt.

Ich höre immer wieder wie lang ein Jahr doch sei und ob ich Deutschland nicht vermissen werde. Ich bin mir sicher, dass ich auf vieles verzichten muss. Jedoch gibt mir der lange Zeitraum die Möglichkeit Ghana nicht nur aus einer distanzierten Touristenperspektive zu sehen, sondern tatsächlich einzutauchen in die Gesellschaft vor Ort.

Zurück in Deutschland  werde ich zunächst mein Masterstudium beenden. Was ich danach mache ist noch offen. Ich kann mir vorstellen in der freien Forschung an der Universität zu arbeiten, aber auch ein Beruf in der Entwicklungszusammenarbeit kommt für mich in Frage.

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