Alles am Griff Plus

Mit dem 6250R stellt John Deere auch ein neues Bedienkonzept vor. Wir konnten dessen Entwicklung begleiten und waren erstaunt, wie anspruchsvoll so etwas ist.

Okay, die ersten sind sie diesmal nicht: Erst kürzlich hat John Deere einen Multifunktionsgriff bzw. Fahrhebel für seine Traktoren vorgestellt – als der letzte Traktorenhersteller im Premiumsegment. Dementsprechend hoch lag die Latte.

Wir fanden es spannend, als wir – unter dem Siegel der Verschwiegenheit – die Gelegenheit hatten, die Entwicklung zu begleiten. Über einige Jahre konnten wir uns Prototypen ansehen und ausprobieren. Uns hat dabei überrascht, wie intensiv sich die Konstrukteure um bequeme Gelenkpositionen, unterschiedliche Handgrößen und verschiedene Tastenformen kümmern.

Hebel für Europa:

Der europäische Lohnunternehmer und Großkunde will einen Hebel! Mehr Gerätewechsel, wachsende Isobus-Funktionen. Ganz im Kontrast zu den Ansprüchen amerikanischer Farmer, die hohe Auslastungen mit wenigen Geräten auf großen Feldern erreichen – entlastet durch GPS und Vorgewende-Management. Die Entscheidung, einen eigenen Hebel zu entwickeln, fiel parallel mit dem Entschluss, einen möglichst kompakten Schlepper mit hoher Leistung zu bauen: den 6250R, der in den starken Wettbewerb in der Lohnunternehmerklasse treten sollte. Startschuss: August 2013.

Wie findet man heraus, wie viele Funktionen der ideale Hebel vereint? Zu viele Knöpfe stören – aber fehlt eine wichtige Funktion, verfehlt man das Ziel. Zuerst untersuchte das Team deshalb die wichtigsten Arbeiten und Gerätekombinationen in dieser Traktorenklasse: Mäh- und Bestellkombi, Anhänge- spritze, Ladewagen, Gülletanker. Die Konstrukteure haben zudem über 50 Kunden befragt. Es dauerte Monate, die sehr unterschiedlichen Anforderungen auf eine überschaubare Zahl von Bedienelementen einzudampfen. Den Entwicklern wurde klar, dass sich einige der Tasten frei programmieren lassen mussten – wahlweise mit Schlepper- oder Isobus-Funktionen. Die Klippe: Trotz der Rekonfigurierbarkeit muss der Fahrer natürlich jederzeit wissen, was er tut.

Ende 2013, Anfang 2014 baute das Team unterstützt von Biomechanikern – das sind Spezialisten für das ergonomische Design von Bedienelementen – drei Prototypen: einen sehr...

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