Fahrbericht

Ballentransporter mit geliftetem Gatter

Im Münsterland ist uns ein Ballentransportwagen des bisher relativ unbekannten Herstellers Wiegert über den Weg gefahren. Wir haben uns den Transporter mal genauer angesehen.

An vielen Orten war die Stroh- und Heuernte besonders in diesem Jahr Terminsache. Wenn man dann noch alle Ballen vorschriftsmäßig mit Gurten sichert, dauerts noch länger. Deshalb kommen Ballentransportwagen mit hydraulischen Ladegattern immer mehr in Mode.

Ein relativ junger Hersteller dieser Wagen ist die Firma Wiegert aus dem münsterländischen Ostbevern. Wiegert entwickelt und baut die Anhänger in Deutschland und kann nach eigenen Auskünften auch auf individuelle Kundenwünsche eingehen.

Bei einem frisch gebackenen Besitzer haben wir die neueste Entwicklung ausprobiert: Beim BWD10300 ist die zentrale Aufhängung der Ladegatter mit einem hydraulischen Lift ausgestattet. Die Gatter lassen sich so passend zur Ladung in der Höhe verstellen. Weil beide Gatter schwenkbar sind, kann man den Wagen von beiden Seiten beladen.

Knapp 17 Tonnen Nutzlast

Der Dreiachser hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 24 t, das Leergewicht lag in Testausstattung bei 7,3 t. Das macht 16,7 t Nutzlast.

Die Vorderachse hat eine 1,80 m lange Deichsel – die wir für enge Kurvenfahrten fast schon etwas kurz fanden. Leider ist aus Zulassungsgründen (maximal 12 m Gesamtlänge) keine längere Deichsel möglich.

Die FAD-Achsen sind mit Reifen von Linglong ausgestattet (560-45 R 22,5). Der Wagen ist die erste Saison im Einsatz und bisher hat es laut Besitzer keine Probleme mit dem chinesischen Fabrikat gegeben. Aber laut Hersteller ist die Marke eine „Notlösung“ wegen der weltweiten Lieferengpässe. Normalerweise rollen die Wagen auf BKT- oder Alliance-Reifen.

Die Hinterachse ist als Tandem mit Achslastausgleich ausgeführt, alle Achsen haben eine Parabelfederung. Eine nachlaufgelenkte Hinterachse gibt es...