Immer und überall

Mit exatrek-Datenloggern lassen sich Maschinen von beliebigen Herstellern überwachen und die Feldarbeiten automatisch dokumentieren. Wir haben uns das System bei einer Betriebskooperation angeschaut und nachgefragt, welche Vorteile sich die Landwirte davon erhoffen.

Schon bei unserem Schleppertest im letzten Jahr haben wir mit den Datenloggern exatrek von Exa Computing gearbeitet. Dabei zeichneten wir permanent die Betriebszustände, wie Kraftstoffverbrauch, Zugkraft, Motor- und Zapfwellendrehzahl, Position usw. der Schlepper auf und werteten die Daten anschließend in einem Tabellenprogramm aus. Dass exatrek mehr Funktionen mit einer intuitiven Darstellung in Form eines Web-Portals bietet, konnten wir jetzt auf dem Kooperationsbetrieb Seelmeyer & Woltering in Neuenkirchen im Landkreis Osnabrück näher betrachten.

Alles in Kooperation

Der Betrieb bewirtschaftet zusammen rund 300 ha Ackerfläche und hält Masthähnchen sowie -bullen. Betriebsleiter Michael Seelmeyer ist bereits 2018 bei Facebook auf die Datenlogger von Exa Computing aufmerksam geworden. Auf den deutschen Lohnunternehmer Tagen (DeLuTa) in Bremen im selben Jahr stellte Exa Computing ihr neuestes Tracker-Modell, den T2, vor. Hier kam Seelmeyer auch mit der Firma aus Hamm ins Gespräch. Seitdem ist der Landwirt ständig in Kontakt mit den Entwicklern. Im Jahr 2019 schaffte der Kooperationsbetrieb die ersten Datenlogger für seine Maschinen an. Ab Saisonbeginn 20/21 hat der Betrieb alle Fahrzeuge mit Datenloggern ausgestattet. Neben drei neueren Fendt-Schleppern sind das auch ein Schäffer-Teleskopradlader, ein Kramer-Teleskoplader und zwei alte IHC-Traktoren, die die Futtermischwagen im Kooperationsbetrieb ziehen. Für Michael Seelmeyer war es wichtig, alle Maschinen und so den gesamten Betrieb auf einer Plattform im Blick zu haben. Deshalb hat er sich gegen eine herstellereigene Lösung entschieden.

Verschiedene Tracker

An den beiden älteren IHC-Schlepper ohne Can-Bus sind die Tracker T2 (570 €) installiert. Diese haben ein integriertes GPS-Modul, welches die Position aufzeichnet. Die Position ist jedoch nur ähnlich genau wie bei einem Smartphone, also je nach Bedingungen zwischen 0,5 und 30 m. Bei den IHC-Schleppern sind die Tracker zusätzlich per Kabel mit einem Zündungssignal der Maschine verbunden, um die Laufzeit zu erfassen. Wie viel Diesel die Schlepper verbraucht haben, bzw. wie viel nachgetankt wurde, muss der Fahrer im Anschluss manuell in der Web-anwendung oder App eintragen.

Die neuen Maschinen sind ebenfalls mit dem Tracker T2 ausgestattet. Dieser ist mit einem gerätespezifischen Kabel mit der Diagnosesteckdose in der Kabine verbunden. Der Tracker sammelt Daten des Can-Bus und schickt sie alle 20 Sekunden per Mobilfunkverbindung zu den Servern von Exa Computing. Die Datenlogger haben ebenfalls ein integriertes GPS-Modul. Liegt das korrigierte GPS-Signal des Schleppers jedoch auf dem Can-Bus, zeichnet exatrek die exakte Position auf. Der Standort und die gefahrene Strecke aktualisieren sich im Webbrowser und in der App alle 10 Sekunden. Die Daten des Can-Bus‘ lädt der Tracker zwar durchgehend ins Webportal, sie sind aber erst nach einigen Minuten Motorstillstand als abgeschlossener Arbeitsblock sichtbar.

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