Logisch kombiniert

Mit der neuen Precea 3000 ACC Super bietet Amazone neben den mechanischen und pneumatischen Drillmaschinen nun auch eine Einzelkorndrillmaschine als Aufbau für seine Kreiselgrubber der 3 m-Klasse. Wir haben die Kombination bei der Maisaussaat eingesetzt.

Mit dem neuen Quick-Link-System hat Amazone das Koppeln einer Aufbaudrille mit einer Kreiselegge oder einem Kreiselgrubber wesentlich vereinfacht. Warum dann nicht auch die Bodenbearbeitung mit der Einzelkornsaat kombinieren? Schließlich drillen viele Landwirte so. Das Ergebnis: Die neue Einzelkorndrille Precea gibt es nun auch als Aufbaudrille für die Kreiselgrubber KG und KX. Weil die Maschine aufgebaut ist, lässt sich der Düngertank nah am Schlepper platzieren und mit ordentlich Volumen ausstatten. Zusätzlich bietet die neue Drille die Möglichkeit der teilflächenspezifischen Aussaat und Düngung. Wir haben die Kombi genauer unter die Lupe genommen.

Nur in Kombination säen

Für unseren Test hatte uns Amazone einen KG 3001 Special mit einer 600 mm großen Zahnpackerwalze und Spuranreißern zur Verfügung gestellt. Für unseren KG brauchte es ein ew- und ein dw-Steuergerät. Eines für die optionalen Spuranreißer (2035 €) und eines für die ebenfalls optionale hydraulische Tiefenverstellung (1660 €).

Überzeugt hat uns im Test das Koppeln des KG mit der Precea. Im Vergleich zu den Kreiselgrubbern der vorherigen Serie geht es mit dem Quick-Link-System nun wesentlich einfacher. Die Sämaschine wird optional mit Abstellstützen geliefert (315 €). Zum Kuppeln fährt man einfach mit dem angebauten KG unter die Drille, bis die Koppelpunkte unter der runden Traverse stehen. Anschließend anheben, die beiden Quick-Link-Koppelstellen mit den Verschlüssen sichern und die Drille mit einem mechanischen Oberlenker mit dem KG koppeln. Anschließend noch die Leitungen (Hydraulik und Elektronik) verbinden und fertig. Die Precea ist in der Version ACC nur für die Kombination ausgelegt und nicht für den Solobetrieb. Für das Gebläse und die optionale Düngerschnecke benötigt man zwei ew-Steuergeräte und einen druckfreien Rücklauf. Die Steuerung der Precea erfolgt über Isobus.

Auffällig ist die sehr robuste Bauweise der Sämaschine. Und auch die Ausstattung mit den großen Dünger- und Säscheiben bringt einiges an Gewicht mit. Der Kreiselgrubber mit der angebauten Zahnpackerwalze wog im Test rund 2 t. Die Precea lastet die Kombination mit zusätzlich 1200 kg auf. Hinzu kommen theoretisch noch knapp 1000 kg Dünger und etwa 200 kg Saatgut. Das macht in Summe etwa 4,4 t. Um damit legal auf der Straße fahren zu können, braucht es nicht nur ein schweres Frontgewicht, sondern auch einen ausgewachseneren Schlepper, möglichst ab 150 PS. Zur Not lässt sich die Kombi aber auch mit kleineren Schleppern fahren, wenn man den Düngertank nicht zu voll macht.

ordentlich Volumen

Den 950 l fassenden Düngerbehälter fertigt Amazone aus Stahlblech. Der Deckel besteht aus einer aufrollbaren PVC-Plane, die man mit zwei Gummibändern verriegelt. Leider ist der Laufsteg hinter dem Tank nicht durchgehend. Bei angebauter Düngerschnecke muss man immer von beiden Seiten aufsteigen um die Tankabdeckung zu öffnen und zu schließen. Über die optionale Schnecke (3711 €) mit einem Durchmesser von 150 mm lässt sich der Tank aber leicht befüllen. Die Einfüllhöhe der Schnecke inklusive Rutsche liegt bei ca. 1,10 m. Ohne die zusätzliche Rutsche waren es noch 95 cm. Für den hydraulischen Antrieb reichen 20 l/min aus, maximal sind 32 l zulässig. Zusätzlich lässt sie sich über einen Dreiwegehahn ein- und ausschalten. Ein verstellbares Leitblech am Y-Auslass oben leitet den Dünger in die gewünschte Richtung. Zum Reinigen des Schneckenkastens kann man unten einen Deckel einfach mit zwei Schrauben lösen. Wer die Schnecke nicht ordert, kann den Tank auch von hinten oder von der Seite mit z.B. BigBags befüllen. Dann gilt es 2,10 m Überladeweite von hinten und 2,20 m Tankhöhe zu überbrücken. Ist das Gebläse mit einer verlängerten Luftansaugung (365 €) ausgestattet, ist es aber schwierig den Tank von hinten mit dem Lader zu befüllen.

Die serienmäßige Tankinnenbeleuchtung hat uns gut gefallen. Gut einsehbar ist auch die Düngermenge durch die beiden Fenster vorne im Tank. Außerdem gibt es einen Leermelder, der bei etwa 80 kg Restmenge ein Signal zum Terminal gibt.

Einfach abdrehen

Im Tank verteilt eine Rührwelle den Dünger zu den Dosierern. Vor Fremdkörpern schützen zwei Gitter über der Welle. Bei der aufgebauten Precea ist eine elektrisch angetriebene Düngerdosierung Standard. Über eine Vierkantwelle sind die vier Precis-Düngerdosierer miteinander verbunden. Einen Einzelantrieb gibt es ab der kommenden Saison optional. Die Zellenräder dosieren den Dünger aus dem Tank in jeweils einen Schlauch. Anschließend gelangt der Dünger mit Luftunterstützung zu den Scharen. Die...


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