Mist richtig lagern Plus

Auch Mistlager müssen gesetzliche Anforderungen erfüllen – schon heute. Und die Düngeverordnung schreibt künftig zwei Monate Lagerkapazität für Mist und mindestens sechs für Jauche vor. Willem Tel hat uns erklärt, worauf es beim Bau ankommt.

Die neue Düngeverordnung betrifft auch die Lagerung von Stallmist. Ab 2020 müssen Sie den Mist von mindestens zwei Monaten – im Entwurf standen noch vier Monate – auf dem Betrieb lagern können. Feldmieten werden dabei nicht angerechnet. Für die Jauche müssen Sie mindestens sechs Monate Lagerkapazität vorhalten, denn sie wird wie Gülle behandelt. Bei Jauche und Festmist gelten die Regeln der JGS-Verordnung (Jauche-Gülle-Sickersäfte). Unabhängig von der Düngeverordnung ist die fachgerechte Lagerung von Mist auf dem Hof auch heute schon CC-relevant.

Nur kurz auf dem Feld:

Und die Zwischenlagerung auf dem Feld bleibt weiter erlaubt. Unter bestimmten Voraussetzungen: Die Miete darf in keinem Fall das Grundwasser gefährden. Je nach Bundesland gelten unterschiedliche Abstände, die Sie einhalten müssen. Weil der sogenannte Besorgnisgrundsatz des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) gilt, kann die zuständige Wasserbehörde direkt tätig werden und die Umlagerung verlangen, wenn sie eine Wassergefährdung befürchtet bzw. festgestellt hat. Wollen Sie beim Außenlager auf der sicheren Seite sein, lagern Sie den Mist am besten gar nicht und wenn, dann nicht länger als vier bis sechs Wochen auf dem Feld zwischen. Decken Sie die Miete am besten mit einem Vlies ab. Das leitet einen großen Teil des Regenwassers ab und bremst den Austritt von Jauche deutlich. Viele Behörden sehen schon jetzt die Lagerung im Feld maximal als kurzfristige Übergangslösung und nicht als Ersatz eines Mistlagers auf dem Hof.

Bevor Sie auf dem Betrieb ein Mistlager bauen, sollten Sie sich genau informieren, welche Vorschriften hier gelten. Nichts ist ärgerlicher als ein Neubau, der später beanstandet wird. Beachten Sie auch die bei Ihnen vorgeschriebenen Mindestabstände, z.B. zu Oberflächengewässern (meistens 15 m). Besondere Auflagen gelten natürlich in Wasserschutzgebieten oder in Bereichen, die überschwemmt werden können. Erkundigen Sie sich, ob Sie auch vor der Lagerstätte eine „ausreichende“ Rangier- und Ladefläche vorsehen müssen und wohin diese entwässert (teils gefordert: In Richtung Dunglager). Das kann erheblichen Einfluss auf die Größe des Jauchelagers haben.

Architekten und Bauunternehmer finden die wichtigsten Grundlagen für den Bau der Dungstätte in der DIN 11 622 Teil 1 bis 4 zum Bau von Fahrsilos und Güllebehältern aus Stahlbeton. Auch ein Mistlager ist immer genehmigungspflichtig. Arbeiten Sie bei der Planung mit einem Architekten zusammen, der sich im landwirtschaftlichen Bauen gut auskennt. Zusätzlich können Sie Merkblätter anfordern, z.B. bei der zuständigen Unteren Wasserbehörde. Der Anteil von Eigenleistungen ist begrenzt. Das Bauwerk...

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