Mit dem Russen ins Gelände Premium

Mit dem Auto dort hinfahren, wo es der Schlepper schon schwer hat. Dafür ist der Lada Taiga 4x4 die richtige Wahl. Wir wollten wissen, was der russische Wagen kann und was er nicht kann.

Ja, das Auto ist neu! Das mussten wir mehrmals erklären, wenn wir mit dem Lada Taiga 4x4 vorfuhren. Am Design hat sich seit 1977 kaum etwas getan. Als größte Änderung könnte man wohl die größere Heckklappe mit hochkant gestellten Rückleuchten bezeichnen, die der russische Hersteller AwtoWAS dem Fahrzeug verpasste – und das war bereits 1994. Den früher unter dem Namen Niva verkauften Lada gibt es heute als Dreitürer oder Fünftürer. In Grundausstattung nennt er sich Lada Taiga 4x4. Der von uns eingesetzte Zweisitzer trägt in Deutschland die Zusatzbezeichnung Utility. In Österreich verkauft Lada ihn als Fiskal-Lkw. Das bringt dort Gewerbetreibenden Steuerersparnisse.

Kein SchnickSchnack

Beim Einsteigen fällt einem als erstes der schmale Durchgang für die Füße auf. Mit Arbeitsschuhen bleibt man hier schon oft an den Lautsprecherboxen der Türen hängen. Anschließend steigen einem die unangenehmen Ausdünstungen des Kunststoffs in die Nase. Hat man sich einmal in die bequemen Stoffsitze gesetzt, findet man sich sofort mit fast allem zurecht. Aber einiges passt einfach nicht mehr in die heutige Zeit, wie z.B. der dreigeteilte Schlüssel: ein Schlüssel für die Tür, ein Transponder für die Wegfahrsperre und ein Schlüssel fürs Zündschloss auf der linken Seite des Lenkrads. Das Lenkrad ist leider nicht in Höhe und Neigung einstellbar. Manche Testfahrer hätten zudem gerne den Sitz weiter nach hinten stellen können.

Alle Schalter und Hebel sind eindeutig gekennzeichnet und einfach zu bedienen. Sie geben eine klare haptische und akustische Rückmeldung, wenn man sie betätigt. Leider piept das Fahrzeug nicht, wenn das Licht nach Abstellen des Motors noch leuchtet. So steht man schnell am nächsten Morgen mit einer leeren Batterie da, das ist ärgerlich.

Die Lüftung hat zwei Stufen, die beide wirklich laut sind. Deshalb lässt man das Gebläse häufig freiwillig aus. Zwei Schieberegler stellen die Temperatur ein. Die Heizleistung ist recht hoch – typisch russisch. Eine Klimaanlage gibt es leider nicht. Dafür haben die Russen aber beim...

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Artikel geschrieben von

Florian Tastowe

Redakteur Landtechnik

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