Unkraut mit Augenmaß bekämpfen Premium

Lemken steigt in die mechanische Unkrautbekämpfung ein. Wir haben uns bei Nicola Lemken und ihrem Team informiert, was hinter der Übernahme des Hacktechnik-Spezialisten Steketee und seiner Kameratechnik steckt.

Spezialisten wie Lemken braucht man eigentlich nicht zu erklären, wie man Boden bearbeitet. Doch das Familienunternehmen hat im letzten Herbst den niederländischen Hacktechnik-Spezialisten Steketee übernommen. Welche Strategie dahinter steht, haben wir Mitte Dezember am Stammsitz in Alpen mit Gesellschafterin Nicola Lemken, dem Geschäftsführer Anthony van der Ley, dem Leiter des Geschäftsbereichs Crop Care Iljan Schouten und dem Steketee-Entwickler Lauwrens Struik diskutiert.

Steketee ist ein Familienbetrieb mit Sitz im niederländischen Stad aan’t Haringvliet. Neben der Marke Steketee mit der Hacktechnik und Grubbern gehört auch der traditionsreiche Pflughersteller Rumptstad dazu. Die Lemken-Leute arbeiten derzeit daran, auch diese Produkte in das eigene Programm zu integrieren. Dabei geht es vor allem um die in einigen Märkten sehr beliebten Pflüge, um spezielle Schälpflüge und um Saatbettkombis für die extra flache Bodenbearbeitung. Der Standort bleibt erhalten.

Hauptfokus der Übernahme ist aber die Hacktechnik. Es handelt sich aktuell um einen regelrechten Trend der Branche. In Ausgabe 6/2018 haben wir bereits über die Ideen von Horsch im Bereich der mechanischen Unkrautbekämpfung berichtet und Ende Oktober gab Amazone bekannt, zum 1.1.2019 den Bereich Hacktechnik von Schmotzer zu übernehmen. Auch bei Amazone baten wir übrigens um einen Termin. Doch die Übernahme war noch so frisch, dass wir uns dazu erst zu einem späteren Zeitpunkt in Gaste treffen werden.

Chemisch und mechanisch:

Nicola Lemken möchte das Angebot ihres Unternehmens konsequent in die Richtung der mechanischen Unkrautbekämpfung ausbauen: „Die Verbraucher fordern das von den Landwirten und wir wollen den Praktikern die passende Technik dafür anbieten.“ Anthony van der Ley ergänzt, dass man natürlich weiter Spritzen verkaufen möchte, doch bereits vor einigen Jahren habe man den aufkommenden Trend erkannt und das Geschäftsfeld Crop Care gegründet, das chemischen und mechanischen Pflanzenschutz bündelt. „Und dazu passte Steketee perfekt. Vor allem wegen der hochentwickelten Kameratechnik.“ Die mechanischen Hackwerkzeuge hätte man auch selbst entwickeln können. Aber bis man bei der hochgenauen elektronischen Steuerung auf gleichen Stand gewesen wäre, hätte es mindestens acht...

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Artikel geschrieben von

Guido Höner

Chefredakteur top agrar

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