Vom Feld in den Drescher Plus

Bald geht die Druschsaison wieder los. Wir haben mit Andrea Feiffer und Oliver Grund darüber gesprochen, wie Sie das Schneidwerk Ihres Mähdreschers wieder schnittig machen.

Damit die Messer richtig schneiden können, muss das Schneidwerk richtig ausgerichtet sein. Lief der Drescher auch im Mais, ist oft die Schneidwerksneigung noch verstellt. Um das Schneidwerk wieder auf den Getreideschnitt zu justieren, stellt man den Mähdrescher auf einen ebenen, glatten Untergrund.

Der Reifendruck muss für das Feld angepasst sein. Mit einer Winkelscheibe mit integrierter Wasserwaage oder einer elektronischen Gradwaage lässt sich am Messer der Winkel ablesen. Dieser sollte zwischen 12 und 15 Grad liegen. Stellt man die Messer mit leerem Korntank des Dreschers auf 15 Grad ein, flacht sich der Winkel mit vollem Tank ab und bleibt weiter im empfohlenen Bereich. Die Schneidwerksentlastung ist richtig eingestellt, wenn Sie mit einer Kraft von ca. 680 N (ca. 60–70 kg) das Schneidwerk außen am Halmteiler anheben können.

1. Scharfe Leistung:

Das Messer verrichtet die meiste Arbeit am Schneidwerk. Bei einem 6,6 m Mähbalken und einer Leistung von 4 ha/h muss jede Klinge etwa 290000 Halme in der Stunde schneiden. Gut gewartete Messer laufen leichter und sparen Diesel. Vergleichen Sie die alten Messer mit einem neuen. Klingen mit abgenutzten Zähnen, Riefen oder Brüchen sollten Sie tauschen. Kontrollieren Sie auch die Zahnzwischenräume. Sind diese ausgewaschen, spießt die Klinge den Halm nur auf und zieht ihn in den Schnittspalt des Mähfingers. Besonders im feuchten und zähen Stroh zahlt sich ein Klingentausch schnell aus. Hier rupfen und reißen die Messer sonst an den Halmen. Das kostet Flächenleistung und geht an die Nerven.

Ist die Schneide vorne stumpf und hinten noch scharf, kann ein Doppelschnitt entstehen. Ein Teil des doppelt geschnittenen Strohs gelangt in den Drescher und belastet die Abscheidung. Damit die Messer auch richtig schneiden können, müssen die Mähfinger die Halme gegenhalten. Dazu sollten die Finger noch möglichst eckig sein. Abgerundete Kanten bieten keinen Halt mehr, Stroh kann sich in den Schnittspalt ziehen. Bei neuen Mähfingern sollte der Spalt ein Maß von 3,8–4,2 mm haben. Das Maß lässt sich mit einem Messschieber kontrollieren. Bei über 5 mm fängt das Messer an zu schwimmen. Bei ca. 5,4 mm ist meist die Verschleißgrenze erreicht, die Klinge schwimmt und kippelt zu stark.

Sind die Finger verbogen, sollte man sie lieber gleich tauschen statt zu richten. Fehlende Schnittleistung und Ausfallzeiten in der Saison wären zu teuer.

2. Nur eine Richtung:

Die Doppelfinger und Führungsplatten führen den Messerbalken in der Höhe und stützen ihn gegen den Druck der Strohwand. Ist der Messerrücken verschlissen, deutet das auf eine fehlerhafte Führung hin. Das Messer fängt an zu wackeln, die Schnittleistung sinkt und der Verschleiß steigt stark an. Die...


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