Wenig Schmutz, wenig Verlust, kurze Liegezeit Premium

Mehr Komfort und bessere Arbeitsqualität sind wichtige Trends in der Futterernte. Ein neues Konzept schneidet wie ein Ladewagen und lädt über wie ein Häcksler.

Schnelle Schnitte, gute Bodenanpassung, hohe Einsatzsicherheit: Die Firmen haben ihre Hausaufgaben gemacht. Die Scheibenmäher bauen ihren Vorsprung vor den Trommelmähern aus. Die Schwerpunktaufhängung hat sich durchgesetzt. Oft kombinieren die Konstrukteure die reaktionsschnelle mechanische Entlastung über Federn mit einem hydraulischen Verstellmechanismus, was für hohen Komfort sorgt. Die Arbeitsbreiten sind ausgereizt. Mähbalken mit 4 m sind das Maximum.

Fella stellt mit der Reihe Ramos-TLX zwei Heckmäher mit 3,10 m und 3,60 m vor. Die Geräte klappen 119° nach oben. Die X-Klappung sorgt für eine gleichmäßigere Gewichtsverteilung beim Transport. Da Fella zu Agco gehört, gibt es die Mäher auch in Fendt- und MF-Farben.

Der Absatz von Aufbereitern geht zurück. Höheres Gewicht und mehr Leistungsbedarf setzen die Grenze. Die Praktiker mähen mit ihren Traktoren lieber breiter und zetten anschließend. Dreifach- bzw. Schmetterlings-Kombinationen haben sich fest etabliert. Pöttinger zeigt die neue, „kleinere“ Kombination Novacat A9 mit bis zu 9,18 m Arbeitsbreite.

Krone stellt mit dem Big M 450 einen neuen Selbstfahrer mit 9,95 m Arbeitsbreite vor. Für den Antrieb sorgt ein neuer 12 l-Liebherr mit 449 PS. Interessant ist übrigens das sehr lange Ölwechselintervall von 1500 Stunden. Krone ist zurzeit der einzige Anbieter von selbstfahrenden Mähern in Europa.

Intelligent Mähen:

Zur Messe gibt es neue Lösungen, um die Leistung von Kombinationen effizient zu nutzen. Dabei geht es bspw. um die Überlappung: Enger am Hang und in Kurven um „Bärte“ zu verhindern, weniger Überlappung für mehr Flächenleistung bei Geradeausfahrt. Vicon nutzt beim GeoMow das GPS und steuert so die Seitenverschiebung. Gleichzeitig heben die Mähwerke am Vorgewende oder in Keilen automatisch unabhängig aus. Claas verwendet für eine ähnliche Steuerung ein Gyroskop, der Big M 450 von Krone verrechnet dazu den Lenkwinkel.

Auch für den Seitenhang gibt es Lösungen. Claas erhöht automatisch den Auflagedruck des hangunteren Mähers, um die Abdrift zu reduzieren. Claas, Pöttinger und Vicon steuern die Schwadbänder: mehr Schwung hangaufwärts, gebremster hangabwärts. Pöttinger präsentiert das Cross Flow beim Novacat 352 bzw. für die Kombination Novacat A10: Das ist eine Schwadzusammenführung ohne Aufbereiter. Die geschlossene Konstruktion arbeitet mit Schnecken. Ein Einsatzbereich ist die Grünroggenernte.

Neben den Hightech-Lösungen bauen die Firmen ihr Programm nach unten aus. Viele haben in den letzten Jahren neue Mäher für den Alpin-Einsatz vorgestellt. Diesmal gibt es neue Geräte in diesem Bereich von Fella bzw. Agco.

Unabhängig vom Mähbalken:

Trommelmäher bleiben am Markt, doch ihre Bedeutung geht – vor allem beim Heckanbau – zurück. Im Frontanbau behaupten sie ihre Nische. Interessant bleibt das Angebot bei den Aufhängungen der Frontmäher – geschoben oder gezogen. Die geschobenen Varianten sind leichter, günstiger und arbeiten dichter an der Vorderachse. Gezogene mähen präziser bei mehr Speed, lassen sich schneller einstellen und einfacher an unterschiedliche Traktoren anpassen.

Mähen mit großen Arbeitsbreiten und hohem Tempo ist gefährlich fürs Wild. Von Pöttinger kommt ein mit Silber prämierter Wildretter, der anders als bisherige Systeme arbeitet: Vor der Mäheinheit hängt ein Sensorbalken mit LED-Beleuchtung. Die Sensoren erkennen Tiere durch...

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