Personalie

Agco-Chef Richenhagen geht in den Ruhestand

Der erfolgreiche deutsche CEO in den USA, Martin Richenhagen, steigt zum Jahresende aus dem operativen Geschäft des Landtechnikkonzerns Agco aus. Sein Nachfolger steht bereits fest.

Der langjähriger Agco-Konzern Chef und Aufsichtsratsvorsitzende der Agco GmbH Marktoberdorf, Martin Richenhagen, geht zum Ende des Jahres in den Ruhestand. Das gab am heutigen Donnerstag die Agco-Zentrale in den USA bekannt. Richenhagen hat den Börsenwert des Landmaschinenkonzerns Agco in seiner Laufbahn auf bis zu sechs Milliarden Dollar gepuscht.

Sein Nachfolger Eric Hansotia wird neben der operativen Führung des Unternehmens auch in dessen Aufsichtsrat eintreten. Hansotia ist derzeit als Senior Vice President bei Agco tätig. Der Amerikaner arbeitet bereits seit 2013 für das Unternehmen. Vorher bekleidete er verschiedene Funktionen bei John Deere, in der Zeit er auch für einige Jahre in Deutschland tätig war.

Richenhagen prägt Fendt

Richenhagen habe die Weichenstellungen und unternehmerischen Entscheidungen für die Globalisierung der Marke Fendt und den Ausbau zur Full-Line-Marke maßgeblich bestimmt, heißt es in der Pressemitteilung. Heute könne man festhalten, dass Agco für die Marke Fendt durch die Initiativen von Richenhagen sehr gute Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen hat.

Erfolgskennzahlen von Agco/Fendt von 2004 bis 2020:

  • Zahl der Beschäftigten an sechs Standorten auf knapp 6000 Mitarbeiter mehr als verdoppelt.
  • In Deutschland gibt es inzwischen sechs AGCO/Fendt Standorte, vier davon in Bayern (Marktoberdorf, Asbach-Bäumenheim, Feucht und Waldstetten), den Standort Hohenmölsen in Sachsen-Anhalt und den Standort Wolfenbüttel in Niedersachsen.
  • Fendt Traktorenabsatz um über 70 Prozent gesteigert.
  • Aufbau eines kompletten und attraktiven Fendt Traktorenprogramms von 70 PS bis 517 PS.
  • Sehr erfolgreiche Entwicklung zum Fendt Full Liner mit einem breiten Programm an Traktoren, Erntemaschinen und Spritzen.

Zur Person Martin Richenhagen: Nach dem Studium der Theologie, Philosophie und Romanistik an der Uni Bonn und seiner Tätigkeit als Religionslehrer folgte Martin Richenhagen dem Rat des ehemaligen BDI-Präsidenten Thumann und wechselte in die Wirtschaft. Über ein mittelständisches Stahlunternehmen ging es über den Landtechnikriesen Claas bis zum weltweit drittgrößten, amerikanischen Landmaschinenhersteller Agco mit Hauptsitz in Duluth. Neben seinem wirtschaftlichem Erfolg als CEO von Agco ist der passionierte Dressurreiter in der Pferdesportszene zuhause.


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

AGCO-Chef Martin Richenhagen sieht seinen Konzern gut aufgestellt. Er verweist darauf, dass die Werke in den USA, anders als in Europa, als systemrelevant einegstuft seien.

Die Milliardenankündigung von Julia Klöckner ist für AGCO-Chef Martin Richenhagen ein ganz billiger Ablenkungstrick. Die Ministerin habe keinerlei Ideen für konkrete Maßnahmen, polterte er.


Diskussionen zum Artikel

von Armin Schmitt

Richenhagen geht in den Ruhestand.

Würde in als nächsten Bundeskanzler vorschlagen.

von Gerhard Rieder

Alle Achtung,

Als Deutscher ein CEO bei den Ami's zu werden ist ja absolut die Ausnahme, Hut ab! Ihn bräuchten wir jetzt in der deutschen Politik, da wäre Einiges gerade zu rücken... Ich kann mich an eine Aussage von ihm in einer Talkshow errinern. " meine Frau war Lehrerin in Deutschland und ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Es gibt nichts, was es nicht gibt.

Vom Religionslehrer zum Konzernchef und mutig in seinen Aussagen. Er sollte der Vorsitzende der "Zukunftskommission" werden. Dann könnte ich noch Hoffnung haben.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen