Agritechnica-Neuheiten: Übersicht über neue Grubber, Scheibeneggen, Sämaschinen... Premium

Das Ackern wird wieder vielseitiger. Nach vielen Elektronik-Lösungen auf der letzten Agritechnica zeigen die Firmen in diesem Jahr auch neue Hardware. Eine Übersicht von Guido Höner: Grubber oder Scheibenegge? Das wurde in den letzten Jahren intensiv diskutiert.

Rabe zeigt ein überarbeitetes Pflugprogramm. Den Kormoran gibt es auch als Onland-Version mit Packerarm. (Bildquelle: Pressebild)

Das Ackern wird wieder vielseitiger. Nach vielen Elektronik-Lösungen auf der letzten Agritechnica zeigen die Firmen in diesem Jahr auch neue Hardware. Eine Übersicht von Guido Höner:   Grubber oder Scheibenegge? Das wurde in den letzten Jahren intensiv diskutiert. Weil jedes System seine Stärken hat, bauen die Firmen die Programme parallel aus. Während klassische Scheibeneggen kaum noch Bedeutung haben, gibt es bei Kurzscheibeneggen mehr Varianten.   Amazone stellt die neue Kompaktscheibenegge Catros XL vor. Das Gerät gibt es starr mit 3 bis 4 m Arbeitsbreite und 610 mm-Scheiben. Zusammen mit dem Catros und dem Certos sind das drei Reihen, wie auch bei Lemken mit dem Heliodor, Rubin 9 und Rubin 12. Horsch hat die Joker-Typen CT, RT und HD. Von Kuhn kommt die Optimer XL mit 620 mm-Scheiben. Kerner nennt seine brandneue Kurzscheibenegge Helix (560 mm Durchmesser; 3, 4,5 und 5,5 m). Ein einstellbarer Striegel bremst den Erdstrom vor der Walze. Die Helix soll durch die spezielle Form und Anordnung der Scheiben keinen Seitenzug haben.   Köckerling bringt die angebaute Rebell-profiline- 300 mit 620er-Scheiben und neuer Contour-Walze. Dieser Nachläufer basiert auf der STS-Walze, kann sich aber besser der Bodenkontur anpassen. Von Saphir kommt die Discstar mit 3 bis 6 m Breite. Die Scheiben haben keinen Untergriff und sollen so ruhiger und ohne Seitenzug laufen.   Hauptvorteil der Kurzscheibenegge neben der flachen Arbeit und guten Bodenanpassung ist ihre Unempfindlichkeit gegen Verstopfungen. Das ist aber gleichzeitig ein Nachteil, weil ungleichmäßig verteilte Pflanzenrückstände mehr überrollt als auseinandergezogen werden. Außerdem schneiden die Scheiben das Material nur in einer Richtung. Alles, was in Fahrtrichtung liegt, wird nicht erfasst. Dabei steigen die Anforderungen durch das Greening weiter. Die Firmen bieten deshalb Vorwerkzeuge an.   Lemken zeigt einen Strohstriegel für angehängte Heliodor und Rubin. Amazone hatte bereits auf der Messe 2003 für eine ähnliche Idee Silber erhalten. Die Lemken-Lösung ist weiterentwickelt und arbeitet hydraulisch: Durch seine Kinematik plus Druckspeicher gibt der Striegel Strohhaufen dosiert wieder frei. Die Deichsel muss nicht verlängert werden, denn beim Ausheben klappt der Striegel an den Rahmen.   Kerner zeigt zur Zerkleinerung die Werkzeugkombi X-cut solo für Front und Heck. Das Gerät kombiniert eine Messerwalze mit einer Reihe gewellter Scheiben. Dalbo schneidet mit der überarbeiteten Messerwalze MaxiCut intensiver. Neu sind verschiedene Vorwerkzeuge, wie z. B. gewellte Sechscheiben oder die kleine offene Messerwalze.   Auftakt beim Schneiden machte Väderstad mit der Messerwalze Crosscutter. Die Schweden haben das Konzept weiterverfolgt und stellen die Crosscutter-Disc vor. Diese Scheiben sind stark gewellt und schneiden quasi im Zickzack. Väderstad kombiniert das mit einem vorlaufenden Striegel. Great Plains gehört mittlerweile zu Kubota und zeigt das Scheibengerät Turbo-Max (3, 6, 8 m; alle mit 3 m Transportbreite). Der Winkel der gewellten Scheiben lässt sich passend zum Einsatz von 0 bis 6° verstellen. Die neuen Crosscutter-Scheiben von Väderstad sind extrem gewellt und schneiden quasi kreuz und quer zur Fahrtrichtung.   Mehr Grubber   Im Fokus steht der vielseitige Einsatz – von flach bis tief, von mischen bis nur lockern. Viele Anbieter haben Schnellwechselschare im Programm. Die Intensität der Grubber ist nicht direkt eine Frage der Balken- sondern eher der Zinkenzahl (pro m Breite). Damit zinkenreiche Grubber nicht verstopfen, brauchen sie Baulänge (Durchgang). Das macht angebaute Lösungen anspruchsvoll. Lange getragene Grubber lassen sich meist nur mit leichteren Walzen ausstatten. Deshalb geht der Trend mehr zu gezogenen Geräten.   Zur Agritechnica gibt es eine Reihe überarbeiteter Grubber, die sich teils aus dem Baukasten hochrüsten lassen. Im angebauten Bereich zeigt Kuhn den kompakten Zweibalker Cultimer. ...

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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