Innovation Award

Agritechnica-Silber für ROPA Kartoffelquetsche und R-Connect Monitor

Der Roderhersteller ROPA hat für zwei Entwicklungen die Silbermedaille der Agritechnica-Neuheitenkommission bekommen.

Die ROPA Kartoffelquetsche ist laut Hersteller das neue nachhaltige, herbizidfreie und Ressourcen schonende Verfahren zur Vermeidung von Kartoffeldurchwuchs in der Folgefrucht. Dafür gab es eine Silbermedaille der Agritechnica.

Die Kartoffelquetsche zerdrückt und zermahlt die über Abwurfschächte und Beimengenspur aussortierten Knollen. Dadurch wird die Verrottung gefördert und ein Keimen von Knollen im Folgejahr konsequent verhindert.

Verfahren und Systembeschreibung:

Beim Roden der Kartoffeln werden kleine Kartoffeln über die Beimengenspur aussortiert. Ebenso werden faule, ergrünte oder missgestaltete Knollen vom Verlesepersonal über die Abwurfschächte oder die Beimengenspur aussortiert und als ganz Knollen auf das Feld zurückgefordert, erklärt ROPA.

Durch Einsatz der Kartoffelquetsche würden aussortierte Kartoffeln mechanisch zerkleinert, zerquetscht und vermahlen zugleich. Gequetschte Kartoffeln haben ein deutlich kleineres Volumen mit größerer Angriffsfläche, dadurch wird der Zersetzungsprozess massiv gefördert, ein Keimen im Folgejahr wird verhindert!

Kartoffelquetsche im Detail am Keiler (Bildquelle: Pressebild)

Das sagt der Hersteller zu den Vorteilen:

  • Schnippselmesser aus Hardox auf einem Quetschreifen sorgen dafür, dass von großen Kartoffeln kleine Bruchstücke abgeschlagen werden, bis diese von den Quetschwalzen erfasst, gequetscht und durchgedrückt werden.
  • Die Quetschwalzen aus Gummi sind hydraulisch angetrieben und können variabel in der Drehzahl angepasst werden. Die unterschiedlichen Drehzahlen der zueinander drehenden Räder verstärkt den Zerkleinerungseffekt durch Zermahlen während des Quetschens. Eine mechanische Stein- und Fremdkörpersicherung über vorgespannte Spiralfedern gewährleistet unterbrechungsfreies Roden.
  • In Feldtests erprobtes, sicheres und robustes System mit sehr ruhigem Betriebsgeräusch.

Ackerbauliche Vorteile laut ROPA

  • kein oder deutlich reduzierter Einsatz von Herbiziden zur Durchwuchsbekämpfung
  • Bessere Feldhygiene durch Unterbrechung der Infektionsketten
  • Kein Untergraben der standortorientierten Fruchtfolge
  • Mechanisches Verfahren, auch für den Öko-Landbau geeignet
  • Vorbeugendes System zur Verhinderung von Sortenvermengung
  • Keine Ertragsminderung der Folgefrucht durch konkurrierende Früchte um Licht, Wasser und Nährstoffe
  • Keine Ertragsminderung der Folgefrucht durch Nebenwirkungen von Herbizidmaßnahmen
  • Zeitersparnis durch weniger Kontrolle der Durchwuchsfläche
  • Kein zusätzliches Befahren des Feldes für einen weiteren Arbeitsgang

Weitere Vorteile

  • Einsetzbar in allen Kartoffelanbauregionen
  • Keine Beeinträchtigung der Maschinenleistung
  • Keine Beeinträchtigung oder Gefährdung des Verlesepersonals
  • Sehr ruhiges Betriebsgeräusch, da die beiden Quetschwalzen nicht auf direkten Kontakt laufen
  • Die Quetschwalzen sind robuste Gummireifen, deshalb auch bei Steinanteil ruhiges Betriebsgeräusch ohne spürbare Vibrationen
  • Einsatzsicheres, robustes System mit wenig Verschleiß und geringen Betriebskosten

Mit der ROPA Kartoffelquetsche werde Kartoffeldurchwuchs vermieden, dies erübrige chemische und mechanische Bekämpfungsmaßnahmen, wirbt die Firma abschließend.

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Silber für das R-Connect Monitor

Tiger 6S mit R-Connect Monitor (Bildquelle: Pressebild)

Die zweite Silbermedaille bekommt Ropa für R-Connect Monitor. Dies ist eine intelligente und vollautomatisierte Bilddokumentation während der Zuckerrübenernte.

Während der Rodung und beim Entleeren des Bunkers werden automatisiert Bilder mit zugeordnetem Standort aufgenommen. Dazu ist der Tiger 6S mit mehreren Digitalkameras ausgerüstet. Die Bilder der optionalen Kamera am Kabinendach zum Monitoring des Rübenbestandes vor der Ernte sowie die Bilder der Kamera am Entladeband zur Qualitätskontrolle des Rodeergebnisses während der Bunkerentleerung werden dem Rodeauftrag im R-Connect Portal zugeordnet.

Über den Rübenroder lassen sich die gerodete Fläche, der Ertrag (Anzahl der Bunkerfüllungen) und die Position der Rübenmiete dokumentieren. Mit dieser Agritechnica-Innovation könne nun die Rübenfläche vor der Ernte als auch das Ernteergebnis zusätzlich visuell dokumentiert werden, so der Hersteller.

ROPA nennt als Besonderheiten

  • Bilder von Digitalkameras zum Rübenbestand vor der Rodung in Verbindung mit den Maschineneinstellungen und Positionsdaten
  • Monitoring vor der Rodung auf Verunkrautung
  • Monitoring des Rübenbestandes auf Krankheiten wie z. B. Rhizoctonia oder Cercospora
  • Optional zusätzliche manuelle Bilddokumentation, wenn Unregelmäßigkeiten die Rodung erschweren, z.B. Wasserstelle im Feld, Fremdkörper, Strommasten, Übersaat, etc.
  • Bilder während des Entladevorgangs zur Qualitätskontrolle und Dokumentation des Rodeergebnisses
  • Die Dokumentation des Fremdbesatzes an Erde und Unkraut in der Rübenmiete ist eine sehr wertvolle Information für die Logistik des Abtransportes hinsichtlich Zeitaufwand, Lagerfähigkeit der Rüben etc.
  • Lohnunternehmer bzw. Rodegemeinschaften können mithilfe der Bilder z.B. erhöhten Aufwand (Rodekosten) gegenüber den Auftraggebern argumentieren
  • Viele Sensordaten von Drehzahlen, Geschwindigkeiten, Drücken, Volumenmessungen etc. erhalten durch die zusätzliche Anzeige von Bildern zu den Meßwerten eine deutlich höhere Aussagekraft!

Kabine des Tiger S (Bildquelle: Pressebild)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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