Agro Mover 2.0 jetzt mit Zapfwelle und Dreipunkt

Die Paul Nutzfahrzeuge GmbH hat den 80 km/h schnellen Agrar-LKW Agro Mover erweitert. Erstmals hat das niederbayerische Unternehmen eine mechanische Heckzapfwelle und hydraulischen Heckkraftheber entwickelt.

Die Paul Nutzfahrzeuge GmbH hat den 80 km/h schnellen Agrar-LKW Agro Mover erweitert. Erstmals hat das niederbayerische Unternehmen eine mechanische Heckzapfwelle und hydraulischen Heckkraftheber entwickelt. Dies erweitert die Einsatzbandbreite des Agro Mover in Land- und Forstwirtschaft sowie in ergänzenden kommunalen Nutzungsbereichen künftig um den herstellerunabhängigen Betrieb schwerer Heckanbaugeräte.
 
In Verbindung mit Load-Sensing-Hydraulik und ISOBUS- Terminal ermöglicht dies den gleichzeitigen Betrieb von bis zu insgesamt fünf unterschiedlichen An- und Aufbaugeräten. Dies rückt den Agro Mover in die Nähe der hohen Kompetenz im Geräteeinsatz, die bislang Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Zug- und Arbeitsmaschinen vorbehalten war.
 
Das Premierenfahrzeug ist auf Basis eines Mercedes-Benz Arocs 2051 AK 4x4 realisiert worden. Es wird auf der Rottalschau beim Karpfhamer Fest vom 02.-06. September 2016 und auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 in Hannover vorgestellt.

Darüber hinaus können die hohen Transportleistungen des zug- und nutzlaststarken Agro Mover auch weiterhin uneingeschränkt mit autobahntauglicher Straßengeschwindigkeit erbracht werden: für landwirtschaftliche Einsätze in Kombination mit einer Kugelkopfkupplung, für großvolumige Erntegut- und Materialtransporte mit einer Sattelkupplung – und auf Wunsch auch mit beiden. Die Eintragung des Agro Mover erfolgt in jedem Fall ohne Einschränkung als land- oder forstwirtschaftliches Fahrzeug (LoF Zugmaschinen Ackerschlepper).

Neue Heckzapfwelle 

Agro Mover (Bildquelle: Paul Nutzfahrzeuge)

Die neue mechanische Heckzapfwelle ermöglicht eine große Zahl zusätzlicher Applikationen in allen europäischen Klimazonen, so der Hersteller weiter. Der große Vorteil dieser mechanischen Lösung sei ihre 1:1-Kraftübertragung von der Motor- auf die Zapfwellenleistung (max. 375 kW).
 
Abhängig von der Motorisierung beträgt das abnehmbare Drehmoment bis zu 3405 Nm. Die Anzeige der Zapfwellendrehzahl erfolgt im Display des ISOBUS-Terminals im Fahrerhaus. Bei einer Motordrehzahl von rund 1350/min liegt die Zapfwellendrehzahl bei 1000/min. Die Leistung wird auch bei schwankender Motordrehzahl konstant gehalten. Bei Motordrehzahlen unter 800/min ist die Zapfwelle auch während der Fahrt unter Last schaltbar. Die Zapfwelle ist mittig am Heck in der „Dreipunkt-Standard-Position“ angeordnet. Dadurch kann jedes Anbaugerät sofort betrieben werden.

Die Ausrüstung mit der neuen Heckzapfwelle ermögliche nicht nur den Betrieb von Lade- und Silierwagen mit und ohne Abschiebevorrichtung. Sie erweitert auch das Einsatzspektrum in der Landwirtschaft auf Einsätze mit Wassertanks, Feldspritzen, Futtermischern oder Güllefässern, schreibt der Hersteller weiter. In der Forstwirtschaft könnten Holzhacker und Holzhäcksler problemlos betrieben werden. Weitere Einsatzgebiete finden sich im kommunalen Sektor in Verbindung mit den unterschiedlichsten Mäh-, Mulch-, Fräs- und Winterdienstgeräten, die am Heck montiert werden.

Neuer Heckkraftheber

Um Anbaugeräte unterschiedlichster Art am Heck des Agro Mover ankuppeln und bewegen zu können, hat Paul Nutzfahrzeuge einen hydraulischen Dreipunkt-Heckkraftheber unter Verwendung bewährter Claas-Komponenten entwickelt, der optimal auf das Gesamtfahrzeug abgestimmt ist. Bereits ohne Ballastierung entwickelt er eine beachtliche Hubkraft bis zu 4,5 t. Dazu liefert Paul Nutzfahrzeuge ein insgesamt 1500 kg schweres Frontgewicht, das in vier Teilen modular aufgebaut ist. Damit ausballastiert soll der neue Heckkraftheber bis zu 7 t heben.

Mit dem neuen Heckkraftheber sind Einsätze mit Scheiben- oder Zinkenegge ebenso möglich wie Grubber- und sogar Tiefengrubber-Applikationen. In Verbindung mit der neuen Heckzapfwelle, der leistungsstarken Load-Sensing-Hydraulikanlage mit neun Geräteanschlüssen am Fahrzeugheck und dem ISOBUS-Terminal ergeben sich weitere effizienzsteigernde Nutzungsperspektiven mit Saatbettkombinationen, Sägeräten, Düngestreuern, Kreiselmähwerken, Schlegelmulchern und vielen anderen Geräten.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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