Straßenverkehr

Bußgeldkatalog: Härtere Strafen auch für Treckerfahrer

Seit dem 28. April gilt die neue Straßenverkehrsordnung. Wir haben zusammengefasst, welche Neuerungen für landwirtschaftliche Fahrzeuge gelten.

Die neue Straßenverkehrsordnung gilt seit dem 28. April diesen Jahres. Unser Autor Heinz Haarlammert, Polizeihauptkommissar a. D. hat für Sie die wichtigsten Änderungen in Bezug auf landwirtschaftliche Fahrzeuge zusammengefasst.

Geschwindigkeitsüberschreitung

Die Strafen bei Geschwindigkeitsverstößen sind härter geworden. Das Fahrverbot beginnt jetzt bereits innerhalb geschlossener Ortschaften bei einer Überschreitung von 21 km/h, außerorts ab 26 km/h. Fahren Sie beispielsweise mit dem Schlepper innerhalb einer 30er Zone 51 km/h, so wird neben dem Bußgeld ein Fahrverbot von einem Monat fällig. Bei Treckern, die mehr als 3,5 t wiegen, sind die Bußgelder höher.

Tabelle mit Verstößen

Diese Angaben gelten für innerorts Pkw oder Trecker unter 3,5 t. (Bildquelle: Bußgeldkatalog)

Tabelle Geschwindigkeitsverstöße

Diese Angaben gelten innerorts für Trecker, Lkw über 3,5 t. (Bildquelle: Bußgeldkatalog)

Tabelle mit Verstößen

Diese Angaben gelten für außerorts Pkw oder Trecker unter 3,5 t. (Bildquelle: Bußgeldkatalog)

Tabelle Geschwindigkeitsverstöße

Diese Angaben gelten außerorts für Trecker, Lkw über 3,5 t. (Bildquelle: Bußgeldkatalog)

Schutz von Radfahrern und Fußgängern

Fahrradfahrern und Fußgängern gilt besonderer Schutz. Daher hat die STVO hier neue Punkte mit aufgenommen bzw. bestehende Verstöße mit härteren Strafen belegt.

  • Halten auf Schutzstreifen sowie Parken auf Geh- und Radwegen ist untersagt. Geh- und Radwege sind von der Fahrbahn klar getrennt, entweder durch einen erhöhten Bordstein oder durch eine durchgezogene weiße Linie und einem Fußgänger-/Radfahrersymbol. Ein Schutzstreifen ist durch eine gestrichelte Linie und ein Radfahrersymbol von der Fahrbahn abgegrenzt. Daher gilt: Wer schnell vom Bäcker belegte Brötchen holen will und dafür kurz auf einem Schutzstreifen für Radfahrer anhält, der kaum befahren wird, kassiert ein Bußgeld von 55 €, bei Behinderung sogar 70 € und ein Punkt im Flensburg.

Trecker auf Schutzstreifen

Sie dürfen auf einem Fahrradschutzstreifen nicht halten. (Bildquelle: Atalan)

  • Abstand beim Überholen von Radfahrern und Fußgängern und E-Scootern: Sie fahren mit dem Trecker und haben einen Radfahrer vor sich, den Sie überholen möchten. Außerhalb geschlossener Ortschaften müssen Sie als Fahrer sicherstellen, dass der seitliche Abstand 2 m, innerhalb geschlossener Ortschaften 1,5 m beträgt. Das gilt auch beim Überholen von Fußgängern und E-Scootern.

Trecker überholt Radfahrer

Beim Überholen von Radfahrern müssen Sie innerorts 1,5m Abstand halten. (Bildquelle: Schulze Harling)

  • Abbiegen: Sie wollen mit dem Schlepper innerhalb einer geschlossenen Ortschaft nach rechts abbiegen. Hierbei dürfen Sie nach der neuen Regel nur mit Schrittgeschwindigkeit (höchstens 11 km/h) abbiegen, wenn mit Fußgänger-oder Radverkehr gerechnet werden muss. Das gilt für Kraftfahrzeuge mit mehr als 3,5 t. Halten Sie sich nicht an den Abstand, ist ein Bußgeld in Höhe von 70 € und ein Punkt in Flensburg fällig.

Trecker biegt ab

Innerorts dürfen Sie nur in Schrittgeschwindigkeit rechts abbiegen, falls Sie mit Rad-oder Fußgängerverkehr rechnen müssen. (Bildquelle: Schulze Harling)

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Diskussionen zum Artikel

von Johannes Ertle

Idioten auf zwei Rädern

Daß man die immer noch unterstützen muss und immer noch mehr Rechte einräumen muss. Man sollte meinen die haben Freizeit und somit auch mal Zeit zum Ausweichen. Aber da drückt man sich lieber unterm Spritzgestänge am Vorgewende durch. Und wenn was passiert ist ja klar wer schuld ... mehr anzeigen

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von Hermann Freese

die Neuerungen standen schon vor Corona fest, mussten nur noch in Kraft treten.. ansonsten gebe ich hier dem Tenor meine vollste Zustimmung!

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Wo führt das noch hin

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von Thomas Bröcker

Abbiegeregel

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Die neuen Regeln sind schon recht spannend und sind durchaus problematisch im Wirtschaftswegebereich. Andererseits war es dort schon immer problematisch. Man kann auch bei Mindestabstand von 1 m Radlern nicht überholen, weil man denen auch Rumeinern auf 1 m Breite zugestehen muss. Das ... mehr anzeigen

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Völlig Praxisfrend

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von Willy Toft

Na Bravo, so hemmt man den Warenverkehr, und verteuert den Spediteuer!

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von Roland Pföhler

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3 Meter breite Feldwege wurden als Radwege ausgewiesen und nun soll man 2 Meter Abstand halten mit 3 Meter breiten Maschinen und Gräben an den Seiten. Wie soll das denn funktionieren und wie Praxisfremd ist das denn? Der Amtsschimmel läßt grüßen.

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Das mit den Punkten läppert sich. Und bei 8 Punkten ist der Lappen weg! Verjährungsfristen? 1 Punkt verjährt nach 2,5 Jahren. 2 Punkte nach 5 Jahren und bei 3 Punkten tritt nach 10 Jahren Verjährung ein. Alle 5 Jahre kann man zum Punkteabbau in die Fahrschule gehen. Dann darf man ... mehr anzeigen

von Josef Meier

Diese Wirtschaftswege

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Wie soll man das auf unseren Wirtschaftswegen einhalten.

Bei einem drei Meter Anbaugerät ist das überholen von Radfahrern auf unseren Wirtschaftswegen bei zwei Metern Abstand unmöglich. Also tuckert man hinter den Radlern her bis die genervt zur Seite fahren. Bei der Menge an Radfahrern die allmählich auf den Wirtschaftswegen unterwegs ist ... mehr anzeigen

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