280 - 435 PS

Case IH Magnum AFS Connect will neue Maßstäbe setzen

Nach mehr als drei Jahrzehnten und inzwischen mehr als 150.000 produzierten Traktoren bringt Case IH zur Agritechnica die siebte Generation der Magnum Baureihe nach Europa: den Magnum AFS Connect.

Case IH zeigt auf der Agritechnica die siebte Generation der Magnum Baureihe, den Magnum AFS Connect. Nach Unternehmensangaben hat der Trecker zahlreiche neuen Technologien an Bord, die erstmalig in einer Großtraktorenserie zum Einsatz kommen.

Die Baureihe für den europäischen Markt umfasst die Modelle Magnum 280, Magnum 310, Magnum 340, Magnum 380 und als neues Top-Modell den Magnum 400 – mit jeweils maximalen Leistungsabgaben von bis zu 435 PS. Der Magnum 400 ist exklusiv mit dem neuen PowerDrive-Getriebe 21/5 erhältlich und bietet als Schalttraktor 40 und 50 km/h bei reduzierter Motordrehzahl.

Alle Modelle verfügen über einen 8,7-Liter Sechszylindermotor mit Turbolader und Ladeluftkühler (Cursor 9) der Marke FPT Industrial, der die neueste FPT Hi-eSCR2 Abgastechnologie verwendet, um die EU-Emissionsvorschriften der Stufe V zu erfüllen. Die großen Modelle 340, 380 und 400 sind parallel auch als Rowtrac-Version mit Raupenlaufwerken im Heck verfügbar.

Weiterhin bieten die Traktoren eine Hubkraft des Heckhubwerks von bis zu 11.700 Kilogramm; die Hubkraft des optional erhältlichen Fronthubwerks beträgt 4.090 Kilogramm. Sechs elektrische Zusatzsteuergeräte können im Heck und zusätzlich drei im Mittenbereich installiert werden. Die Fronthubwerks-Ausstattung begrenzt dabei nicht die maximale Anzahl der Hecksteuergeräte. Die Hydraulikpumpe ist wahlweise mit Förderleistungen von 160, 221 oder 282 l/min erhältlich.

Der neue Magnum auf der Agritechnica 2019 (Bildquelle: Deter)

AFS Connect: Nahtloser Datentransfer in Echtzeit und Datenaufzeichnung

Vernetzbarkeit eröffnet neue Möglichkeiten: gemeinsame Nutzung von Informationen; Durchführung von Ferndiagnosen; internetgestützte Remote-Verbindung und Datentransfer Ihres Magnum AFS Connect von jedem beliebigen Ort aus. (Bildquelle: Hersteller)

Die neuen Magnum-Modelle sind konsequent auf Precision Farming-Konzepte und ein modernes, digitales Datenmanagement ausgelegt, erklärt Case IH weiter. Sämtliche Informationen zum Maschineneinsatz könnten jetzt aufgezeichnet und in Echtzeit sicher mit dem AFS Connect-Telemetriesystem der neuen Magnum-Modelle übertragen werden.

AFS Connect basiert auf der Precision Farming-Technologie von Case IH Advanced Farming Systems (AFS) und erweitert diese durch neue Hard- und Software, einschließlich eines neuen Monitors, Betriebssystems, Signalempfängers und einer vollständig überarbeiteten Hardware-Umgebung, die unter anderem auch eine Remote-Desktopanzeige des Monitorbilds sowie Fernservice-Funktionen bietet.

Drei Hauptkomponenten als Herzstück von AFS Connect

Ausgehend von einem Clean-Sheet-Ansatz wurde die Kabine für den Magnum AFS Connect völlig neu konzipiert, um alle Kundenanforderungen zu erfüllen. Die Gestaltung erfolgte nach dem Vorbild moderner Automobilinterieurs. (Bildquelle: Pressebild)

Drei Hauptsysteme bilden die AFS Connect-Ausstattung der neuen Magnum-Baureihe: Der neue AFS Pro 1200-Monitor in der Kabine, dessen AFS Vision Pro-Betriebssystem und der AFS Vector Pro-Satellitenempfänger. Damit können Anwender das Traktormanagement und die Precision Farming-Funktionen auf die gewünschte Art und Weise konfigurieren. Der neue AFS Pro 1200-Monitor nutzt das intuitive AFS Vision Pro-Betriebssystem, das vom Fahrer auch ganz nach Wunsch konfiguriert werden kann. Zusätzlich zur Touchscreen-Bedienung ermöglichen freiprogrammierbare Schnellaufruftasten einen einfachen Zugriff auf bestimmte Funktionen beim Feldeinsatz.

Diese drei AFS Connect-Elemente würden in ihrem Zusammenwirken eine nahtlose Kommunikation zwischen Betriebsleiter, Fahrer und – mit Zustimmung des Halters – Dritten wie zum Beispiel dem Händler oder Agrarberater ergeben, heißt es. Mit der Remote-Desktopanzeige könne der Händler beispielsweise helfen, technische Schwierigkeiten verzögerungslos zu beheben und mit der kabellosen Zweiwege-Datenübertragung lasse sich zum Beispiel eine Applikationskarte für die Ausbringung von Saatgut oder Dünger direkt auf den Traktor zu senden.

Kabinenkomfort und Bedienungsfreundlichkeit

Für die Surveyor-Kabine des Case IH Magnum ist auf Wunsch eine semi-aktive hydraulische Federung erhältlich, die Vertikal- und Nickschwingungen mindert und dem Traktor eine hervorragende Fahrstabilität verleiht. (Bildquelle: Hersteller)

„Der Kabineninnenraum der Magnum Traktoren wurde rundum überarbeitet, um eine neue Arbeitsumgebung für den Fahrer zu schaffen, die trotzdem das vertraute Case IH Bedienkonzept besitzt. Eine noch intuitivere Bedienung stand im Fokus der Entwicklung der neuen Bedienelemente und Displays der neuen Magnum mit AFS Connect-Serie“, erklärt Hans-Werner Eder, Case IH Produktmarketing Manager für den Magnum in Europa.

„Die neue Multicontroller-Armlehne hat jetzt vier konfigurierbare Tasten am neuen Multicontroller-Joystick und weitere vier Tasten auf der Armlehne plus einem Drucktaster-Drehregler zur Auswahl der Funktionen des AFS 1200-Monitors. Außerdem gibt es branchenweit einmalige, konfigurierbare Zusatzsteuergeräte-Schalter, mit denen der Fahrer den Traktor exakt auf seine Arbeitsweise abstimmen kann. Die wichtigsten Betriebsdaten des Traktors wie Tankanzeige und Kühlmitteltemperatur können mit einem Blick vom neuen kompakten VIS2 Smartscreen-Display im rechten vorderen Kabinenholm abgelesen werden, das die bisherigen Einzel-Displays im A-Holm ersetzt.“

Der neue Komfort-Sitz lässt sich um 40 Grad nach rechts und links drehen. Die Leistung der Heizung, Lüftung und Klimaanlage des Traktors wurde optimiert und diese Funktion rechts am Kabinenhimmel auf einem Bedienpanel zusammengefasst. Für die vollverglaste Tür gibt es optional einen Wischer. Weitere Besonderheiten sind die Funkfernbedienung mit automatischer Türverriegelung/-öffnung sowie verschiedene programmierbare Funktionen plus einer Handleuchte in der Kabine unten am linken Radkasten.

Lenkbremse für schnelles Wenden

Alle Magnum Rowtrac-Traktoren werden an der Hinterachse mit Raupenlaufwerken ausgestattet, die eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h zulassen; das gilt für beide Raupenbreiten: 61 und 76 cm. (Bildquelle: Hersteller)

Ebenfalls neu für Magnum-Fahrer ist die Lenkbremse, die durch das HMC II Vorgewende Management gesteuert wird. Speziell auf die Rowtrac-Modelle mit Raupenlaufwerk im Heck ausgerichtet, aber auf Wunsch auch für Magnum-Traktoren mit Bereifung erhältlich, unterstützt die Lenkbremse das Wenden am Vorgewende durch die automatische Verzögerung des kurveninneren Raupenlaufwerks beziehungsweise Hinterrads bei der Lenkbewegung des Fahrers.

Eine weitere Option ist die von den Case IH Optum-Traktoren bekannte adaptive Lenkung mit verstellbarer Lenkübersetzung, mit der der Fahrer die für Feldarbeit und Straßenfahrt optimale Anzahl der Lenkradumdrehungen variieren kann.

Der neue Kühlergrill ist auf Wunsch mit LED-Scheinwerfern erhältlich, die, kombiniert mit neuen, an der Kabine montierten 360-Grad-Arbeitsscheinwerfern und einer Verzögerungsschaltung, für den Kabinenausstieg eine Gesamt-Ausleuchtung mit mehr als 35.000 Lumen bieten. An der verjüngten Front des Traktors lässt sich außerdem für eine perfekte Sicht auf Frontarbeitsgeräte und für maximale Verkehrssicherheit eine optionale Kamera installieren, erklärt Case IH weiter.

Der AFS Pro 1200-Monitor zeigt insgesamt vier Kamerabilder an, wobei zwei Kameras standardmäßig in der Premium-Kabinenkonfiguration enthalten sind. Weitere Optionen sind Reifendrucküberwachungs-Sensoren und ein hydraulisches semiaktives Kabinenfederungssystem.

Die Hydraulikpumpe der Magnum-Traktoren weist eine Ölförderleistung von bis zu 282 l/min auf, was auch einen Betrieb mit niedriger Motordrehzahl ermöglicht. So kann ohne Beeinträchtigung der Hydraulikleistung Kraftstoff gespart werden. Die Traktoren können nach Bedarf mit 4, 5 oder 6 Zusatzsteuergeräten ausgestattet werden. Auf Wunsch sind seitliche Steuergeräte für das Fronthubwerk erhältlich. (Bildquelle: Pressebild)

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Albert Maier

Viel Schnickschnak ....

... aber eine wichtige Funktion wie Kühlmittel-, Hydraukiköl- und MotorölSTANDanzeige auf dem Display kriegt kein Hertseller auf die Reihe!

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