Agritechnica-Neuheiten

Das sind die neuen Drillen, Grubber und Kreiseleggen von Kverneland

Kverneland hat die Säkombi e-drill maxi plus vorgestellt, die zugleich Dünger ablegt. Außerdem den Kultivator Enduro Pro, die Kreiselegge der S-Serie und den intelligenten Grubber Turbo T i-Tiller

Kverneland e-drill maxi plus: Säen und Düngen in einem Arbeitsgang

Aus dem westfälischen Soest (ehem. Accord) kommt die neue Säkombination e-drill maxi plus. Sie soll speziell auf die Bedürfnisse der europäischen Märkte zugeschnitten sein, erklärte Kverneland bei der ersten Vorstellung der Maschine am Donnerstag in Norwegen.

Die Säkombination kann säen und düngen in einem Arbeitsgang. Um die kürzere Vegetationsphase auszugleichen, unterstützt beispielsweise die Phosphordüngung die anfängliche Keimung und Entwicklung der Pflanzen. In Versuchen mit Sommerungen hätten sich auf diese Weise Ertragssteigerungen von bis zu 25 % gegenüber Kulturen gezeigt, bei denen der Dünger auf andere Weise ausgebracht wurde.

Häufiger nachgefragt sei auch die Aussaat einer Hauptkultur mit Untersaat. Die Aussaat beider Kulturen in einem Durchgang mache die e-drill maxi plus daher attraktiv. Die Untersaat könne sich so zum Ende oder nach der Ernte der Hauptkultur ungestört entwickeln, heißt es.

Die Kverneland e-drill maxi plus ist mit einem Gesamt-Tankvolumen von max. 2.100 Liter verfügbar. Der Tank kann in zwei Kammern mit einem Verhältnis von 60:40 oder 70:30 unterteilt werden, oder mit 100:0 als Ganzes genutzt werden. Wird ein geteilter Tank genutzt, so wird mit zwei unabhängig arbeitenden Dosiervorrichtungen, die beidseitig angeordnet sind das Saatgut ausdosiert. Zwei von außen einstellbare elektronische Füllstandssensoren überwachen sowohl kleine Rapsmengen als auch größere Bohnenmengen. Das volle Behältervolumen kann nur bei der Aussaat einer Saatgutart genutzt werden.

Mit der e-drill maxi plus sind verschiedene Nutzungsformen möglich – für höchste Flexibilität:

Die Anwendung von

  • zwei Arten von Saatgut,
  • einer Saatgutart und einer Düngersorte
  • einer Saatgutart in Kombination mit z. B. Schneckenkorn
  • einer Saatgutart

Ein zusätzlicher zweiter Auslauf am Säschar legt den Dünger oder die zweite Saat in der Säreihe in nur einem Arbeitsgang ab. So wird der Dünger in Mischung mit dem Saatgut in Reihe ausgebracht.

ELDOS Dosiergerät

Wie bei allen Kverneland e-drill Modellen werden die Ausbringmengen für Saatgut und Dünger über zwei verschiedene Einheiten des Dosiergerätes ELDOS gesteuert. Beide sind ISOBUS-kompatibel und elektrisch angetrieben, so dass Dünger und Aussaatmenge unabhängig voneinander eingestellt werden können.

Per Fernbedienung kann der Fahrer den Kalibriervorgang an der Dosiervorrichtung durchführen. Der Fahrer gibt einfach die gewünschten Werte in das Terminal ein und drückt zum Start die Taste an der Dosiereinheit. Die Kalibrierung erfolgt dann automatisch. Zu jeder Dosiereinheit werden für Fein- und Grobsaatgut oder Düngemittel fünf Standardrotoren mitgeliefert. Der Austausch der Rotoren soll schnell und einfach ohne Werkzeug durchgeführt werden können. Auch der Einsatz von Section Control ist möglich.

Die ISOBUS e-com „Plug and Play" Kompatibilität ermöglicht den Anschluss der e-drill maxi plus an jeden ISOBUS-kompatiblen Traktor und garantiere so die voll funktionsfähige Nutzung durch das eigene Terminal des Traktors, erklärte der Produktmanager in Norwegen.

Alternativ könnten auch der IsoMatch Tellus Pro von Kverneland oder der IsoMatch Tellus GO verwendet werden. Beide sind vollständig ISOBUS-kompatibel. Nicht ISOBUS-kompatible Traktoren könnten außerdem mit der IM Tellus Serie auf ISOBUS-Standard aufgerüstet werden.

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Kreiselegge S-Serie

Kreiselegge

Kverneland S Serie (Bildquelle: Pressebild)

Mit der S-Serie kommt auch eine neue Reihe schwerer Kreiseleggen auf den Markt. Sie ist laut Andreas Potthast, Produktmanager für Sätechnik der Kverneland Group Deutschland, für Großbetriebe und Lohnunternehmen gedacht. Dazu ist sie besonders robust gebaut. Mit dem Schwerlastwannenkonzept können Trecker bis 250 PS genutzt werden. Außerdem sind QuickFit Zinken verbaut. Ohne Werkzeug ist hierbei der Zinkenwechsel möglich. Dafür sind die Zinken über einen speziellen Stift sowie einen Clip gesichert, die im Zinkenhalter montiert sind. Je nach Bodenbeschaffenheit stehen aktive oder passive Zinken zur Verfügung.

Das Standardgetriebe der Kverneland S-Serie ist mit austauschbaren Zahnrädern versehen, mit denen die Rotordrehzahl einfach gesteuert werden kann. Parallelogramm geführte Seitenschilde mit Überlastschutz ermöglichen einen reibungslosen Betrieb sowie eine ebene Saatbettbereitung – auch unter schwierigsten Arbeitsbedingungen.

Um eine optimale Leistung auch bei schwierigen Bodenverhältnissen zu garantieren, ist der Abstand zwischen Wannenboden und Zinkenhaltern besonders groß gestaltet. Dadurch können auch größere Mengen an organischem Material sowie Steine ohne das Risiko von Verstopfungen passieren. Alle Kreiseleggen der S-Serie sind mit vier Rotoren pro Meter Arbeitsbreite ausgestattet.

Zusätzlich sind die Maschinen mit einer stufenlos verstellbaren Planierschiene ausgestattet, die den Boden einebnet und gleichzeitig über einen federbelasteten Überlastschutz verfügt. Außerdem ist die Kombination mit unterschiedlichen Packerwalzen möglich. Die Kreiseleggen der neuen S-Serie sind in den Arbeitsbreiten 3,00; 3,50; 4,00 und 4,50 m verfügbar.

Auch in Kombination mit einer Sämaschine im integrierten Konzept ist es möglich, die Scharschiene über EuroConnection schnell an- und abzukuppeln, so dass die Kreiselegge auch solo eingesetzt werden kann.Die Scharschiene wird via EuroConnection direkt am Walzenrahmen befestigt. Der Kupplungshaken ist dabei dem einer Frontladerkupplung nachempfunden. Dank leicht zugänglicher elektronischer und hydraulischer Schnittstellen kann diese schnell und einfach an- und abgehängt werden.

Auch der Saatgutbehälter kann einfach abgenommen werden. So sei die Kreiselegge innerhalb kürzester Zeit als Solomaschine einsatzbereit. Optional ist die S-Serie auch mit Hydrolift verfügbar.

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Vielseitiger Kultivator: Kverneland Enduro / Enduro Pro

Kverneland Enduro Pro 3000

Kverneland Enduro Pro 3000 (Bildquelle: Pressebild)

Für den flachen Stoppelsturz als auch für den Einsatz in größeren Arbeitstiefen hat Kverneland den Enduro entwickelt. So seien Bodenbearbeitung, Nivellierung und Rückverfestigung für eine perfekte Saatbettbereitung in einem Arbeitsgang möglich.

Der 3-balkige Anbaugrubber ist in Breiten von 3,00 m bis 5,00 m erhältlich. Der Zinkenabstand von 270 mm bei starren Modellen bzw. 285 mm bei der klappbaren Variante in Kombination mit einer hohen Bodenfreiheit von 870 mm soll eine besonders gute Durchmischung ermöglichen und das Verstopfungsrisiko reduzieren. Die maximale Arbeitstiefe liegt beim Enduro Pro bei 35 cm und beim Enduro bei 30 cm.

Der Grubber verfügt über steingesicherte Triflex 700 Zinken, die einen Auslösedruck von 700 kg aufweisen. Das schmale Design und die spezielle Geometrie sollen für eine Reduzierung der Zugkraft sorgen. Ein Aufbrechen verdichteter Böden sei somit problemlos möglich, erklärte Michael Kotthoff, Produktmanager Bodenbearbeitung.

Der Kverneland Enduro/Enduro Pro mit Triflex 700 Zinken stelle so die optimale Wahl für tiefes Lockern und das Arbeiten auf schweren und steinigen Böden dar. Zur Anpassung an unterschiedliche Arbeitstiefen und Aufgaben steht dem Anwender eine große Auswahl an Scharen (gehärtet oder hartmetallbestückt) und Schnellwechselschare im Knock-on System zur Verfügung.

Die Hohlzinkentechnologie ermögliche dem Triflex-Zinken, bis zu 7 cm seitlich auszuweichen. Ergänzt wird dies durch die besondere Form des Zinkens mit zwei Arbeitszonen. Die untere Zone weist dabei einen reduzierten Winkel von 33° aus und bricht den Boden ähnlich einem Tiefenlockerer auf. Bedingt durch die flache Anstellung des Schares in Kombination mit dem Druck des darüberlegenden Bodens würde sich dann ein besonders guter Selbsteinzug ergeben. Die obere Zone mit einem Winkel von 73° ermögliche gleichzeitig eine perfekte Vermischung von Boden und Pflanzenresten, erläuterte Kotthoff.

Die Kverneland Enduro-Baureihe kann wahlweise mit Nivellierzinken oder -scheiben ausgestattet werden. Dabei sind alle Einheiten gegen Überlast gesichert und in Arbeitstiefe und -winkel verstellbar. In Kombination mit optional hydraulisch verstellbaren Randnivellatoren werde eine perfekte Einebnung erreicht. Dank eines zweiten Parallelogramms an der Nivelliervorrichtung und der hydraulischen Tiefenverstellung aus der Kabine biete der Enduro Pro besonderen Komfort für den Anwender bei bester Arbeitsqualität, wirbt das Unternehmen.

Kverneland Enduro Pro 3000

Kverneland Enduro Pro 3000 (Bildquelle: Pressebild)

Die Kombination mit einer Walze ermöglicht darüber hinaus eine schnellere Strohrotte.

Technische Daten

Technische Daten (Bildquelle: Pressebild)

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Intelligenter Grubber: Kverneland Turbo T i-Tiller

Kverneland Turbo T i-Tiller

Kverneland Turbo T i-Tiller (Bildquelle: Pressebild)

Der Kverneland Turbo T i-Tiller soll beste Arbeitsqualität bei höchster Leistung und gleichzeitig niedrigen Betriebskosten gewährleisten. Aus diesem Grund werden die Tiefen- und Nivellierungseinstellungen direkt von der Traktorkabine aus über das ISOBUS-Terminal gesteuert. Darüber hinaus ist die Tiefenverstellung mit der Zugkraftverstärkung verbunden, die Gewicht vom Grubber auf die Hinterachse des Schleppers überträgt und somit zusätzlich Kraftstoff einspart.

Die dynamische Zugkraftverstärkung in Kombination mit der komfortablen Einstellung von Arbeitstiefe und Nivelliereinheit spart laut Kverneland wertvolle Arbeitszeit und Kraftstoff. Die Arbeitstiefe der Maschine und die Höhe der Nivelliereinheit lassen sich einfach per Knopfdruck am Terminal einstellen. Das ISOBUS System des Turbo T i-Tillers verfährt automatisch alle Hydraulikzylinder der Maschine.

Die dynamische Zugkraftverstärkung überträgt Gewicht von den vorderen Stützrädern des Grubbers auf die Hinterachse des Schleppers, um die Traktion zu verbessern. Bei hügeligem Gelände wird die Gewichtsübertragung laufend an die Voreinstellungen angepasst. Das Ergebnis sei ein verringerter Schlupf, was sich positiv auf Kraftstoffverbrauch und Verschleiß auswirkt.

Das Überlastsicherungssystem „AutoProtect“ reagiert auf Überlastungen der Maschine durch Hindernisse oder Querkräfte. Dieses System hebt den Turbo T i-Tiller an, wenn Zug- oder Scherkräfte einen definierten Wert überschreiten.

Die ISOBUS Systeme des Turbo T i-Tillers, wie Zugkraftverstärkung und Werkzeugeinstellungen aus der Schlepperkabine unterstützen den Fahrer, mit optimierter Geschwindigkeit und Einstellung zu arbeiten. Zusätzliche Informationen wie Stunden- und Hektarzähler könnten für die Dokumentation verwendet werden.

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Kverneland hat zum 140 Firmenjubiläum am Donnerstag in Norwegen seine Neuheiten für die kommende Agritechnica vorgestellt. Neues gibt es bei den Pflügen.

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von Max Mustermann

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