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Fendt Tigo ST Ladewagen: Der Große in der kleinen Liga

Mit dem Tigo ST hat Fendt seit 2019 auch kompakte Ladewagen für die Futterernte im Angebot. Das Magazin Landfreund hat sich die beiden größten Modelle genauer angesehen und einem Praxistest unterzogen.

Vor etwa drei Jahren erweiterte Fendt die Ladewagenbaureihe Tigo mit den leichteren Modellen Tigo S und ST nach unten. Während der S über ein Pendelachsfahrwerk verfügt, sind die Modelle der ST-Baureihe deutlich tiefer und die Achsen einzeln am Chassis angebracht. Somit sollen sich diese auch für die Bergregion eignen.

Das Schweizer Magazin Landfreund setzte das größte Modell 50 ST auf dem Testbetrieb im Berner Mittelland ein. Zudem besuchten die Kollegen einen Praktiker, der einen Tigo 40 ST vor einem Jahr kaufte und bereits in der Saison 2021 einsetzte.

Anbau und Deichsel

Starten wir vorne: Während der Tigo 40 ST eine Deichsel mit Spindeleinstellung und Zugöse hat, ist der gefahrene 50 ST mit einer K80-Kupplung und hydraulisch einstellbarer Deichsel ausgestattet. In unserem Test kamen wir nach dem einmaligen Einstellen der Deichsel gut zurecht. Auf sehr stark kupiertem Gelände sowie beim Überfahren von Fahrsilos kann die hydraulische Deichsel jedoch Sinn machen. Unser Testlandwirt hätte sich für seine Bedingungen jedoch auch eher die Zugöse zum einfacheren Kuppeln gewünscht.

Abgestellt wird der Wagen auf einer Drehstütze links neben der Deichsel. Für die Arbeit lässt sich diese praktisch nach oben schwenken, damit an ihr kein Erntegut hängen bleibt. Ordentlich Kraft bedarf es hingegen beim Hochschieben der Stütze und beim Arretieren in einem Lochraster. Alternativ könnte man den Kurbelweg länger gestalten, um das Einstellen im Lochraster zu vermeiden.

In der Praxis

Angetrieben wird der Ladewagen zum einen über die 540er Zapfwelle des Traktors sowie über den Dauerfluss eines Traktorsteuergeräts. Das ist gut, da so wenige Steuergeräte am Traktor benötigt werden. Alternativ kann der Wagen auch nach einer Umstellung am hydraulischen Steuerblock über die LoadSensing-Hydraulik moderner Traktoren bedarfsgerecht betrieben werden – praktisch.

Funktionen, wie das Anheben der Pick-up oder der Heckklappe beziehungsweise das Anlaufen des Kratzbodens, werden elektrohydraulisch über ein einfaches Bedienteil betätigt. Fendt gibt den Leistungsbedarf mit 44 kW/60 PS für den 40 ST beziehungsweise mit 51 kW/70 PS für den rund 1 m längeren 50 ST an.

Während wir den Ladewagen vorrangig mit einem ausreichend motorisierten Fendt 211 Vario betrieben, fährt der Praktiker seinen Tigo 40 ST auch mit einem kleinerem Deutz DX 3.90 mit 55 kW/75 PS. Dies funktioniert nach seinen Aussagen gut, wobei zu beachten ist, dass eine Druckluftbremsanlage für die grösseren Modelle vorhanden sein muss.

Ungesteuerte Pick-up

Die...

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