„Diesel R33“-Projekt gestartet

Die Markteinführung eines Kraftstoffs mit einem deutlich höheren Anteil an erneuerbaren Inhaltsstoffen als in aktuellen Dieselmischungen ist Ziel des neuen Projekts „Diesel R33“, das Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vergangene Woche in Coburg gestartet hat.

Die Markteinführung eines Kraftstoffs mit einem deutlich höheren Anteil an erneuerbaren Inhaltsstoffen als in aktuellen Dieselmischungen ist Ziel des neuen Projekts „Diesel R33“, das Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vergangene Woche in Coburg gestartet hat.

Wie das finnische Ölunternehmen Neste Oil als einer von insgesamt 18 Projektpartnern aus diesem Anlass weiter mitteilte, werden in Coburg in den kommenden zwölf Monaten insgesamt 280 Busse, Autos und Lkw mit der neuen Dieselmischung R33 betankt. Diese enthält laut Unternehmensangaben zu 26 % Neste Oils erneuerbaren Diesel der Sorte NExBTL, wobei es sich um ein hydriertes Pflanzenöl handelt. Hinzu kommen 7 % herkömmlicher, aus altem Speiseöl produzierter Biodiesel, also ein Fettsäuremethylester (FAME). Schließlich werden 67 % fossiler Diesel zugegeben.

Dank der hohen Beimischung von Neste Oils NExBTL-Diesel hat die neue Mischung Unternehmensangaben zufolge den bei weitem höchsten Biokraftstoffanteil von allen Dieselmischungen, die die Anforderungen an Dieselkraftstoffe in der EU erfüllen und übertreffen. Nach der Kraftstoffqualitätsrichtlinie der EU und dem EN 590-Dieselstandard liegt die Obergrenze für die Beimischung von Biokraftstoff der FAME-Art zu fossilem Kraftstoff bei 7 %.

In dem auf ein Jahr angelegten Vorhaben soll die Leistungsfähigkeit der neuen Mischung im Verkehr sowie seine reduzierende Wirkung auf die Emission von Auspuff- und Treibhausgasen getestet werden. Damit wird gemäß Mitteilung von Neste Oil ein Versuch fortgesetzt, der 2010 und 2011 in Coburg und München durchgeführt worden war und aufgezeigt hatte, dass der aus 100 % erneuerbaren Rohstoffen produzierte Kraftstoff perfekt für den Stadtverkehr geeignet ist und die Auspuffemissionen erheblich reduzieren kann. Das jetzt gestartete Vorhaben wird vom bayerischen Umweltministerium, der EU und verschiedenen Partnern aus den Bereichen Forschung und Wirtschaft finanziert. (AgE/ad)

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