Elektrisches Triebachsenkonzept für Anhänger von Fliegl

Fliegl entwickelt zusammen mit John Deere ein geregeltes, elektrisches Triebachsenkonzept für Anhänger. Der Traktor steuert parallel zum Getriebe eine elektrisch angetriebene Achse am Anhänger an. Den Strom liefert ein Generator in der Fronthydraulik. Eine ähnliche Lösung kommt von Joskin.

Fliegl entwickelt zusammen mit John Deere ein geregeltes, elektrisches Triebachsenkonzept für Anhänger. Der Traktor steuert parallel zum Getriebe eine elektrisch angetriebene Achse am Anhänger an. Den Strom liefert ein Generator in der Fronthydraulik. Eine ähnliche Lösung kommt von Joskin.

Wie das Magazin profi ergänzt, lässt John Deere die Fahrstrategie des Getriebes neuerdings mit in die Steuerung des Elektroantriebes für die Triebachse einfließen. So können mehr als 100 kW in die Triebsachse fließen, permanent und ohne Kupplung bis zu 50 km/h. Für den nötigen Strom sorgt ein bürstenloser Generator von Schabmüller mit 7000 U/min (1000er Zapfwelle), der so bis zu 100 kW elektrische Leistung produziert. Bei einem Wirkungsgrad von annähernd 95 % können so die 145 Diesel-PS elektrifiziert werden.

Der Strom wird über drei Stecker mit Kabeln entlang des Rahmens unter der Kabine bis über die Hydraulikanschlüsse im Schlepperheck geleitet. Dort kann der Fahrer verschiedene Geräte mit E-Antrieb koppeln. Auch die Triebachse des Fliegl-Abschiebewagens wird so verbunden.

Generator von John Deere

Generator von John Deere (Bildquelle: Deter)

Die Radmotoren der mittleren, ungelenkten Achse drehen bis zu 12.000 U/min und werden mit einem Getriebe untersetzt. Der Praxiseinsatz von profi zeigte, dass der Anhänger ordentlich mitschiebt und die Boostleistung des Schleppers 60 PS statt 40 PS ab 12 km/h beträgt (Das AutoPowr-Getriebe erlaubt den Boost erst ab 12 km/h, der per Fronthydraulik laufende Generator bringt aber von Beginn an seine zusätzlichen 60 PS Boost). Fazit: mit dem Generator in der Front könne man natürlich nicht direkt Diesel sparen. Abver der Antrieb des gespanns werde effizienter, vor allem, wenn die Boostleistung von neuen Motoren direkt genutzt werden kann. Ebenfallsw Einsparpotenziale biete der hohe Wirkungsgrad des elektrischen Antriebs im vergleich zum hydraulischen Antrieb. Aufgrund des Preises von 78.500 Euro bleibe die serienreife (!) Technik aber noch Zukunftsmusik.

Preise

Der Frontgenerator Smart Drive Control kostet 41.000 Euro, die Schlepperausrüstung 9.000 Ezuro und die Triebachse von Fliegl (ZF) nochmal 28.500 Euro.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen