Im Praxiseinsatz

Elektro-Teleskoplader Faresin 6.26 full electric im Test

Dank seines Elektroantriebs schleicht der Faresin 6.26 full electric auf leisen Sohlen durch den Stall und über den Hof. Welche Vorteile dieses Antriebskonzept noch bringt, haben wir getestet.

Dass er nicht wie alle anderen ist, macht der Faresin 6.26 full electric von Weitem klar: Im Gegensatz zu den dieselbetriebenen Lademeistern des norditalienischen Familienunternehmens rollte dieser Akku-Lader nämlich im eleganten Weiß auf unseren Testbetrieb.

Seit mehr als zwanzig Jahren baut Faresin bereits Teleskoplader im eigenen Werk in Breganze. Mit der vollelektrischen Version des kleinsten Modells 6.26 wurde Faresin zu einem Vorreiter der Lader-Elektrifizierung. Denn der 6.26. full electric hat die Konzeptphase bereits verlassen und steht mittlerweile in der regulären Preisliste.

Der 6.26 full electric baut auf dem bereits vorhandenen Modell 6.26 auf. Die Aufgabe des Dieselmotors teilen sich beim E-Lader ein 15 kW starker Elektromotor für den Fahrantrieb und ein 10 kW-Elektromotor für das Hydrauliksystem. Ersterer sitzt direkt über der Vorderachse, letzterer in der Heckkonsole. Damit ist der Platz unter der Motorhaube frei für den Akku, zwei Wechselrichter, das Ladegerät und einen Ölkühler.

Dass der 6.26 full electric mit insgesamt 25 kW nur auf die halbe Systemleistung des dieselbetriebenen 6.26 kommt, ist Faresin zufolge ein Kompromiss zwischen der Leistung und dem Platzbedarf der beiden Elektromotoren. Größere Motoren hätten mehr Platz benötigt, der schlichtweg nicht vorhanden ist. So liefert der 6.26 full electric mit 5,9 m Hubhöhe und 2,6 t maximaler Tragfähigkeit zwar dieselben Leistungsdaten wie sein Diesel-Kollege, geht dabei aber etwas gemütlicher ans Werk.

Im Alltag hätten wir uns vor allem auf der Siloplatte etwas mehr Biss gewünscht, um die Siloschneidschaufel besser in den Silostock drücken zu können. Bei allen anderen Arbeiten wie dem Ballenstapeln oder dem Entmisten kamen wir mit der Leistung des 6.26 full electric durchaus zurecht.

Große Batterie sinnvoll

Die Lithiumbatterie unter der Motorhaube fasst laut Werksangaben in der Standardausführung 300 Ah bei einer Spannung von 80 V. Auf Wunsch ist wie bei unserem Testmodell auch eine 400 Ah-Batterie zu haben, die wir aufgrund der längeren Laufzeit wärmstens empfehlen. Apropos Wärme: Um den Wirkungsgrad in einem optimalen Bereich zu halten, wird das Batteriepaket bei Bedarf gekühlt oder geheizt. Laut Faresin ist der Energieaufwand in beiden Fällen geringer als der durch den verminderten Wirkungsgrad drohende Verlust.

Dem Akku-Hersteller zufolge beginnt der Speicher erst nach frühestens 2.000 Ladezyklen Kapazität...