Systemvergleich

Entlastungsprobe: Claas Disco-Scheibenmähwerke 360 und 3600 im Vergleich

Claas hat seine Disco-Scheibenmähwerke mit Seitenaufhängung überarbeitet. Wir haben das neue Disco 360 mit dem bekannten Disco 3600 Contour verglichen, das eine Schwerpunktaufhängung hat.

Gerade bei Heckmähwerken mit größeren Arbeitsbreiten sehen viele Praktiker die Schwerpunktaufhängung im Vorteil. Die einfachere Einstellung und der gleichmäßigere Auflagedruck sind sicherlich die wichtigsten Gründe für diese Technik.

Kann ein seitenaufgehängtes Mähwerk da überhaupt mithalten? Und welche Argumente sprechen für eine Seitenaufhängung? Wir sind dieser Frage nachgegangen und haben beim ersten Grünlandschnitt in diesem Jahr das bekannte Claas Disco 3600 Contour mit Schwerpunktaufhängung mit dem neuen Disco 360 mit Seitenaufhängung verglichen.

Die Arbeitsbreite beider Mähwerke ist mit 3,40 m gleich. Aufbereiter hatten die Maschinen nicht. Claas bietet diese bei seitenaufgehängten Mähwerken nur bis 3 m Arbeitsbreite an.

Bekannte Bauteile

Bei den seitenaufgehängten Heckmähwerken folgen dem Disco 3550 und 3150 nun die Discos 360 und 320. Die kleineren Discos 290, 250 und 210 werden durch die Discos 32, 28 und 24 ersetzt. Egal ob Seiten- oder Schwerpunktaufhängung: Der Mähbalken ist bei allen Discos der gleiche.

Claas setzt jetzt bei allen Scheibenmähwerken auf den Max-Cut-Mähbalken mit der Einzelscheibensicherung Safety-Link. Außerdem baut der Hersteller die Mähwerke in Portalbauweise. Das heißt, dass der Mähbalken an beiden Seiten mit dem Rahmen verbunden ist.

Unsere getesteten Mähwerke arbeiten mit Zapfwellendrehzahlen zwischen 850–1000 1/min. Für geringere Aufwüchse empfiehlt der Hersteller, die Drehzahl bis auf 850 1/min zu senken. Die Umfangsgeschwindigkeit soll dann immer noch ca. 80 m/s erreichen und trotzdem für einen sauberen Schnitt sorgen und Kraftstoff sparen. In unserem Versuch reichten die 850 Umdrehungen für weniger üppige Aufwüchse aus – und das auch bei Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 15 km/h.

Unterschiede gibt es zwischen den Antrieben der Mähwerke. Bei den 100er-Discos verläuft die Kraftübertragung über Riemen, die gleichzeitig als Überlastsicherung dienen. Die Riemenspannung lässt sich hinten am Schutz über eine kleine Skala ablesen und bei Bedarf werkzeuglos nachspannen.

Die schwerpunktaufgehängten Mähwerke arbeiten hingegen direkt mit Winkelgetriebe und Kardanwelle. Eine Scheibenkupplung vor dem Getriebe schützt vor Überlast.

Federn statt Hydraulik

Beim Vergleich hat uns vor allem die Mähbalkenentlastung interessiert. Wie gleichmäßig lässt sich diese jeweils einstellen? Und wie groß ist die minimale und maximale Entlastung? Dafür ging es mit beiden Maschinen auf die Waage.

Am Disco 360 stellt man die Mähbalkenentlastung mithilfe von Zugfedern ein. Das System arbeitet mechanisch. Über die große, obere Zugfeder entlastet man den Balken hauptsächlich außen. Mit einer weiteren, kleineren Feder entlastet man den Mähbalken zum Schlepper hin. Die Federn sind laut Claas so montiert, dass die Kraftlinien durch den Schwerpunkt...


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