Marktoberdorf

Fendt 700 Vario mit neuer FendtONE Bedienung

Der neue Fendt 700 Vario kommt mit Fendt Task Manager, agrirouter-Schnittstelle, Fendt Guide Sync und der neuen Bedienphilosophie FendtONE, die in der Fahrerkabine und mobil funktioniert.

Die Baureihe Fendt 700 Vario ist seit Jahren der Bestseller im Fendt Programm. Neu sind jetzt die Bedienphilosophie FendtONE sowie ein ISOBUS Anschluss vorne und ein 6-fach Multikuppler für ein 3. Ventil am Frontlader. Mit der Erweiterung der verfügbaren Spurweiten wird Fendt den Anforderungen auf dem weltweiten Markt gerecht. Der Fendt 700 Vario erfüllt die europäische Abgasnorm Stufe V.

Durchgängige und intuitive Bedienphilosophie

Im Fendt 700 Vario wird erstmalig die On-Board Welt im Traktor mit der Off-Board Welt verbunden. FendtONE heißt die neue durchgängige Fendt Plattform, die sowohl in der Fahrerkabine, als auch im Büro oder gar ortsunabhängig auf dem mobilen Gerät funktioniert. Mit diesem übergreifenden Ansatz von FendtONE verbindet Fendt als erster Hersteller die vertraute Bedienung des Traktors über das Terminal mit einer Plattform für Planungs- oder Kontrollaufgaben, die klassisch im Büro stattfinden. Die Ansicht im Traktorterminal und online haben dabei eine einheitliche, durchgängige Ansicht, damit sich Anwender leicht zurecht finden.

Mit FendtONE kann der Anwender seine Aufträge oder Felddaten ortsunabhängig auf einem Computer oder Smart Device planen, um sie anschließend über Mobilfunk auf den Traktor zu übertragen.

Zunächst sind im FendtONE System Smart Farming Anwendungen für den Profi+ verfügbar, wie Spurführungsfunktionen, der Fendt Task Manager als Anwendung für ein effizientes Aufgabenmanagement, Fendt Guide Sync für das Felddatenmanagement sowie die Dokumentation des Traktoreinsatzes. FendtONE ist eine Plattform, auf der jeder Kunde seine spezifischen Anwendungen findet und deren Funktionalitäten sukzessive erweitert werden können. Es unterstützt den Anwender bei der Optimierung seiner Arbeitsprozesse, Maschinenauslastung und dem Einhalten von gesetzlichen Vorgaben zur Dokumentation und ist so für die Anforderungen der Zukunft gerüstet.

Fendt One funktioniert zu Hause und auf dem Traktor (Bildquelle: Pressebild)

Fendt Task Manager

Arbeitsaufgaben, wie z.B. Pflanzenschutzanwendungen mit mehreren Mitteln auf einer Fläche können mit dem Fendt Task Manager einfach und in wenigen Schritten erstellt werden. Dazu wird zunächst der Arbeitsauftrag gewählt, dann Maschine, Anbaugerät, Mitarbeiter und Feld hinzugefügt und im nächsten Schritt die Pflanzenschutzmittel eingetragen. Sobald der Auftrag erstellt wurde, kann dieser auch für weitere Anwendungen gespeichert werden. Die anschließende Auswertung verringert den Arbeitsaufwand bei der Erfüllung gesetzlicher Dokumentationspflichten erheblich.

Fendt Guide Sync

Fendt Guide Sync synchronisiert alle Feldgrenzen, Spurlinien oder Hindernisse auf allen registrierten Maschinen. Die unterschiedlichen Datensätze der Maschinen werden einmalig über ein mobiles Endgerät organisiert und dann direkt auf alle Maschinen eines Betriebs übertragen. Mithilfe dieser Daten werden Flächen optimal ausgenutzt und auch mit unterschiedlichen Maschinen gleichmäßig und auf übereinstimmenden Grenzen und Spurlinien bearbeitet. Die Synchronisation innerhalb der Flotte reduziert den Kraftstoffverbrauch über den gesamten Maschinenbestand, weil alle Maschinen innerhalb der Flotte abgestimmt fahren und Flächen werden konstant effizienter bearbeitet. Fendt Guide Sync ist ab November 2020 über ein Software Update verfügbar.

Fendt 700 Kabine (Bildquelle: Pressebild)

Professionell Arbeiten mit offenen Schnittstellen

FendtONE bindet auch die Datenaustauschplattform agrirouter ein. Damit ist der Landwirt in der Wahl seiner Betriebssysteme und Maschinen frei, da offene Schnittstellen zum Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen sowie Landwirt und Lohnunternehmer bestehen. Die Anwender behalten immer die volle Hoheit über ihre Daten, da der agrirouter keine Daten speichert und Anwender selbst auswählen, welche Daten mit anderen Systemen geteilt werden. Der komplette Prozess unterliegt den strengen Richtlinien der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Ergonomischere Bedienung

Bei der Entwicklung der neuen Bedienphilosophie im Fendt 700 Vario standen intuitive und individuelle Bedienung sowie Arbeitsergonomie im Vordergrund. So wurde der neue Multifunktions-Joystick mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet und der Kreuzschalthebel ergonomisch optimiert, sodass weniger Umgreifen beim Betätigen unterschiedlicher Anbaugeräte notwendig ist. Über den Individual Operation Manager (IOM) im Terminal wird die Belegung der Tasten gesteuert. Ein durchdachtes Farbkonzept unterstützt den Fahrer sich schnell zurecht zu finden und Bedienungsfehler zu vermeiden.

Alle Funktionen sind in unterschiedliche Funktionsgruppen gegliedert, denen eine Farbe zugeordnet wurde. Über das Farbkonzept sieht der Fahrer sofort, ob Tasten neu belegt wurden. Optional ist neben dem bekannten Kreuzschalthebel auch der neue 3L Joystick mit bis zu drei Bedienebenen und bis zu 27 Funktionen erhältlich. Mit dem 3L Joystick können die Frontlader-Modelle Fendt Cargo und Fendt CargoProfi inklusive Wiegefunktion bedient werden. Zusätzlich können in Kombination mit dem 3L Joystick und den Fendt Frontladern mit einem 3. Ventil erstmals drei Funktionen gleichzeitig ausgeführt werden, wie z.B. mit einer Rundballenzange der Frontlader gleichzeitig angehoben, die Ballenzange eingezogen und die Zange geschlossen werden.

Darüber hinaus können über den 3L Joystick auch ein ISOBUS Gerät und Traktorfunktionen gesteuert werden. Durch den zusätzlichen Reversierknopf am 3L Joystick ist bei häufigem Richtungswechsel ein schnelles und ermüdungsfreies Arbeiten über den ganzen Tag möglich.

Fendt 700 (Bildquelle: Pressebild)

Neue Terminals – mehr Anzeigefläche

Die stetig steigende Zahl der Terminalanwendungen führt zu einem höheren Bedarf an Anzeigeflächen innerhalb des Traktors. Daher gibt es im neuen Fendt 700 Vario in Verbindung mit der neuen Bedienphilosophie einen Verbund aus drei Anzeigemöglichkeiten mit einer zentralen Recheneinheit. Diese bestehen aus einer neuen 9“ digitalen Dashboard-Anzeige, einem 12“ Terminal auf der Armlehne und einem optionalen 12“ Terminal im Dachhimmel. Auf den 12“ Terminals können bis zu sechs frei konfigurierbare Kacheln dargestellt werden, während auf dem Dashboard-Terminal Fendt Guide Funktionen sowie alle Maschineninformationen für Straßenfahrten, entsprechend der Straßenverkehrsordnung, angezeigt werden. Die Dashboard-Anzeige wird komfortabel über einen Dreh-Drücksteller an der Armlehne gesteuert.

Für eine komfortablere Bedienung können die 12“ Terminals zusätzlich über Touch bedient werden. Das 12“ Dach-Terminal kann bei Straßenfahrten für die bessere Übersicht zur Hälfte in den Dachhimmel eingefahren werden. Auf der unteren, sichtbaren Terminalhälfte werden weiterhin Anwendungen wie die Klimaanlage oder Infotainment angezeigt.

Der Verbund der drei Terminals bietet den Fahrern die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung der Anzeigeflächen sowie einen besseren Überblick über die Vielzahl der Funktionen.

Infotainment Paket mit 4.1 Soundsystem

Fendt bietet optional ein Infotainment Paket und zusätzlich ein 4.1 Soundsystem inklusive Subwoofer an. Das Infotainment Paket umfasst eine Freisprecheinrichtung mit acht im Dachhimmel installierten Mikrofonen. Durch die spezielle Anordnung der Mikrofone ist die Klangqualität aus allen Arbeitspositionen optimal. Für eine komfortable Bedienung erfolgt die Bedienung und Steuerung über das Terminal. Neben AM/FM Sendern können auch digitale Sender empfangen und externe Audioquellen über Bluetooth, USB oder AUX abgespielt werden. Zwei Antennen sind um 90° versetzt in den Kabinenscheiben integriert und sorgen so für guten und sicheren Empfang.

Standards für mehr Arbeitskomfort

Der ISOBUS Standard bei Anbaugeräten setzt sich in der Praxis immer weiter durch und um auch hier für die Zukunft gerüstet zu sein, gibt es bei dem Fendt 700 Vario nun einen ISOBUS Anschluss vorne. Damit können Front- und Heckanbaugeräte konsequent mit ISOBUS gefahren werden. Das steigert den Bedienkomfort und ermöglicht die zentrale Bedienung der Anbaugeräte über die Armlehne.

FendtONE wird zunächst in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich und dann sukzessive auf den anderen Märkten eingeführt.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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