Neue Hebelgesetze

Fendt Bediensystem FendtONE im top agrar-Fahrbericht

Fendt hat Fahrhebel, Armlehne und Monitore deutlich überarbeitet. Wir haben das neue Bedienkonzept Fendt One mit zwei Traktoren in der Praxis ausprobiert und stellen Ihnen die Schalter vor.

Das war kein leichter Job für einen Entwickler: Ein neues Bedienkonzept für eine Fangemeinde entwickeln, die das alte eigentlich super findet. Fendt hat den Schritt gewagt und zur letzten Agritechnica das Fendt One vorgestellt. Das Ziel: Die Bedienung sollte an vielen Stellen individualisierbar sein und eine bessere Ergonomie bieten. Und – ganz wichtig – es sollte sich weitgehend selbst erklären, sodass auch Aushilfen direkt losfahren können.

Ist das gelungen? Wir konnten Anfang Oktober zwei Maschinen für Fahreindrücke ergattern. Dabei haben wir den Fokus auf die direkte Bedienung auf der Maschine gelegt. Mit dem „offboard“ Teil, den Dokumentations- und Telemetrie-Lösungen, die ebenfalls zu Fendt One gehören, werden wir uns demnächst detaillierter auseinandersetzen.

Für unseren Praxiseinsatz standen uns ein 314 Vario (Gen4) und ein 722 Vario (Gen6) zur Verfügung. Wir haben die beiden Traktoren mit Messerwalzen, Pflug und Drille eingesetzt. Auffälligstes Merkmal sind die (bis zu) drei Monitore und die Armlehne mit dem neuen Fahrhebel. Sie bündelt jetzt alle Bedienfunktionen. Viele Bedienelemente lassen sich konfigurieren, also mit individuellen Funktionen belegen. Das ist aber nicht komplett frei. Bei einigen Tasten ist die Auswahl von Funktionen begrenzt, damit es später nicht unübersichtlich wird.

Die Belegung der Tasten läuft per Drag & Drop oder Tippen auf dem Touch-Monitor. Das ging relativ einfach und weitgehend selbsterklärend.

LEDs wechseln die Farbe

Damit der Fahrer nicht den Überblick verliert, gibt es Anzeige-LEDs in den Bedienelementen, die sogar ihre Farbe passend zur gewählten Funktion wechseln. Die „Farbenlehre“ hinter dem gesamten Konzept ist logisch und bei Fendt bewährt: Orange für den Antriebsstrang, Gelb für die Zapfwelle, Blau für Hydraulik, Weiß für Komfortfunktionen und Petrol für Mehrfachfunktionen (z.B. Isobus oder Vorgewende-Management).

Die Armlehne besteht aus zwei Bereichen: Vorne befinden sich der neue Fahrhebel, ein Kreuzhebel für die Hydraulik und Schnellbedienung für Monitor sowie Musik und Klima. Dazu kommt eine Tastenreihe. Im hinteren Bereich der Armlehne liegen u.a. Hydraulik, Zapfwellen und Kraftheber.

Viele Fendtfahrer schwören auf den Fahrhebel der aktuellen Modelle. Deshalb haben die Konstrukteure die Grundfunktionen, also beschleunigen/verzögern, Tempomat und Richtungswechsel, unverändert erhalten. Auch das „Kleeblatt“ (im Bild Nr. 1) ist noch da, also zweimal Go/End-Tasten, unter anderem fürs Vorgewende-Management. Gut so!

Neu ist, dass sich zwei doppelt wirkende Hydraulikanschlüsse über Schieber (2) auf dem Hebel auch proportional bedienen lassen – praktisch! Aber Achtung: Ist eine Zeitfunktion hinterlegt, löst diese immer aus, sobald man das Steuerelement bedient. Schön wäre es, wenn man das Ventil durch leichtes Tippen auch ohne Auslösen der Zeitsteuerung bedienen könnte.

Zudem gibt es auf dem Fahrhebel vier neue Tasten, die sich über den Monitor frei belegen lassen. Das ist super für Isobus-Funktionen, die auch dem Kleeblatt zugewiesen werden können. Die obere Taste (3) ist ab Werk schon fürs Lenksystem vorprogrammiert. Die Stopptaste des alten Hebels zum Anhalten einer laufenden Vorgewendesequenz oder Isobus-Funktion hat Fendt übrigens vom Fahrhebel nach unten links in die Schalterreihe verlegt. Es stellt sich die Frage, ob der Fahrer sie hier in Notsituationen schneller findet.

Unten auf der linken Seite des Hebels gibt es einen Block mit acht Tasten und klaren Symbolen, unter anderem für Drehzahlspeicher und Tempomaten (4). Beide Funktionen lassen sich jetzt auch durch drücken-und-halten speichern. Direkt darüber gibt es nun ein neues Daumenrad. Damit...

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vor von Alfons Deter

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