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Fendt Turn Assistant: Hoch die Hände – Vorgewende

Mit Fendt Turn Assistant dreht der Traktor am Vorgewende automatisch um. Diese Funktion ist nun auch für das Bedienkonzept FendtOne verfügbar. Wir haben es mit einem 516 Vario getestet.

Mit Fendt TI Headland soll der Schlepper automatisch am Vorgewende ausheben und drehen. Wie gut das in der Praxis funktioniert, probierten wir mit einem Fendt 516 Vario und verschiedenen Arbeitsgeräten auf unterschiedlichen Feldern aus.

Fendt Vorgewendemanagement: verschiedene Ausbaustufen

Grundlage ist das Vorgewendemanagement Fendt TI. Per Knopfdruck spielt der Schlepper zuvor einprogrammierte Abläufe ab. Für die nächste Stufe Fendt TI Auto ist ein Lenksystem Pflicht. Das System löst die Vorgewendesequenz nach Position aus. Dazu muss der Fahrer eine virtuelle Vorgewendelinie im Lenksystem anlegen. Nachdem der Traktor die Sequenz ausgelöst hat, kann der Fahrer ins Lenkrad greifen und den Traktor in die nächste Spur lenken. Hat der Fahrer das Lenksystem vor dem Überfahren der virtuellen Vorgewendelinie wieder aktiviert, setzt der Traktor das Gerät auch selbst ein.

Im nächsten Schritt ergänzt der Fendt Turn Assistant die Funktionen. Hiermit ist eine automatische Wendung möglich. Die Verbindung der verschiedenen Module nennt sich Fendt TI Headland. Mit dem Softwareupdate F04 im November 2021 sind zu dem U-Turn und dem Beetmodus die beiden Varianten Y-Turn und K-Turn dazugekommen. Diese sollen besonders für kleinere Arbeitsbreiten geeignet sein, da sie am Vorgewende auch rückwärts setzen und so weniger Platz benötigen.

Fendt Turn Assistant: die Vorbereitungen

Damit der Traktor automatisch umdrehen kann, muss man zuallererst eine Feldgrenze anlegen. Hat man bereits die Grenze mit einem Fendt-Schlepper aufgezeichnet, lassen sich von diesem die Felddaten inklusive Spurlinien einfach per USB-Stick übertragen. Das funktionierte im Test tadellos. Eine drahtlose Übertragung durch Task Docs über eine Ackerschlagkartei ist möglich.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Feldgrenze direkt an der Außenkante des Anbaugeräts aufzunehmen. Dazu fährt man komplett mit dem Schlepper an der Grenze entlang.

Die einfachste Art ist die Nutzung der sogenannten Kontursegmente. Dabei kann man in einer Abfolge etliche Spurlinen generieren, die später als ein Paket zusammengezogen werden. Fehler sollte man sich bei der Aufzeichnung aber nicht leisten. Denn einzelne Kontursegmente zu löschen und dann zu ersetzen, ist erst nach Abschluss der Aufzeichnungen im Untermenü möglich.

Mit dem vorletzten Softwareupdate lassen sich mehr als 20 Kontursegmente erstellen. Nun zeigt eine Prozentzahl die genutzte Speicherkapazität an. Je nach Komplexität der Segmente kann man dann deutlich mehr als 20 Konturen aufnehmen. Wir haben eine 7 ha große Fläche mit 19 Konturen aufgenommen und hatten noch ca. 37 % Speicherkapazität frei. Das ist eine deutliche Verbesserung.

Aus den aufgenommenen Kontursegmenten kann man anschließend eine Feldgrenze ableiten. Das funktioniert in den allermeisten Fällen sehr gut. Auch Ecken stellt das System gut dar.

Innere Vorgewendelinie ableiten

Nachdem man die Feldgrenze angelegt hat, lässt sich daraus eine Vorgewendelinie ableiten. Bisher war nur ein umlaufendes, gleichgroßes Vorgewende möglich. Seit dem Update lassen sich die Vorgewende an den verschiedenen Feldseiten unterschiedlich groß gestalten. Dazu gibt es ein Vorgewendesegment-Management. Hier gibt man zuerst die Anzahl der gewünschten, unabhängigen Vorgewendelinien ein. Als Beispiel wählt man bei einem Rechteck vier Segmente aus. Leider stimmt die Nummerierung nicht mit den Kontursegmenten überein, selbst wenn beide Segmente die gleiche Anzahl haben. Das sorgt für Verwirrung. Das Terminal stellt alle Vorgewendesegmente in einer Tabelle dar....

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