Zürn

Garford Contractor: Flexible Hacktechnik für Großflächeneinsatz

Garford hat ein komplett neues Hacksystem für Großbetriebe entwickelt. Das Gerät verfügt über drei einzelne Verschieberahmen mit jeweils eigener Kamera zur Steuerung entlang der Reihen.

Die mechanische Beikrautbekämpfung gewinnt auch im konventionellen Landbau immer mehr an Bedeutung. Grund dafür sind unter anderem die zunehmende Resistenz von Unkräutern gegenüber Herbiziden und der wachsende gesellschaftliche Druck mit weniger synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu arbeiten.

Doch um eine Leistungsfähigkeit ähnlich wie beim Einsatz von Pflanzenschutzspritzen zur erreichen, bedarf es neuer Systeme von mechanischen Hackmaschinen. Deshalb hat der Hacktechnik-Spezialist Garford ein komplett neues Hacksystem für Großbetriebe und Lohnunternehmen entwickelt. Der neue Robocrop Contractor wird in Arbeitsbreiten von 9 bis 24 m angeboten und kann ohne Umbauten in Sä-Systemen mit beispielsweise 3, 6 oder 9 m Arbeitsbreite eingesetzt werden, informiert Zürn.

Bei herkömmlichen Hacksystemen mit einem festen Rahmen musste deren Arbeitsbreite exakt mit der der Drill- oder Einzelkornsätechnik übereinstimmen. Durch die mehrfachen Verschieberahmen beim Robocrop Contractor kann die Maschine nun auch deutlich breiter als die eingesetzte Sätechnik arbeiten.

Variable Gerätetechnik

Zur Anpassung an unterschiedliche Sämaschinen und Reihenweiten verfügt die neue Technik über drei einzelne Verschieberahmen mit jeweils eigener Kamera zur Steuerung entlang der Reihen. Über den zentralen Hauptrahmen erfolgt die Koppelung an die Dreipunktanhängung des Traktors.

Bei einem Kultur-Bestand, der beispielsweise mit einer 3-Meter Drilltechnik bestellt ist, können so mit einer Überfahrt 9 Meter bearbeitet werden. Dabei steuert jede Kamera den Seitenverschieberahmen mit Hackwerkzeugen passend zur Drillmaschinenbreite.

Fährt die Maschine in einen Bestand, der mit sechsmetriger Drilltechnik bestellt wurde, synchronisiert das Kamerasystem zwei Verschieberahmen für die Arbeitsbreite mit 6 m. Der dritte Verschieberahmen bearbeitet nur die halbe Säbreite mit drei Metern. Die zweite Hälfte der Säbreite wird dann bei der Rückfahrt gehackt.

Entsprechend flexibel kann die Maschine auch in Getreide ab 12,5 cm Reihenweite und in Reihenkulturen mit 45, 50 oder 75 cm eingesetzt werden. Dazu trägt das Schnellverschlußsystem bei, mit dem die Hackwerkzeug-Träger auf dem Verschieberahmen befestigt sind. So spart sich der Landwirt und der Lohnunternehmer die Investition in mehrere Hackmaschinen für unterschiedliche Kulturen und Reihenabstände.

Eine weitere wichtige Komponente für den flexiblen Maschineneinsatz sind die DiamondClass-Zinkenträger zur Aufnahme der unterschiedlichen Hackwerkzeuge. In die um 45 Grad gedrehten quadratischen Öffnungen lassen sich sämtliche Hackwerkzeuge mit jeweils einer Schraube befestigen und besonders schnell justieren. Für die gleichmäßige Tiefenführung bei unterschiedlicher Bodenhärte und hoher Arbeitsgeschwindigkeit (12 – 18 km/h) sorgt ein einstellbarer hydraulischer Dämpfer.

Das optional verfügbare Vorgewendemanagement TineRaiser ermöglicht das saubere Hacken von Keilen. Über die „Section Control“-Schaltung werden die Scharträger einzeln ausgehoben und so Schäden bei sich kreuzenden Pflanzenreihen vermieden.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen