top agrar plus Reinigungsmittel und -techniken

Glänzende Tipps: So reinigen Sie Ihren Fuhrpark richtig

Gepflegte Landmaschinen sehen nicht nur gut aus, sie halten auch länger. Wir haben ausprobiert, worauf es beim Einsatz von Reinigungsmitteln ankommt.

In der Praxis drohen dem Lack von Landmaschinen viele Gefahren: Dünger, Gülle, Gärrest oder Pflanzenschutzmittel sind nur einige Stoffe, die es auf die schützende Farbe abgesehen haben. Vor allem bei organischen Verschmutzungen wie Maisstärke oder Gülle führt kein Weg an einem Reinigungsmittel vorbei. Allein mit Wasser und Bürste hat man im Kampf gegen hartnäckigen Dreck keine Chance.

Mit Kopp 2002 in den Praxistest

Doch der beste Reiniger kann nichts ausrichten, wenn man ihn nicht richtig anwendet. Wir sind deshalb 2015 mit dem Landmaschinenreiniger „Kopp 2002“ auf den Waschplatz gezogen und haben Maschinen mit ganz unterschiedlichen Verschmutzungen gereinigt.

Gemeinsam mit Hersteller Jörg Kopp aus Uplengen hatten wir damals Tipps zum fachgerechten Einsatz von chemischen Reinigern erarbeitet. Diese gelten unabhängig vom Produkt natürlich auch für andere Hersteller. Die Empfehlungen zum Mischen beziehen sich dagegen ausschließlich auf den Reiniger Kopp 2002. Bei anders formulierten Reinigungsmitteln können die Mischungsverhältnisse abweichen. Hier sind sie noch einmal:

1. Warme Vorwäsche

Befreien Sie vor dem Einsatz von Reinigungsmitteln die Maschine vom groben Schmutz. Eine hohe Wassermenge hilft dabei besser als zu hoher Druck. Wenn möglich, waschen Sie mit warmem, aber nicht mit heißem Wasser. 50 °C reichen vollkommen aus. Noch höhere Tempera­turen können empfindlichen Lack verbrühen, außerdem arbeitet der Ölabscheider bei zu hohen Temperaturen nicht mehr richtig.

Flachstrahldüsen mit weitem Strahl sind am besten geeignet. Finger weg von sogenannten Dreckfräsen, sie schaden dem Lack durch ihren konzentrierten Punktstrahl. Noch schädlicher sind die starken Vibrationen der Rotordüse, die sich auf das Blech der Maschine übertragen und sogar zu kleinen Lackabplatzern führen können.

2. Erst testen!

Vor der flächigen Reinigung sollten Sie an einer kleinen, versteckten Stelle testen, wie hoch Ihr Reiniger konzentriert sein muss. Nicht immer gilt „viel hilft viel“. Je nach Verschmutzung und Wirkung können Sie dann entscheiden, wie stark Sie das Mittel verdünnen können.

Grundsätzlich gilt: Bei Ölen und Fetten hat der Reiniger es leichter (1:10 bis 1:20), bei Eiweißen und Stärken (organischen Verschmutzungen) muss die Kon­zentration höher, gegebenenfalls sogar pur sein (1 : 1 bis 1 : 5; Angaben für Kopp 2002).

Vorsichtig sollten Sie bei Kunst­stoffen und Gummi sein. Immer mehr Teile wie Kotflügel, Seitenklappen sind heute aus Plastik. Probieren Sie deswegen z. B. auf der Unterseite des Kotflügels aus, ob sich Reiniger...

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