Günstig heißt nicht billig: Scheibeneggen für unter 4500 Euro im Test Premium

Kleine Betriebe können sich Markenscheibeneggen oft nicht leisten. Wir haben zwei günstige Alternativen getestet. Eine einfache Markenscheibenegge mit Rohrstabwalze und 3 m Arbeitsbreite kostet schnell 11 000 €. Wir haben uns im Internet umgeschaut und Scheibeneggen für die Hälfte gefunden.

Die Agroland Titanum lag auch bei schneller Fahrt ruhig. Das Arbeitsergebnis konnte sich sehen lassen. (Bildquelle: Tastowe)

Kleine Betriebe können sich Markenscheibeneggen oft nicht leisten. Wir haben zwei günstige Alternativen getestet. Eine einfache Markenscheibenegge mit Rohrstabwalze und 3 m Arbeitsbreite kostet schnell 11 000 €. Wir haben uns im Internet umgeschaut und z. B. bei traktorpool.de Scheibeneggen für die Hälfte gefunden. Doch können diese Geräte mithalten? Wir haben ein Preislimit von 4 500 € festgelegt und zwei Geräte in der Praxis getestet: Agroland mit der Scheibenegge Titanum 300R (blaue Farbe) Grano-System Top-Agro mit dem Gerät Shark 3.0 (rote Farbe). Auch Tolmet wollte teilnehmen, zog jedoch vorher zurück. Laut Hersteller gab es in der Produktion einen Brand. Wir haben die beiden Scheibeneggen im Sommer beim ersten Stoppelsturz eingesetzt. Hier wollten wir wissen, wie flach die beiden Kandidaten arbeiten können. Auf den wechselhaften Böden wurden schnell erste Unterschiede zwischen den Geräten deutlich. Anschließend arbeiteten wir mit den Maschinen auf einem Acker mit viel organischer Masse  und einer Güllegabe so tief wie möglich. Dabei stellten sich auch einige Konstruktionsfehler heraus. Im Test wurden unsere Schlepper (100 und 140 PS) gut mit den Geräten fertig. Optionen kosten Die Grundausstattungen der beiden Geräte sind fast identisch. Die Grano-System kostet 3 700 €, die Agroland kostet 4 200 € (alle Preise o. MwSt.). Dazu kommen 150 € für Seitenbleche. Zum Test hat Top-Agro, der Importeur von Grano-System, die Egge aber mit einer Dachringwalze, wartungsfreien Lagern und Striegel hochgerüstet. Seitdem sind die Preise für diese Ausstattungen deutlich gestiegen. Die neuen wartungsfreien Lager sind jetzt aufpreispflichtig. Die getestete Shark 3.0 kostet heute deshalb 5 460 €. In der Übersicht haben wir die beiden Maschinen auch mit gleicher Ausstattung verglichen. Dabei unterscheiden sie sich nur um 290 €. Nach einer Saison können wir zur Haltbarkeit der Lager kaum Auskunft geben, hatten aber keine Ausfälle. Beide Hersteller bieten übrigens optional auch andere Lager an, z. B. von SKF. ------------------------------------------- Agroland: Gutes Gesamtpaket Die Agroland Titanum überzeugte mit guter Verarbeitung und ebenem Arbeitsbild. Scheiben & Aufhängung: Agroland bezieht die 4,2 mm starken Scheiben von ama aus Italien. Sie sind mit sechs Schrauben an großen Lagern mit Schmiernippel befestigt. Insgesamt gibt es 24 Teller, davon 20 mit einem Durchmesser von 560 mm und vier mit 510 mm. Serienmäßig sind alle Scheiben gleich groß. Der Scheibenholm ist aus einem gekanteten 18er-Flachstahl gefertigt. Das schränkt den Durchgang kaum ein. Auch der Abstand zwischen Scheibe und dem Tragrahmen ist mit 7 cm groß genug. Als Überlastsicherung ...

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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