Cyberkriminalität

Hacker-Angriff bei Agco: Produktionsanlagen lahmgelegt

Nach einem Angriff mit Schadsoftware stehen bei Agco, dem Konzern hinter Fendt, Massey Ferguson und Valtra, die Bänder still. Das volle Ausmaß der Attacke ist noch nicht absehbar.

Wie Agco, der Mutterkonzern von Fendt, Massey Ferguson und Valtra, in einem knappen Statement mitteilt, wurde das Unternehmen Ende der vergangenen Woche Opfer eines Angriffs mit Schadsoftware, sogenannter Ransomware. Dieser beeinträchtige unter anderem auch einige der Produktionsanlagen – darunter auch die Traktorenfertigung in Marktoberdorf und das Kabinenwerk in Asbach-Bäumenheim. Berichten des Bayerischen Rundfunks (BR) zufolge steht die Produktion bereits seit mehreren Tagen still. Der Großteil der Beschäftigten wurde demnach nach Hause geschickt.

Ganzes Ausmaß der Hacker-Attacke noch nicht absehbar

Agco untersucht der Mitteilung zufolge noch immer das Ausmaß des Angriffs. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen, dass der Geschäftsbetrieb noch mehrere Tage – möglicherweise sogar länger – beeinträchtigt sein werde. Ausschlaggebend sei, wie lange das Unternehmen dafür brauche, relevante Software erfolgreich neu zu installieren und den IT-Betrieb an betroffenen Standorten wiederherzustellen.

Zentralstelle Cybercrime nimmt Ermittlungen auf

BR-Recherchen zufolge ermittelt die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg gemeinsam mit der Kriminalpolizei Kempten. Da die Ermittlungen noch am Anfang stünden, konnte ein Sprecher der Zentralstelle bisher noch keine gesicherten Einzelheiten mitteilen.


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