Für Sie getestet

In einem Arbeitsgang: APV Sägerät PS 200 M1 Plus

Mit einem aufgebauten pneumatischen Sägerät lässt sich eine separate Überfahrt bei der Zwischenfruchtsaat einsparen. Wir haben dazu den PS 200 M1 von APV auf einem Grubber eingesetzt.

Der zweite Arbeitsgang bei der Stoppelbearbeitung und die Saat von Zwischenfrüchten lassen sich oft gut kombinieren. Pneumatische Geräte mit kleinen Pralltellern haben sich dabei oft gegen die einfacheren Tellerstreuer durchgesetzt.

Die Pneumatikgeräte haben eine deutlich bessere Querverteilung und das Saatgut lässt sich gezielt vor der Walze ablegen. Bei entsprechender Auslastung ist die Bestellung oft günstiger als mit einer vorhandenen, klassischen Drillkombi.

Behältergröße nach Wahl

Wir konnten im Sommer und Herbst 2019 den PS 200 M1 von APV in Kombination mit dem Grubber Field Profi 3001 von Ziegler ausgiebig testen. APV bietet Pneumatikstreuer mit Behältergrößen von 120 bis 1600 l an. Während die großen Geräte Stahlblechtanks haben, sind die Behälter bis 500 l aus Polyethylen gefertigt. Sie werden mit einem großen, drehbaren Deckel verschlossen. Geöffnet hängt dieser an einer Kette – ein ordentlicher Klappdeckel hätte uns hier besser gefallen.

Unser Pneumatikstreuer mit 200 l ist das zweitkleinste Modell der Österreicher. Der gelbe Behälter lässt etwas Sonnenlicht durchschimmern. Dadurch kann man den Füllstand von außen erkennen. Im unteren Bereich verdeckt allerdings die Behälteraufnahme aus Stahl die Sicht auf die Restmenge. APV bietet zum Überwachen des Füllstands optional einen kapazitiven Näherungssensor an, der sich in der Höhe einstellen lässt. Wir haben zur Kontrolle des Füllstandes eine eigene kleinere Kamera eingesetzt und konnten damit quasi die Füllhöhe stufenlos beobachten. Eine ordentliche Kabeldurchführung dafür hat der Streuer bereits.

Je Schlauch eine Zelle

Ein Elektromotor treibt die Dosierwelle an. Über einen kleinen Riementrieb läuft zudem ein Rührwerk mit. Zwei verschiedene Säwellen gehören zum Lieferumfang. Eine feine z.B. für Senf oder Phacelia und eine grobe für Gras oder Getreide. Optional gibt es acht weitere Wellen, darunter auch zwei mit flexiblen Zellen.

Eine manuell einstellbare Abstreiferleiste gewährleistet immer gleich volle Zellen. Bei feineren Körnern stellt man diese dichter an die Säwelle, also auf der Skala weiter in Richtung Minus, und bei gröberem Saatgut stellt man den Abstreifer lockerer ein, also in den Plus-Bereich. Um die Symbolik zu verstehen, guckt man am besten gleichzeitig in den leeren Behälter und kontrolliert die Position.

Auf der Welle sind acht Zellenreihen positioniert. Jede Reihe ist für einen eigenen Schlauch zuständig. Anders als bei pneumatischen Sämaschinen mit zentralem Saatgutdosierer und Verteilerkopf kann so das Saatgut nicht den Weg der größten Luftgeschwindigkeit nehmen. Die Querverteilung der einzelnen Schläuche liegt deshalb auf dem Niveau einer mechanischen Drille. Wichtiger für eine ordentliche Verteilung über die gesamte Arbeitsbreite ist die Positionierung der Prallbleche mit einer Mindesthöhe zum Boden.

Ablage Vor der Walze

Beim PS 200 M1 sorgt ein elektrisch angetriebenes Gebläse für den Luftstrom. Das Gebläse hat eine maximale Stromaufnahme von 14 A. Zusammen mit dem...

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