John Deere hat die Mähdrescherserie W und T überarbeitet

John Deere hat die Schüttlermähdrescher der Serien W und T für die Erntesaison 2016 von Grund auf überarbeitet und zahlreiche Komponenten geändert. Durch die größte aktive Abscheidefläche in dieser Klasse und eine vergrößerte Siebkastenfläche soll eine Leistungssteigerung von bis zu 15 % möglich sein.

John Deere hat die Schüttlermähdrescher der Serien W und T für die Erntesaison 2016 von Grund auf überarbeitet und zahlreiche Komponenten geändert. Durch die größte aktive Abscheidefläche in dieser Klasse und eine vergrößerte Siebkastenfläche soll eine Leistungssteigerung von bis zu 15 % möglich sein. Die Neuerungen:

Aktive Abscheidefläche

Der Durchmesser der Haupttrommel bleibt bei 660 mm, der Umschlingungswinkel des Dreschkorbs wurde hingegen um 8° erhöht, um die Druschfläche und den Durchsatz zu erhöhen. Für eine gute Strohqualität wurde der Durchmesser der Strohleittrommel auf 500 mm erhöht. Den Durchmesser der hinteren Abscheidetrommel haben die Ingenieure auf 800 mm erhöht.
 
Zusammen mit einem neuen Abscheidekorb mit mehr Öffnungen soll diese selbst unter schwierigen und feuchten Erntebedingungen für eine verbesserte Abscheidung sorgen. Die aktive Abscheidefläche hat John Deere um 41 % auf 3,3/4 m2 für Mähdrescher mit 5 bzw. 6 Schüttlern erhöht.

Reinigungsfläche

Die Reinigung hat der Landtechnikhersteller vollkommen neu konstruiert. Durch den Einsatz von Aluminium ist der Siebkasten nun größer bei gleichem Gewicht. Mit einer Siebfläche von mehr als 6 m2 ist der Siebkasten der Größte in seiner Klasse. Um Einstellungen des Siebkastens zu vereinfachen, ist auch das Gebläse neu konstruiert. Die Lufteinlässe sollen für eine gleichmäßige Zufuhr und Verteilung der Luft sorgen.

Abtangeschwindigkeit

Die Abtankgeschwindigkeit gibt John Deere mit bis zu 125 l/s an, der Korntank fasst 11 000 l und ist somit in weniger als 90 Sekunden entleert.

Schnelle Umrüstung auf andere Fruchtarten

John Deere hat eine schnell verstellbare Intensivreibleiste entwickelt. In Situationen, die einen aggressiveren Drusch erfordern, z. B. in der Ernte von Gerste, kann diese Reibleiste in weniger als drei Minuten in den Gutfluss geschwenkt werden. Da keine Einlegeplatten benötigt werden, kann der Erntevorsatz 600X zudem innerhalb von drei Minuten von Gerste- auf Rapsernte umgestellt werden. Das Rapsmesser verfügt außerdem über eine Schnellkupplung.

Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h und Raupenlaufwerk

Mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 40 km/h sind längere Fahrtwege für Lohnunternehmer und Betriebe mit weit auseinanderliegenden Feldern kein Problem mehr. Raupenlaufwerke haben für den Fahrer den Vorteil, dass er unabhängiger von den Witterungsbedingungen arbeiten und auch Böden befahren kann, die für Radmaschinen ungeeignet sind. Die Aufstandsfläche ist 1,7-mal größer als die eines 800-mm-Reifens. Dies verringert die Bodenverdichtung damit nachhaltig  höhere Erträge erzielt werden können. Mit einem Raupenfahrwerk bleibt die Maximalbreite der 5/6-Schüttlermähdrescher unter 3,3/3,5 m.

ConnectedCombine und MyJohnDeere.com

Das ConnectedCombine-Paket von John Deere hilft dem Fahrer dabei, die Maschine optimal zu nutzen, sie korrekt einzustellen und die mit GPS-Unterstützung gewonnen Daten zu verwalten. Dank der Lenkautomatik AutoTrac kann sich der Fahrer auf wichtige Einstellungen konzentrieren.
 
Die interaktive Mähdreschereinstellung (IME) hilft bei der Optimierung der Maschineneinstellungen. Falls nötig, wird über den Display-Fernzugriff (RDA) eine Verbindung zwischen dem Fahrer und einem Spezialisten des Vertriebspartners hergestellt, sodass Produktbetreuung und Schulung verfügbar rund um die Uhr und von jedem Ort aus verfügbar sind.
 
Wichtige Maschinendaten wie Kraftstoffverbrauch, Ertragskarten und bearbeitete Hektar auf verschiedenen Feldern können per drahtloser Datenübertragung (WDT) an das sichere Online-Portal MyJohnDeere.com übermittelt werden. Die Daten werden automatisch immer auf dem neuesten Stand gehalten, sodass die Daten sofort angesehen oder heruntergeladen werden können, ohne dass Informationen verloren gehen. Die Weiterverarbeitung der Daten mit anderer Agrar-Software ist ebenfalls möglich. Mit JDLink kann die Logistikkette optimiert werden.

NEU: Mähdrescher der W-Serie

John Deere W550i

John Deere W550i (Bildquelle: John Deere W550i)

Die Schüttlermähdrescher der W-Serie profitieren ebenfalls von vielen der in der neuen T-Serie umgesetzten Aktualisierungen. Eine große Dreschtrommel mit einem Durchmesser von 660 mm und 10 Schlagleisten in Kombination mit einer Wendeabscheidetrommel kommt mit überarbeiteten Schüttlern zum Einsatz, die dank größerer Fläche und steileren Stufen eine bessere Abscheidung gewährleisten.
 
Auch diese Mähdrescher sind mit dem neuen Siebkasten und der schnell verstellbaren Intensivreibleiste ausgestattet und ermöglichen die gleiche hohe Abtankgeschwindigkeit. Ausgewählte Modelle werden auch mit der Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h und Raupenlaufwerk erhältlich sein. Mähdrescher der W-Serie können mit Technologien wie AutoTrac, interaktiver Mähdreschereinstellung (IME), JDLink, Display-Fernzugriff (RDA) und drahtloser Datenübertragung (WDT) an MyJohnDeere.com bestellt werden.

Aktualisierungen für die S-Serie sowie W330, W440 und W440PTC

Die größeren Modelle im Mähdrescherangebot von John Deere wurden für 2016 ebenfalls überarbeitet. Die S-Serie erhält Motoren der Abgasstufe Final Tier 4 mit dem klassenbesten DEF-Verbrauch von nur 1-3 %. Zusammen mit ProDrive sind die Maschinen auf Wunsch mit 40-km/h-Getriebe lieferbar. Das kleinere Modell W330 kann mit dem Lenksystem AutoTrac Universal bestellt werden, wie auch die Modelle W440 und W440PTC, die außerdem nun mit elektrischer Siebeinstellung erhältlich sind.

Höhere Leistung mit Abgasstufe Final Tier 4

Die neuen Mähdrescher der W- und T-Serie sind auch mit John Deere PSS Motoren der Abgasstufe IV/Final Tier 4 ausgestattet. Die 9-Liter-Motoren erreichen höhere Leistungen, die Nenndrehzahl der 6,8-Liter-Motoren wurde um 200 1/min auf 2200 1/min verringert, um mehr Effizienz zu erreichen. Der DEF-Verbrauch beider Motortypen von nur 1-3 % trägt zu einem effizienteren Betrieb der Mähdrescher bei.


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