Strategie

John Deere stellt die neuen 7R Traktoren vor

Pünktlich zur Agritechnica hat John Deere seine neuen 7R Traktoren vorgestellt. Der Fahrer kann jetzt etliche Komfortmerkmale dazubestellen.

John Deere zeigt auf der Agritechnica in Hannover seine neue Generation der 7R Traktoren. Die Modellreihen wurde mit einem neuen Flaggschiff abgerundet: dem 7R 330 mit max. 363 PS (373 PS mit Intelligent Power Management).

Die Serie besteht aus fünf Modellen mit neuer Kabine und neuen Funktionen, darunter der CommandPRO-Fahrhebel. Der Hersteller hebt außerdem die Sparsamkeit des Motors hervor, der seine Kraftstoffeffizienz beim DLG-Test gezeigt habe. Das Diesel-Garantie-Programm gelte daher auch für den 7R 330. Das Leistungsgewicht gibt John Deere mit 30 kg/PS an.

Technische Daten (Bildquelle: John Deere)

Die Traktoren können mit dem stufenlosen AutoPowr oder e23-Getriebe ausgestattet werden und eignen sich universell für Transportaufgaben oder Zapfwellengetriebene Arbeiten wie Aussähen, das Pressen von Ballen oder Mähen. Dank EZ Ballast lässt sich die Maschine von der Kabine aus innerhalb von Sekunden für die anspruchsvolle Bodenbearbeitung austarieren.

Der Fahrersitz kommt mit perforiertem Lederbezug, Sitzheizung, aktiver Belüftung, 2-Zonen-Massagefunktion und zahlreichen elektrisch und pneumatisch verstellbaren Sitzelementen. Darüber hinaus wurde die prämierte Active Seat II Federung verbessert und soll jetzt noch reaktiver sein und könne vertikale Stöße im Vergleich zum System der ersten Generation noch besser kompensieren. Die 360°-LED-Beleuchtung besitze jetzt 60 % mehr Leuchtkraft.

Mit 11 l haben die Entwickler den Stauraum des integrierten Kühlschranks verdoppelt. Für Unterhaltung sorgt ein 6.1 Surround Sound System mit Subwoofer und Lautsprecher. Das 6,5" DAB+ Touchscreen Radio biete modernstes Infotainment und sei mit Apple CarPlay kompatibel. Auf Wunsch hat die Kabine einen breiteren Einstieg und niedrigere Türgriffe sowie einen Blinker mit automatischer Rückstellung. Außerdem wurde die Klimaanlage unter die Kabine verlegt. Daraus resultiert nicht nur eine höhere Kopffreiheit, sondern auch ein geringerer Schallpegel in der Kabine, obwohl die Kühl- und Heizleistung nahezu verdoppelt wurde.

Ebenfalls neu ist das noch weiter optimierte AutoTrac-System inklusive optionalem integriertem StarFire 6000 Empfänger. Die drahtlose Datenübertragung an die Einsatzzentrale ist für fünf Jahre kostenlos, erklärt John Deere. Feldgrenzen, Fahrspuren und Einrichtungsdaten sowie Anbauplanung und -dokumentation würden sich schnell und sicher über eine webbasierte Plattform managen lassen. Das AutoSetup System ermögliche es, alle Feld-, Maschinen- und Anbaugerätedaten für einzelne Aufgaben direkt auf den Traktor zu laden. Dadurch werde nicht nur der Prozess vereinfacht, sondern der Traktor sei schneller einsatzbereit und eine mögliche Falscheinrichtung würde ausgeschlossen, heißt es.

AutoSetup ist kurz nach der Einführung der Maschinen in Europa erhältlich. Mit JDLink lässt sich der Traktor auf Wunsch des Kunden aus der Ferne überwachen, um Ausfälle zu verhindern. Gibt der Kunde auch seine Einwilligung für Expert Alerts, können potenzielle Maschinenschäden vorhergesagt und die Wahrscheinlichkeit einer kostspieligen Reparatur gesenkt oder ganz vermieden werden.

John Deere 7R 330 (Bildquelle: Pressebild)

John Deere schließt Partnerschaft mit Reichhardt

Durch die Automatisierung des Betriebs auf dem Feld sollen Kunden eine deutliche Produktivitätssteigerung erzielen und die Grundlage für künftige vollständig autonome Landwirtschaftsmaschinen legen können. (Bildquelle: Pressebild)

John Deere hat eine strategische Partnerschaft mit der Reichhardt GmbH Steuerungstechnik bekanntgegeben. Die Zusammenarbeit betrifft die GREEN FIT-Produktreihe von Reichhardt, mit der die Precision Farming-Technologie von John Deere auf den Landmaschinen unterschiedlicher Hersteller genutzt werden kann. Die Nachrüstlösungen werden über die John Deere-Vertriebspartner angeboten.

Seit 2008 ist Reichhardt Zulieferer von John Deere. In einem ersten Schritt werden die John Deere-Vertriebspartner gemeinsam mit Reichhardt zunächst die AutoTrac-Lenksysteme über das Vertriebspartnernetz von John Deere anbieten. Durch die Partnerschaft können die John Deere-Vertriebspartner Lenksysteme für neue Maschinenplattformen vermarkten, für die aktuell keine Nachrüstlösungen existieren.

Die Installation des Systems erfolgt durch den John Deere-Vertriebspartner, falls nötig mit Unterstützung durch Reichhardt. Der Vertriebspartner wird zudem Kundenschulungen und Serviceleistungen anbieten, um die Erwartungen von Landwirten und Lohnunternehmern vollauf zu erfüllen.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Kurt Bartelme

Gläserner Traktor-Nutzer

... ich hab das "nicht" vergessen: einen Maschinenschaden NICHT "versehentlich" selbst auslöst

von Kurt Bartelme

Gläserner Traktor-Nutzer

Leider kann ichnicht zur Agritechnika, sonst könnte ich die Herren dort vor Ort fragen, wie sie die Datenhoheit des Bauern über all seine betriebsinternen Daten sicherstellen... denn mit Sicherheit kommen da nicht nur europäische DSGVO-konforme Server zum Einsatz. Denn dieses wundervolle Szenario aus Zuckerbrot (5 Jahre kostenloser Datentransfer) und Peitsche (ohne Expert Alerts passieren schlimme Schäden) kennen wir schon von anderen Firmen wie KleinWeich. Aber sicher hat John Deere eine unabhängige und vertrauenswürdige Stelle auf die Traktor-Software schauen lassen, welche bestätigt, dass John Deere (bei NichtNutzung von Expert Alert z.B.) einen Maschinenschaden "versehentlich" selbst auslöst - über die ach so tolle Fernsteuerung... ganz bestimmt liegt diese Bestätigung für potentielle Kunden vor.

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