Kameratest: Prima Bild ohne Kabel

Der schwedische Hersteller Luda hat ein Kamera-System mit Funkübertragung entwickelt. Wir haben die neue machineCam mit verschiedenen Anbaugeräten eingesetzt. Das Komplett-System besteht aus einem 7“-LCD-Bildschirm mit integriertem Empfänger sowie einer Kamera mit Sender und kostet 849 € inklusive Mehrwertsteuer.

Der schwedische Hersteller Luda hat ein Kamera-System mit Funkübertragung entwickelt. Wir haben die neue machineCam mit verschiedenen Anbaugeräten eingesetzt.

Das Komplett-System besteht aus einem 7“-LCD-Bildschirm mit integriertem Empfänger sowie einer Kamera mit Sender und kostet 849 € inklusive Mehrwertsteuer. Sicherlich kein Schnäppchen, in diesem Paket sind aber schon mehrere Kabel für die Spannungsversorgung von Kamera und Bildschirm enthalten. Ebenso sind eine stabile Doppelsaughalterung und eine Sonnenblende für den Monitor dabei.

Wer die Kamera oft umsetzen oder an Stellen ohne Stromversorgung einsetzen möchte, kann das sogenannte „FlexiPack“ für 159 € dazu ordern. Dieser Akku hielt bei unseren Einsätzen an einer Drillmaschine zwischen 8 und 12 Stunden. Laden sollte man den Akku nachts, denn der komplette Ladevorgang dauert ebenfalls mehrere Stunden.

Die Kamera hat einen Winkel von 120°. Das Gehäuse der Schutzklasse IP69K hält Staub und Wasser von der Linse fern. Damit die Linse nicht beschlägt, ist ein Heizgerät an Bord. Die Kamera liefert ein klares, sauberes Bild und hat eine gute Restlichtverstärkung. Bei zunehmender Dunkelheit wechselt das System automatisch in den Nachtmodus. Auch hier ist das Bild ordentlich. Wenn es dunkel und staubig ist, stören die Partikel vor der Kameralinse.

FlexiPack

Das FlexiPack enthält einen Akku. So lässt sich die Kamera schnell umbauen. (Bildquelle: Küper)

Der Monitor kann bis zu vier Kameras empfangen. Das Übertragen eines Kamerabildes auf mehrere Monitore, zum Beispiel bei Häcksler und Abfahrern, ist dagegen nicht möglich. Die digitale Datenübertragung (Frequenz 2,4 GHz) hat eine Verzögerung von 120 ms, die man aber so gut wie nicht spürt. Um mehrere Bilder gleichzeitig anzuzeigen, gibt es einen Splitscreen.

Mit der Loop-Funktion wechseln die Bilder der verschiedenen Kameras alle paar Sekunden auf dem Bildschirm, die Zeit ist einstellbar. Die mögliche Funkstrecke gibt Luda mit bis zu 120 m an – dann ist aber spätestens Schluss. Bei unseren 8 Metern vom Tank der gezogenen Sämaschine bis in die Kabine gab es keinen einzigen Funkaussetzer.

Fazit: Das System ist teuer, aber gut. Die Kamera bringt Sicherheit und Komfort in der Maschinenbedienung. Die machineCam steht einer Bildübertragung per Kabel in nichts nach.


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