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Kartoffeln: Sikkation auch elektrisch möglich?

Der Einsatz von Reglone zur Krautminderung ist nicht mehr erlaubt. Könnte künftig die hybridelektrische Sikkation eine Alternative sein? Nachfolgend stellen wir einen vielversprechenden Ansatz vor.

Das Mittel Reglone war jahrzehntelang fester Bestandteil vieler Krautminderungsstrategien. Jedoch endete am 4. Februar letzten Jahres die Aufbrauchfrist für das bis dahin wichtigste Produkt zur Sikkation von Kartoffelbeständen. Weil andere chemische Mittel nach Versuchen der LWK Nordrhein-Westfalen bislang die Leistung von Reglone nicht erreichen, sind Alternativen dringend erforderlich.

Vielleicht könnte in Zukunft das neue hybridelektrische Verfahren NUCROP eine Lösung sein. Das Unternehmen Nufarm bringt es gemeinsam mit dem deutschen AgTech-Start-up Crop.Zone in Kürze auf den Markt.

Mit Strom gegen das Kraut

Bei einer Sikkation mit Nucrop werden die Kartoffelpflanzen zunächst mit einer leitfähigen Flüssigkeit mit dem Namen Volt.fuel (mineralische Lösung + Activator) vorbehandelt, um den elektrischen Widerstand zu senken. Dies erfolgt mit einer Sprüheinheit, die in der Fronthydraulik des Schleppers hängt.

In der Heckhydraulik befindet sich ein zapfwellenbetriebener Generator, der für Drehstrom sorgt (112 kW). Der Strom wird dann zu 16 Hochspannungsmodulen (von 2.000 bis 5.000 V, Modulgröße 7 kW) geleitet, die entsprechend 16 Applikatoren versorgen. Diese sind – ähnlich wie ein Spritzgestänge – hydraulisch klappbar und höhenverstellbar direkt hinter dem Generator angeordnet. In Arbeitsstellung streichen sie durch den Kartoffelbestand.

Die 75 cm breiten und 1 m langen Applikatoren sind der eigentliche Clou des Systems: Sie wurden als sogenannte...

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