Systemvergleich

Krone Mähwerke: Gras zügig trocken – geht das nur mit Aufbereiter?

Das Grünfutter soll schnell ins Silo. Dafür muss es zügig abtrocknen. Ist das nur mit Aufbereitern an den Mähwerken möglich, oder klappt das auch ohne?

Häufig fällt im Zusammenhang mit der Grünfutterernte der Begriff „24-Stunden-Silage“. Um das Futter innerhalb dieser Zeit auf einen optimalen TS-Gehalt von 35 % zu bringen, muss es passend aufbereitet werden. Weil auch die Schlagkraft bei den Betrieben eine wichtige Rolle spielt, kommen deshalb häufig große und dementsprechend schwere Mähkombinationen mit Aufbereiter zum Einsatz. Die hohen Leistungsanforderungen setzen dabei einen größeren Schlepper ­voraus.

Doch lässt sich das Ziel der ­optimalen Silage in der gleichen Zeit nicht auch mit einem Mähwerk ohne Aufbereiter in Kombination mit einem Zettwender erreichen? Zusammen mit Krone verglichen wir die Verfahren hinsichtlich Trocknungsverlauf und Leistungsanspruch miteinander. Dazu setzten wir mit den Frontmähern EasyCut F320 und Heckmähern B1000 jeweils 10 m breite Kombinationen ein.

Der Unterschied: Die eine Kombination war mit Stahlzinkenaufbereitern (CV-Variante) ausgestattet, die andere nicht.

Zusätzlich kam der Wender Krone Vendro 1020 mit 10,20 m Arbeitsbreite auf einigen Testparzellen zum Einsatz.

Vorne geschoben

Für den Vergleich stellte uns Krone geschobene Frontmähwerke zur Verfügung. Die EasyCut F320 Push-Modelle haben jeweils sieben Mähscheiben, wobei auf den beiden äußeren Positionen Mähtrommeln mit aufgeschweißten Mitnehmern verbaut sind.

Die Geräte arbeiten 3,16 m breit, beim Transport halten sie aber die 3 m Breite ein. Die Mähwerksentlastung lässt sich bei beiden über große Zugfedern einstellen. Zusätzlich sorgt der optionale Teleskopoberlenker für eine bessere ­Bodenanpassung auf welligem Untergrund.

Der Mähholm des F320 ist über Winkelgetriebe in Fahrtrichtung rechts angetrieben. Zudem waren zusätzliche Schwadleittrommeln montiert, die das Futter auf einer Breite von 1,40 m ablegen. Der Schlepper überfuhr das Futter so bei der Mahd nicht.

Beim Frontmähwerk F320CV teilt sich der Antriebsstrang vom Schlepper zu beiden Seiten auf. In Fahrtrichtung rechts ist der Mähholm angetrieben, links der Aufbereiter. Der Aufbereiter arbeitet in unserem Fall mit Stahlzinken und misst insgesamt 64 cm im Durchmesser.

Die Drehzahl des Rotors stellt man über zwei verschiedene Riemenübersetzungen auf entweder 600 oder 900U/min ein. Das geht durch Umlegen des Riemens mit Hilfe des Riemenschlüssels. Über ein einschwenkbares Riffelblech lässt sich die Aufbereiter­intensität zudem weiter erhöhen. Das geht werkzeuglos über einen Hebel in sieben Stufen. Die Schwadbreite ist über Leitbleche zwischen 1,30 m und 2,70 m einstellbar.

Beim Gewicht zeigen sich zwischen den Frontmähwerken deutliche Unterschiede. Das einfache F320 wiegt mit 800 kg knapp eine halbe Tonne weniger als das F320CV (1.280 kg).

Deutlich schwerer im Heck

Das Heckmähwerk B1000 ohne Aufbereiter hat Krone im letzten Jahr neu auf den Markt gebracht. Im Vergleich zur CV-Variante fällt der deutlich leichter gebaute Rahmen auf. Mit einem Einsatzgewicht von 1.750 kg ist das B1000 nur fast halb so schwer wie das Aufbereitermähwerk (3.400 kg).

Gleich hingegen ist die Arbeitsbreite der Heckmäher von jeweils 3,60 m pro Seite. Bei beiden Maschinen sind die Mähwerke im Schwerpunkt aufgehängt und zusätzliche Lenker stabilisieren sie. Krone nennt das DouGrip. Außerdem ist der Abstand zwischen den...


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