Geschäftsbericht

Lemken hält Umsatzniveau

Drillmaschinen und die Steketee Hackgeräte haben letztes Jahr zum guten Umsatzergebnis von Lemken beigetragen. Die Firma ist sehr zufrieden. Das Auslandsgeschäft steuerte 77 % Umsatzanteil bei.

Das abgelaufene Geschäftsjahr hat Lemken mit einem nahezu unverändert hohen Umsatzvolumen von 365 Mio. € abgeschlossen. Dabei waren besonders die Drillmaschinen und die Hacktechnik gefragt. Das neue Jahr startet ebenfalls mit einem sehr guten Auftragseingang.

„Wir sind glücklich und dankbar, dass wir unsere Produktion im letzten Jahr durchgehend aufrechterhalten konnten, ohne die Gesundheit unserer weltweit 1.631 Mitarbeiter zu gefährden", sagte Geschäftsführer Anthony van der Ley. Bei Umsatz und Ergebnis habe das Unternehmen seine hohen Ziele erreicht und man sei sehr zufrieden, trotz Aufgabe der Feldspritzen.

Steketee steigert Absatz um 30 %

Mit dem Ausstieg aus der Feldspritzenproduktion und der Fokussierung aller Kräfte auf die Herstellung moderner Präzisionshacktechnik hat Lemken nach eigener Aussage als „AgroVision Company“ im vergangenen Jahr eine klare Richtungsentscheidung gefällt. Erste Erfolge seien sichtbar: Das Tochterunternehmen Steketee hat sich als Innovationsschmiede profiliert und im Absatz um 30 % zugelegt.

Zum Angebot gehören individuell konfigurierbare Hackmaschinen, die dank kameragesteuerter Einzelpflanzenerkennung eine wirtschaftliche Unkrautbekämpfung ermöglichen würden.

Ebenfalls erfolgreich hätten sich die neuen Düngerstreuer etabliert, die Lemken zur Anpassung an unterschiedliche Einsatzbedingungen in einer großen Modellvielfalt anbietet.

77 % des Umsatzes durch Auslandsgeschäft

Der Absatz auf dem Heimatmarkt Deutschland ist laut van der Ley konstant hoch, gleichwohl dominiert das Auslandsgeschäft mit 77 % Umsatzanteil. Zu den größten Märkten gehörten 2020 Frankreich, Russland, die USA und Großbritannien, wobei das Volumen in den drei letztgenannten Ländern deutlich ausgebaut werden konnte.

Aussichten auf 2021

Für das laufende Jahr 2021 ist das Familienunternehmen mit Blick auf den starken Auftragseingang sehr optimistisch. Angesichts der hohen Wachstumserwartungen investierte das Familienunternehmen in modernste Montageverfahren für sein Werk in Haren, das seit Jahresstart komplett auf den Bau von Drilltechnik ausgelegt ist.

Neu in den Markt gehen der Hybrid-Grubber Koralin 9 für die ultraflache Bodenbearbeitung, der Kompakt-Grubber Kristall für Arbeitsbreiten bis 10 m sowie die neue Überlastsicherung „OptiStone“ für Pflüge. Im Segment der Drillmaschinen startet Lemken mit den überarbeiteten neuen Saphir- und Solitair-Modellen, dabei mit Doppeltank (für zweites Saatgut oder Dünger), dem Fronttank Solitair 23 mit ISOBUS-Steuerung und der 6 Meter breiten Solo-Säschiene mit eigenem Fahrwerk.

Neu vorgestellt werden sollen eine Großsämaschine sowie die Erweiterung der Einzelkorntechnik rund um die Azurit mit innovativer DeltaRow-Technik. Lemken setzt außerdem konsequent auf Digitalisierung und Vernetzung, mit Lösungen für eine präzise Feldarbeit und smartes Datenmanagement.

Mit dem von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) prämierten „iQblue connect“ geht erstmals ein Zubehörsystem in die Auslieferung, das die Arbeitsfunktionen von Bodenbearbeitungsgeräten über die Traktorsteuerung intelligent automatisiert.


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