LDrive-Serie

Lintrac 80 und 100: Zuwachs für stufenlose Lindner-Traktoren

2021 startete Lindner die Serienproduktion von zwei neuen stufenlosen Lintracs: dem besonders hangtauglichen Lintrac 80 und dem stärkeren Lintrac 100. Die beiden Traktoren lösen den Lintrac 90 ab.

Der Lintrac LDrive ist der erste stufenlose Standardtraktor mit 4-Rad-Lenkung. Für größere Misch- und Grünlandbetriebe hat Lindner den neuen Lintrac 100 und den Lintrac 130 im Programm.

Der Lintrac 130 ist das stufenlose Top-Modell und punktet mit 3,6 Liter Hubraum, 136 PS Leistung und 530 Nm Drehmoment.

Kurzer Radstand und kompakte Kabine prägen den Lintrac 80, den neuen Bergtraktor aus Kundl. Der Lintrac 80 vereint die Vorteile von Traktor, Hangmäher und Hoflader in einem Fahrzeug, wirbt der Hersteller. Alle Lintracs sind dank LDrive-Bedienung sehr einfach zu fahren.

Der Motor des Lintrac 80 bringt 101 PS bei einem Drehmoment von 450 Nm ins Gelände. Der Schwerpunkt liegt unter 850 mm und ist damit sehr niedrig. Damit schafft der extrem hangtaugliche Lintrac 80 bis zu 60 Prozent Steigung. Wie beim Lintrac 100 arbeitet die 4fach-Zapfwelle mit Anlaufsteuerung wahlweise mit 430 / 540 / 750 oder 1000 U/min.

Mehr Kraft und noch mehr Komfort bietet der neue Lintrac 100. Die Eckdaten des Perkins-Syncro-Motor der Stufe 5: 117 PS bei einem Drehmoment von 500 Nm bei 1500 U/min mit einem sehr steilen Drehmomentanstieg von mehr als 40 %.

Trecker

Der Lintrac 100 leistet 117 PS (Bildquelle: Pressebild)

Die gefederte TracLink-Kabine ist für längere Einsätze konzipiert, außerdem hat Lindner optional die gefederte Vorderachse im Programm. Für Fahrkomfort steht die automatische aktive Stillstandsregelung, die bei allen Stufe 5-Modellen zum Einsatz kommt. Diese hält den Traktor über das Getriebe automatisch an, ohne zu bremsen, und erhöht damit die Sicherheit im Gelände. Beim erneuten Beschleunigen wechselt das Getriebe sanft vom aktiven Stillstand in den Fahrbetrieb.

Die Lintrac LDrive-Modelle sind mit rumpf- oder achsgeführter Fronthydraulik erhältlich. Gerade im steilen und unwegsamen Gelände würden Grünlandprofis die EFH mit integrierter Geräteentlastung schätzen, erklärten die Ingenieure am Mittwoch bei der Präsentation. Hinter dem Kürzel EFH verbirgt sich die elektronische Fronthubwerksregelung. Mit dem Drehregler in der Fahrerkabine können die Fahrer den Auflagedruck des Mähwerks stufenlos anpassen – und das bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 17 km/h. Das Mähwerk gleitet im schwebenden Schnitt über das Feld, das spart Kraft und Treibstoff. Weitere Vorteile seien ein gleichmäßiges Mähbild und die Schonung der Grasnarbe.

Lindner Lintrac 80

Lindner Lintrac 80 (Bildquelle: Pressebild)

Lintracs mit Lastschaltung

Die Lintrac-Serie besteht aktuell aus drei LS-Modellen mit Lastschaltgetriebe und drei stufenlosen LDrive-Modellen. Bei der Lintrac LS-Reihe kombiniert Lindner die Vorteile des ZF-Schaltgetriebes aus Steyr mit den Vorzügen der Lintrac-Serie. Dazu zählen laut Hersteller Wendigkeit, der hohe Fahrkomfort und die leistungsstarke Hydraulik mit Verstellpumpe.

Wendig dank 4-Rad-Lenkung

Mit den Lintrac LDrive-Modellen hat Lindner die ersten stufenlosen Standardtraktoren mit 4-Rad-Lenkung im Programm. Auf Wunsch lenkt die hintere Achse bis zu 20 Grad ein und macht die ohnehin sehr kompakten Fahrzeuge noch wendiger. Zum Tragen kommt die 4-Rad-Lenkung z.B. bei Wendemanövern im Steilhang oder beim Mähen. Am Feldende kann der Traktor in einem Zug umkehren und weiterarbeiten.

Lindtrac 130

Lindtrac 130 (Bildquelle: Pressebild)

Außerdem spielt die lenkende Hinterachse ihre Stärken bei Frontladerarbeiten, beim Reihenwechsel in der Kultur oder beim Manövrieren und in engen Gassen aus. In der Praxis erreicht der neue Lintrac 80 einen Wendekreisdurchmesser von sieben Metern, beim neuen Lintrac 100 sind es 7,5 m. Über das Terminal in der Kabine kann bequem zwischen 2- und 4-Rad-Lenkung gewechselt, in den Hundegang geschaltet oder der Mählenk-Modus aktiviert werden.

Der stärkste Lindner-Traktor, der Lintrac 130, hat einen Wendekreisdurchmesser von 8,5 m. Beim Lintrac 130 kommt die Hinterachslenkung mit verstärkten Lenkgehäusen für größere Reifendimensionen zum Einsatz. Das Lenkgestänge ist unter der Kabine geführt. Der Vorteil: Im Heckbereich können große Getriebeseilwinden nahe an der Achse fixiert werden.

TracLink-System

Im Kommunalbereich hat Lindner das TracLink-System schon länger im Einsatz. TracLink unterstützt bei der Bedienung aller Anbaugeräte und sorgt immer für die optimale Abstimmung von Fahrzeug und Gerät. Außerdem erstellt es eine automatische Einsatzdokumentation, z.B. ein Streuprotokoll.

Die Daten werden automatisch im TracLink-Portal gespeichert. Neben Lindner-Fahrzeugen kann der gesamte Fuhrpark mit dem System ausgerüstet werden.

TracLink gewinnt aber auch in der Landwirtschaft immer stärker an Bedeutung. Hier bietet Lindner u.a. das TracLink mobile und das TracLink Smart an. Jedes Anbaugerät kann mit einem TracLink Smart Tag ausgestattet werden – bis zu fünf Geräte können gleichzeitig verwendet werden.

Der Lintrac erkennt via Bluetooth, welches Gerät im Einsatz ist. Die automatische Geräteerkennung erfasst jede Arbeit im Detail, ohne dass der Fahrer selbst Konfigurationen vornehmen muss. Durchflussmengen der Hydraulik, Drehzahlen von Motor und Zapfwellen sowie Fahrmodi werden automatisiert optimal eingestellt und am TracLink Smart Tag gespeichert. Alle Arbeiten werden aufgezeichnet und sind im TracLink Portal abrufbar – so fällt der Dünge- oder Streunachweis besonders leicht.


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