Schnelles Fahren wird teurer

Neuer Bußgeldkatalog gilt ab heute

Der neue Bußgeldkatalog sieht höhere Bußgelder für zu schnelles Fahren oder für Abbiegen innerorts bei größeren Fahrzeugen vor. Das sind die Regeln für landwirtschaftliche Fahrzeuge.

Ab dem heutigen Dienstag, 9. November, gilt der neue Bußgeldkatalog. Höhere Bußgelder werden auch für Schlepperfahrer fällig. Hier die wichtigsten Neuerungen: Geschwindigkeitsüberschreitungen mit PKW haben sich in vielen Kategorien fast verdoppelt:

  • Innerorts fallen bei bis zu 10 km/h künftig 30 statt 15 € an, bei bis zu 15 km/h zahlen Sie nun 50 € und bei bis zu 20 km/h zahlen Sie 70 statt 35 €.
  • Außerorts bis zu 10 km/h bald 20 € statt wie bisher 10 €. Bei 11 bis 15 km/h zu schnell sind es 40 statt 20 € und bei 16 bis zu 20 km/h fallen statt 30 nun 60 € an.
  • Bei Fahrzeugen über 3,5 t, z. B. Traktoren, wird es noch teurer.

Ebenfalls erhöht sich die Strafe für zu schnelles Abbiegen. Fahren Sie innerorts mit einem Fahrzeug ab 3,5 t, wie z.B. einem Traktor oder Lkw, müssen Sie beim Rechtsabbiegen die Schrittgeschwindigkeit einhalten. Ansonsten droht ein Bußgeld von 70 € und ein Punkt in Flensburg. Bis zu 110 € drohen für das Parken auf Geh- und Radwegen sowie das nunmehr unerlaubte Halten auf Radfahr-Schutzstreifen und das Parken und Halten in zweiter Reihe.

Heinz Haarlammert, Polizeihauptkommissar a. D., Ladbergen

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